Jedes zweite Startup setzt selbstständige KI-Agenten ein

In fast jedem zweiten Startup in Deutschland sind lt. Bitkom KI-Agenten im Einsatz. Um die eigene Arbeit effizienter zu machen, entwickeln zudem knapp zwei Drittel der Startups eigene KI-Anwendungen, die auf große KI-Modelle aufsetzen.

Bitkom, Pressemitteilung vom 27.07.2026

  • Startups bauen zunehmend eigene KI-Anwendungen, statt nur fertige Tools zu nutzen
  • Kein Startup kommt noch ohne KI aus

Code schreiben und testen, eigenständig recherchieren, oder ganze Arbeitsabläufe von A bis Z erledigen: Künstliche Intelligenz kann inzwischen auch komplizierte Aufgaben übernehmen, ohne dass ein Mensch jeden Schritt vorgeben muss. In fast jedem zweiten Startup in Deutschland (48 Prozent) sind solche KI-Agenten bereits im Einsatz. Um die eigene Arbeit effizienter zu machen, entwickeln zudem knapp zwei Drittel der Startups (65 Prozent) eigene KI-Anwendungen, die auf großen KI-Modellen wie jenen von OpenAI, Anthropic oder Google aufsetzen und zum Beispiel auf die eigenen Unternehmensdaten zugreifen. Fast jedes dritte Startup (30 Prozent) passt bestehende KI-Modelle durch spezielles Training oder sogenanntes Finetuning an. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 102 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „KI macht Arbeit effizienter und Unternehmen wettbewerbsfähiger. Startups sind Vorreiter beim KI-Einsatz und können Vorbild für den deutschen Mittelstand sein“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wer nicht nur fertige Lösungen einsetzt, sondern Modelle mit eigenem Know-how anreichert, kann sich wertvolle Wettbewerbsvorteile verschaffen.“

Am weitesten verbreitet sind in Startups allerdings weiterhin generative KI-Tools für Texte, Code oder Bilder wie ChatGPT, Claude oder GitHub Copilot: 87 Prozent der Startups nutzen sie. In bestehende Software eingebettete KI-Funktionen, etwa in Microsoft 365 oder HubSpot, setzen 59 Prozent ein. Insgesamt gilt: Kein einziges der befragten Startups verzichtet auf KI.

Quelle: Bitkom

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Mehr Gründungen in den meisten Bundesländern

Die meisten neuen Gewerbe wurden in 2025 im Landkreis München angemeldet. Dahinter folgen der bisherige Spitzenreiter – die Stadt Leverkusen -, der Landkreis Teltow-Fläming sowie die kreisfreien Städte Baden-Baden und Offenbach am Main. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle NUI-Regionenranking.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 27.07.2026

Landkreis München liegt im NUI-Regionenranking wieder auf Platz Eins

Die meisten neuen Gewerbe wurden in 2025 im Landkreis München angemeldet. Dahinter folgen der bisherige Spitzenreiter – die Stadt Leverkusen -, der Landkreis Teltow-Fläming sowie die kreisfreien Städte Baden-Baden und Offenbach am Main. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle NUI (Neue Unternehmerische Initiative)-Regionenranking.

Der NUI-Indikator zeigt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region in einem Jahr neu angemeldet wurden. Entsprechend wirkt sich sowohl die Entwicklung der Gewerbeanmeldungen als auch die der erwerbsfähigen Bevölkerung auf den NUI-Wert aus. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden Anmeldungen von Kleingewerben und Betrieben, Nachfolgen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie die Aufnahme einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit bezeichnet.

Veränderungen im NUI-Regionenranking 2025

Neu unter den Top-20-Platzierungen sind die kreisfreie Stadt Memmingen, die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Bad Tölz-Wolfratshausen, Mettmann, Ostholstein sowie der Hochtaunuskreis. Dagegen gehören die Landkreise Nordfriesland und Garmisch-Partenkirchen sowie die kreisfreien Städte Rosenheim, Kempten (Allgäu), Köln, Düsseldorf und die Hauptstadt Berlin nicht mehr den Top 20 an.

