Ausbildungsumfrage 2026: Betriebe bleiben trotz widriger Umstände am Ball

Die Unternehmen schätzen die Qualität und Attraktivität der dualen Ausbildung, das zeigt einmal mehr die DIHK-Ausbildungsumfrage 2026.

DIHK, Mitteilung vom 28.07.2026

Die Unternehmen schätzen die Qualität und Attraktivität der dualen Ausbildung, das zeigt einmal mehr die DIHK-Ausbildungsumfrage 2026. Dass derzeit dennoch mehr IHK-Betriebe ihr Lehrstellenangebot verringern müssen als ausbauen können, hat konjunkturelle, aber auch strukturelle Gründe.

Die Online-Erhebung, an der sich rund 14.000 Unternehmen beteiligt haben, zeichnet ein differenziertes Bild: Einerseits behindern wirtschaftliche Unsicherheit und Faktoren wie Kompetenzmängel bei Schulabgängern oder das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum das Ausbildungsgeschehen, während auf dem Arbeitsmarkt dringend qualifizierte Fachkräfte benötigt werden. Andererseits belegt die Umfrage, dass die Betriebe zur dualen Ausbildung stehen und mit großer Mehrheit ihre Absolventen in Beschäftigung übernehmen.

Angebot an Ausbildungsstellen unter Druck

Die DIHK-Ausbildungsumfrage 2026 zeigt erneut, dass IHK-Ausbildungsbetriebe angesichts heftigen Gegenwinds ihr Angebot an Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr häufiger reduzieren als es zu erhöhen. Sechs Jahre ohne faktisches Wirtschaftswachstum sowie der Mangel an passenden Bewerberinnen und Bewerbern schlagen durch: 29 Prozent der Betriebe bieten weniger Ausbildungsplätze als im Vorjahr an, während nur 13 Prozent ihr Angebot erweitern.

Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung der Betriebe hat dabei einen starken Einfluss auf ihr Angebot an Ausbildungsstellen: Rund vier von zehn Betrieben mit negativen Geschäftserwartungen geben an, Ausbildungsstellen zu reduzieren – im Vergleich zu 26 Prozent der Betriebe mit positiven Geschäftserwartungen. (…)

Quelle: DIHK | Deutsche Industrie- und Handelskammer

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