Insgesamt zählen sieben Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern (v. a. Großraum um die Landeshauptstadt München), fünf in Hessen (Großraum um die Stadt Frankfurt a. M.), zwei kreisfreie Städte (Essen, Leverkusen) und ein Landkreis (Mettmann) in Nordrhein-Westfalen, ein Landkreis in Schleswig-Holstein (Ostholstein), jeweils eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz (Koblenz) und in Baden-Württemberg (Baden-Baden), zwei Landkreise in Brandenburg (Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming) zu den zwanzig Höchstplatzierten.

Berlin und Hamburg bleiben unter den Bundesländern Spitze

Außer in Bremen und Hamburg stiegen die unternehmerischen Initiativen in allen Bundesländern. Dennoch belegt Hamburg nach wie vor Platz zwei hinter Berlin. Überdurchschnittlich war der Anstieg in Brandenburg und Baden-Württemberg sowie in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen, Thüringen und im Saarland.

Quelle: Institut für Mittelstandsforschung (IfM Bonn)

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Bundeskabinett beschließt Startup- und Scaleup-Strategie

Das Bundeskabinett hat am 22.07.2026 die Startup- und Scaleup-Strategie beschlossen. Damit sollen bessere Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen geschaffen werden – von der Gründung bis zur internationalen Skalierung.

BMWE, Pressemitteilung vom 22.07.2026

Das Bundeskabinett hat heute die Startup- und Scaleup-Strategie beschlossen. Damit schafft die Bundesregierung bessere Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen – von der Gründung bis zur internationalen Skalierung.

Hierzu erklärt die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche: „Mit der Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung legen wir das Fundament für die nächste Generation deutscher Weltmarktführer. Sie verfolgt drei Ziele: Gründen erleichtern, Wachstum beschleunigen und Innovation in Deutschland halten. Dafür senken wir bürokratische Hürden, mobilisieren mehr privates sowie öffentliches Wagniskapital und erleichtern Gründungen direkt aus der Wissenschaft heraus. Meinen Ressortkolleginnen und -kollegen danke ich für die hervorragende Zusammenarbeit. Wir haben ein echtes Gemeinschaftswerk geschaffen.“

Die Strategie zielt auf bessere Finanzierungsbedingungen für Startups und Scaleups – insbesondere in der Wachstumsphase –, stärkt den Transfer von der Forschung in marktfähige Geschäftsmodelle, baut Bürokratie konsequent zurück und setzt Impulse für Zukunftstechnologien, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Bundesregierung nimmt zudem erstmals auch Startups aus dem Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in den Blick.

Die Strategie ist unter enger Einbindung der Startup-Community entstanden. Rund 300 Stellungnahmen und die Ergebnisse von zehn Workshops sind in ihre Erarbeitung eingeflossen. Das zeigt: Die besten Lösungen entstehen im Dialog.

Mit rund 150 Maßnahmen, die in Federführung verschiedenster Bundesressorts liegen, schafft die Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für Innovation, Investitionen und Wachstum. Die Umsetzung soll noch in dieser Legislaturperiode erfolgen und von einem transparenten Monitoring mit jährlichen Fortschrittsberichten begleitet werden.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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Die Konjunkturerwartungen steigen kräftig an

Im Juli steigen die Erwartungen erneut kräftig an. Der ZEW-Index steigt um 15,8 Punkte stark an und beträgt nun plus 26,3 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt ebenfalls einen Anstieg, wenn auch in einem geringeren Ausmaß.

ZEW, Pressemitteilung vom 21.07.2026

Der ZEW-Indikator liegt bei plus 26,3 Punkten

Im Juli steigen die Erwartungen erneut kräftig an. Der ZEW-Index steigt um 15,8 Punkte stark an und beträgt nun plus 26,3 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt ebenfalls einen Anstieg, wenn auch in einem geringeren Ausmaß. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,6 Punkten um plus 3,4 Punkte über dem Vormonatswert.

„Die Erwartungen hellen sich im Juli weiter auf. Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen. Insbesondere die exportorientierten Sektoren, sowie die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse. Die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. h.c. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.

Die meisten Branchen verzeichnen eine Verbesserung im Juli. Insbesondere hellen sich die Aussichten für den Maschinenbau und den privaten Konsum um jeweils plus 14,5 bzw. plus 14,7 Punkte auf. Auch die Chemie- und Pharmaindustrie, sowie die Metallindustrie verzeichnen stabile Zuwächse im Juli, verbleiben aber eindeutig im negativen Bereich. Im Gegensatz zur Juni-Entwicklung verbessert sich der Saldo der Baubranche um 12,7 Punkte und nähert sich der Null-Linie. Dagegen verzeichnet die Fahrzeugindustrie ein Minus von 46,6 Punkten (minus 11,3 Punkte gegenüber dem Vormonat).

Die Erwartungen für die Eurozone steigen im Juli. Der Index liegt mit einem Saldo von 23,4 Punkten um 13,9 Punkte höher als im Juni. Die Bewertung der Lage bleibt negativ, verbessert sich aber um 5,7 Punkte. Diese liegt bei minus 37,7 Punkten.

Quelle: ZEW

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Deutscher Wagniskapitalmarkt mit stärkstem Quartal seit vier Jahren

Start-ups in Deutschland haben lt. KfW Research im zweiten Quartal 3,4 Milliarden Euro eingesammelt – rund 1,8 Milliarden Euro mehr als in den drei Monaten zuvor. Es war das stärkste Quartal seit dem zweiten Quartal 2022.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 20.07.2026

  • Start-ups erhalten im zweiten Quartal 3,4 Milliarden Euro
  • KI-Milliardendeal in Deutschland
  • Große Deals dominieren – Gesundheitsbranche gefragt

Start-ups in Deutschland haben im zweiten Quartal 3,4 Milliarden Euro eingesammelt – rund 1,8 Milliarden Euro mehr als in den drei Monaten zuvor. Es war das stärkste Quartal seit dem zweiten Quartal 2022. Das Volumen wurde dabei durch sieben Megatransaktionen von mehr als 100 Millionen Euro getrieben, darunter einem erfassten KI-Milliardendeal.

„Mit einem Volumen von 3,4 Milliarden Euro waren April, Mai und Juni für den deutschen Venture-Capital-Markt ein starkes Quartal“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

„Große Deals dominieren. Gleichwohl dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass es bei der Anzahl der Deals mit nur 86 Transaktionen ab einer Million Euro noch Luft nach oben gibt.“

Im ersten Halbjahr 2026 gab es 184 Transaktionen ab einer Million Euro, insgesamt wurden 5,1 Milliarden Euro Wagniskapital vergeben. Im Gesamtjahr 2025 waren es 380 Transaktionen. Ein Höhepunkt wurde 2022 mit 626 Deals erreicht. Das jährliche Volumen lag in den Jahren 2023 bis 2025 bei knapp über sieben Milliarden Euro jährlich, die Zahl der Transaktionen ist in der Zeit jedoch gesunken. Die Investitionen verteilen sich also auf immer weniger Start-ups – und das, obwohl in dieser Zeit mehr Start-ups gegründet wurden.

Im zweiten Quartal erhielten Scale-up-Unternehmen 72 Prozent des in Deutschland investierten Kapitals. Das sind Unternehmen, die die Gründungsphase hinter sich gelassen haben und sich in einer starken Wachstumsphase befinden. Auch hier spielen die wenigen sehr großen Finanzierungsrunden eine maßgebliche Rolle. Besonders gefragt waren bei Investoren erneut Unternehmen aus der Gesundheitsbranche: Jeder vierte Deal fand bei Start-ups aus diesem Bereich statt.

Quelle: KfW, KfW Research

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In Großstädten: Mietangebote seit 2022 um bis zu 57 Prozent eingebrochen

Kaufpreise stagnieren, Mieten steigen deutlich – und das Angebot an Mietwohnungen bleibt in den meisten Großstädten weit unter dem Niveau von 2022, zeigt der Wohnindex des IW Köln.

IW Köln, Pressemitteilung vom 20.07.2026

Kaufpreise stagnieren, Mieten steigen deutlich – und das Angebot an Mietwohnungen bleibt in den meisten Großstädten weit unter dem Niveau von 2022, zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Steigende Mieten und stagnierende Kaufpreise prägen weiterhin den deutschen Immobilienmarkt. Die Kaufpreise von Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um jeweils nur 0,8 Prozent. Die Angebotsmieten stiegen dagegen bundesweit um vier Prozent weiter deutlich. Besonders stark zogen die Mieten in Köln an (+7,9 Prozent), gefolgt von Hamburg (+5,5 Prozent) und Leipzig (+5,4 Prozent). Damit stiegen die Mieten deutlich schneller als die Inflation (2,6 Prozent).

Mietwohnungen werden knapp

Auf dem Mietmarkt fehlen die Angebote. Bundesweit werden noch immer knapp zwölf Prozent weniger Mietwohnungen inseriert als Anfang 2022. In einzelnen Großstädten ist der Einbruch weit dramatischer: In Hamburg ist das Mietangebot mit minus 57 Prozent mehr als halbiert. In Frankfurt am Main gibt es 43 Prozent weniger Inserate, in Leipzig 40 Prozent. Einzige Ausnahme ist Berlin mit einem Plus von 43 Prozent gegenüber 2022 – dieser Anstieg fällt aber nur deshalb so hoch aus, weil der Mietendeckel das Angebot zuvor drastisch abgewürgt hatte. Allein im ersten Quartal nach seiner Einführung war das Angebot in der Hauptstadt um 39 Prozent zurückgegangen.

Anders auf dem Kaufmarkt: Bundesweit werden nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert als Anfang 2022. Das liegt nicht daran, dass mehr gebaut wird. Höhere Finanzierungskosten verkleinern den Kreis der Käufer und verlängern die Vermarktungszeiten – die Objekte schaffen es häufiger in die Portale und verbleiben dort auch länger.

Zu wenig Mobilität auf dem Mietmarkt

Wer mieten will, trifft auf knappes Angebot und steigende Preise – wer kaufen will, scheitert oft an der Finanzierung. Beides zusammen blockiert den Markt: Bei hohen Neuvertragsmieten bleiben Haushalte länger in ihren Wohnungen, immer weniger Immobilien werden frei. Hinzu kommt ein Fehlanreiz: Viele Menschen verbleiben in Wohnungen, die nicht zu ihrer Lebenssituation passen – zu groß, zu klein – weil sie ihre günstigen Mieten nicht aufgeben wollen.

„Auf dem Mietmarkt fehlt nicht nur Neubau, sondern auch Bewegung im Bestand“, sagt IW-Immobilienökonom Pekka Sagner. „Die Umzugsmobilität ist zu gering – bestehender Wohnraum wird nicht umfänglich genutzt. Noch strengere Mietregeln würden diesen Effekt verstärken und das Angebot für Wohnungssuchende weiter verknappen.“

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

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Importe aus China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 um 6,2 % gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrugen die deutschen Importe aus China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 72,4 Milliarden Euro. Damit stiegen die Importe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.07.2026

  • China von Januar bis Mai 2026 weiterhin Deutschlands wichtigster Handelspartner
  • Importüberschuss mit China stieg auf 42,8 Milliarden Euro (Januar bis Mai 2025: + 33,5 Milliarden Euro)
  • Kraftfahrzeugexporte nach China stark eingebrochen

Die Volksrepublik China war auch in den ersten fünf Monaten 2026 importseitig Deutschlands wichtigster Handelspartner. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, betrugen die deutschen Importe aus China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 72,4 Milliarden Euro. Damit stiegen die Importe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 %. Im Mai 2026 stiegen die Importe um 2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat auf 14,0 Milliarden Euro (Mai 2025: 13,7 Milliarden Euro).

Importüberschuss im Handel mit China bei 42,8 Milliarden Euro

Die deutschen Exporte nach China sanken in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 14,5 % auf 29,6 Milliarden Euro. Durch die sinkenden Exporte und die gestiegenen Importe nahm der Importüberschuss im Handel mit der Volksrepublik China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 auf 42,8 Milliarden Euro zu. Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 hatte der Importüberschuss 33,5 Milliarden Euro betragen und im Gesamtjahr 2025 lag er bei 89,9 Milliarden Euro.

Wichtigste Importgüter aus China waren Datenverarbeitungsgeräte

Wichtigste Importgüter aus China waren in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 20,2 Milliarden Euro (+4,4 % zum Vorjahreszeitraum), gefolgt von elektrischen Ausrüstungen im Wert von 14,3 Milliarden Euro (+5,6 %) und Maschinen für 6,4 Milliarden Euro (+3,8 %).

Viele Produkte des täglichen Lebens, aber auch Waren für die Energiewende kommen inzwischen zu einem Großteil aus China. Wertmäßig kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 zum Beispiel 81,8 % der nach Deutschland importierten tragbaren Computer, 66,3 % der Smartphones, sowie 64,1 % der Lithium-Ionen-Akkus aus China. Zudem kamen 23,5 % der nach Deutschland importieren Personenkraftwagen mit Elektromotor aus China.

Auch die für die unter anderem in der Photovoltaiktechnik verwendeten Fotoelemente als Module oder in Form von Tafeln kamen von Januar bis Mai 2026 zu 86,1 % aus China.

Kraftfahrzeugexporte nach China stark eingebrochen

Von Deutschland nach China exportiert wurden im Zeitraum Januar bis Mai 2026 hauptsächlich Maschinen (5,8 Milliarden Euro), Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (5,1 Milliarden Euro) und Kraftfahrzeuge bzw. Kraftfahrzeugteile (4,7 Milliarden Euro). Während die Exporte der Datenverarbeitungsgeräte um 0,9 % stiegen nahmen die Maschinenexporte um 17,5 % und die Exporte von Kraftfahrzeugen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum noch stärker um 26,1 % ab. Bis zum Jahr 2024 waren Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile Deutschlands wichtigstes Exportgut nach China. Im Jahr 2025 gingen die deutschen Kraftfahrzeugexporte um 33,0 % auf 13,6 Milliarden Euro gegenüber 2024 stark zurück. Im Jahr 2024 hatte der Exportwert von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen noch 20,3 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Erzeugerpreise im Juni 2026: +1,8 % gegenüber Juni 2025

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Juni 2026 um 1,8 % höher als im Juni 2025. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Erzeugerpreise im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat Mai 2026 um 0,3 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.07.2026

Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz), Juni 2026
+1,8 % zum Vorjahresmonat
-0,3 % zum Vormonat

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Juni 2026 um 1,8 % höher als im Juni 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Erzeugerpreise im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat Mai 2026 um 0,3 %.

Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern (+5,1 %) zurückzuführen. Die Preise für Energie (+0,4 %) stiegen nur leicht gegenüber dem Vorjahresmonat.

Auch Investitionsgüter (+2,1 %) und Gebrauchsgüter (+1,8 %) waren im Juni 2026 teurer als ein Jahr zuvor. Günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter (-2,2 %). Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Juni 2026 gegenüber Juni 2025 um 2,4 %, gegenüber Mai 2026 stiegen sie um 0,2 %.

Preissteigerungen bei Mineralölerzeugnissen verantwortlich für Anstieg der Energiepreise im Vorjahresvergleich

Energie war im Juni 2026 um 0,4 % teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2026 sanken die Energiepreise allerdings um 1,8 %. Durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse gegenüber Juni 2025 um 23,7 %, allerdings sanken die Preise gegenüber Mai 2026 um 7,4 %. Rohbenzin (Naphtha) kostete 38,1 % mehr als im Juni 2025, während die Preise für leichtes Heizöl um 23,6 % und für Kraftstoffe um 12,0 % stiegen.

Demgegenüber gab es bei Erdgas und elektrischem Strom, auch bedingt durch das immer noch hohe Preisniveau seit Beginn des Kriegs in der Ukraine, im Juni 2026 sogar Preissenkungen gegenüber dem Vorjahresmonat. Erdgas in der Verteilung kostete über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet 1,8 % weniger. Die Preise für Strom fielen gegenüber Juni 2025 um 4,2 %, Fernwärme war 0,5 % günstiger als im Vorjahresmonat.

Hoher Preisanstieg bei Vorleistungsgütern

Die Preise für Vorleistungsgüter waren im Juni 2026 um 5,1 % höher als im Vorjahresmonat (+0,7 % gegenüber Mai 2026).

Für den Preisanstieg gegenüber Juni 2025 sorgten vor allem die höheren Preise von Metallen (+11,8 %). Insbesondere die Preise für Edelmetalle (+44,0 %) stiegen deutlich. Für Kupfer und Halbzeug daraus musste 26,0 % mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Auch Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren im Juni 2026 teurer als im Vorjahresmonat (+3,4 %), darunter kostete Betonstahl 6,2 % mehr.

Die Preise für chemische Grundstoffe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,9 %. Düngemittel waren 17,0 % teurer als vor einem Jahr.

Holz sowie Holz- und Korkwaren (+6,5 %) waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat, darunter Nadelschnittholz mit +9,2 % und Laubschnittholz mit +2,6 %. Erhebliche Preisanstiege gab es bei Pellets, Briketts und Scheiten mit +28,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat, allerdings sanken die Preise gegenüber Mai 2026 um 2,6 %.

Die Preise für Glas und Glaswaren stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 %. Darunter war veredeltes und bearbeitetes Flachglas 4,7 % teurer, wohingegen die Preise für Hohlglas um 0,5 % gegenüber Juni 2025 sanken.

Preisrückgänge gegenüber Juni 2025 gab es ebenfalls bei Papier, Pappe und Waren daraus, diese kosteten 1,0 % weniger als im Vorjahresmonat. Futtermittel für Nutztiere (-2,9 %) und Getreidemehl (-4,4 %) kosteten ebenfalls deutlich weniger als im Juni 2025.

Preisanstiege auch bei Investitionsgütern und Gebrauchsgütern, Preisrückgänge bei Verbrauchsgütern

Die Preise für Investitionsgüter waren im Juni 2026 um 2,1 % höher als im Vorjahresmonat (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Maschinen kosteten 1,9 % mehr als im Juni 2025, die Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen um 1,4 %.

Gebrauchsgüter waren im Juni 2026 um 1,8 % teurer als im Vorjahresmonat (unverändert gegenüber Mai 2026).

Die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter kosteten dagegen 2,2 % weniger als im Vorjahresmonat und 0,2 % weniger als im Mai 2026. Unter den Verbrauchsgütern fielen die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 4,5 %. Deutlich billiger als im Juni 2025 waren Butter (-42,0 %) und Schweinefleisch (-21,8 %). Teurer als im Vorjahresmonat waren hingegen pflanzliche Öle (+8,5 %) sowie Back- und Teigwaren (+2,6 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Ein Stück vom Startup: Mitarbeiter werden zu Stakeholdern

Viele Startups können keine hohen Gehälter zahlen, stattdessen bieten sie ihren Beschäftigten ein Stück am Unternehmen: Wer den Aufbau mitträgt, soll später am Erfolg mitverdienen, etwa wenn das Startup verkauft wird. Insgesamt beteiligt lt. Bitkom derzeit gut jedes dritte Startup (36 Prozent) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weitere 41 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen.

Bitkom, Pressemitteilung vom 17.07.2026

  • Gut jedes dritte Tech-Startup beteiligt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Erfolg
  • Beliebtestes Modell: Anteile ohne Stimmrecht

Viele Startups können keine hohen Gehälter zahlen, stattdessen bieten sie ihren Beschäftigten ein Stück am Unternehmen: Wer den Aufbau mitträgt, soll später am Erfolg mitverdienen, etwa wenn das Startup verkauft wird. Insgesamt beteiligt derzeit gut jedes dritte Startup (36 Prozent) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weitere 41 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen. Doch wie viele im Team profitieren, fällt sehr unterschiedlich aus. Gut ein Viertel der Startups mit Mitarbeiterbeteiligung (27 Prozent) bezieht die gesamte Belegschaft ein, ein weiteres knappes Drittel (32 Prozent) zumindest ausgewählte Beschäftigte. Bei den übrigen bleibt die Beteiligung auf einen kleinen Kreis beschränkt, bei 19 Prozent auf die Gründerinnen und Gründer, in weiteren 11 Prozent auf Gründungsteam und Management. „Wer keine üppigen Festgehälter zahlen kann, setzt im Wettbewerb um die klügsten Köpfe oft auf Erfolgsbeteiligungen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Viele Startups haben hier noch Potenzial, indem sie größere Teile der Belegschaft beteiligen. Voraussetzung dafür sind gesetzliche Vorgaben, die wirklich einfach und steuerlich attraktiv sind.“

Beteiligen Startups Beschäftigte, so setzen sie dafür meist sogenannte virtuelle Anteile ein. Dabei handelt es sich um vertraglichen Zusagen, die Beschäftigte etwa bei einem Verkauf am Erlös beteiligen, ohne dass sie zu echten Gesellschaftern mit Stimmrechten werden. 84 Prozent der Startups, die Beschäftigte beteiligen, tun das mittels solcher virtuellen Anteile. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, als der Anteil bei 71 Prozent lag. Mit lediglich 8 Prozent werden reale Anteile inzwischen sehr viel seltener genutzt als noch im Vorjahr mit 20 Prozent. Ähnliches gilt für Anteilsoptionen, die aktuell von 11 Prozent genutzt werden, nach 23 Prozent in 2025. Einige Startups setzen auch mehrere dieser Möglichkeiten parallel ein.

Grundsätzlich ist die Offenheit für Mitarbeiterbeteiligung groß: Nur 17 Prozent der Startups schließen sie grundsätzlich aus.

Quelle: Bitkom

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Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2026: +1,7 % zum Vormonat

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Mai 2026 gegenüber April 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 stieg der Auftragsbestand kalenderbereinigt um 9,5 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 17.07.2026

Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe, Mai 2026
+1,7 % real zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
+9,5 % real zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Reichweite des Auftragsbestands, Mai 2026
8,9 Monate

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2026 gegenüber April 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 stieg der Auftragsbestand kalenderbereinigt um 9,5 %.

Die Entwicklung des Auftragsbestands im Mai 2026 ist wesentlich auf den Anstieg im Maschinenbau (saison- und kalenderbereinigt +3,3 % zum Vormonat) zurückzuführen. Auch der Anstieg in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+3,0 %) wirkte sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie sank der Auftragsbestand hingegen um 0,8 %.

Die offenen Aufträge aus dem Inland stiegen im Mai 2026 gegenüber April 2026 um 0,9 %, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg um 2,0 %.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg der Auftragsbestand zum Vormonat April 2026 um 1,6 % und bei den Herstellern von Vorleistungsgütern um 1,2 %. Im Bereich der Konsumgüter stieg der Auftragsbestand um 3,6 %.

Reichweite des Auftragsbestands auf 8,9 Monate gestiegen

Im Mai 2026 stieg die Reichweite des Auftragsbestands im Vergleich zum Vormonat April 2026 auf 8,9 Monate (April 2026: 8,8 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb die Reichweite konstant bei 4,6 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg die Reichweite auf 12,4 Monate (April 2026: 12,2 Monate) und bei den Herstellern von Konsumgütern auf 4,2 Monate (April 2026: 4,0 Monate).

Die Reichweite gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz und ohne neue Auftragseingänge mit dem Abarbeiten der vorhandenen Aufträge ausgelastet wären. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der vergangenen zwölf Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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