Eine leistungsbezogene Entlohnung macht Arbeitnehmer glücklicher. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern. Insbesondere bei überdurchschnittlich produktiven Mitarbeitern steigere eine Leistungsentlohnung die Arbeitszufriedenheit.
mittelstandsmanager, Pressemitteilung vom 04.11.2011
Wie oft haben wir gelesen, mehr Geld motiviere gar nicht mehr? Stimmt doch nicht – zu diesem Ergebnis kommt nun die Studie einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern. Eine leistungsbezogene Entlohnung macht Arbeitnehmer demnach sehr wohl glücklicher. Insbesondere bei überdurchschnittlich produktiven Mitarbeitern steigere eine Leistungsentlohnung die Arbeitszufriedenheit.
Mit den Ergebnissen ihrer Studie treten Prof. Dr. Uwe Jirjahn von der Universität Trier, Thomas Cornelissen (University College London) und John S. Heywood (University of Wisconsin-Milwaukee) einer in der Personalwirtschaftslehre häufig anzutreffenden Vorstellung entgegen, dass Leistungsentlohnung die intrinsische Motivation von Mitarbeitern untergräbt, also deren eigenen Antrieb.
„Der positive Effekt der Leistungsbezahlung ist darauf zurückzuführen, dass eine Leistungsentlohnung insbesondere für überdurchschnittlich produktive Arbeitskräfte attraktiv ist, sodass sich diese Arbeitskräfte verstärkt in Tätigkeiten mit einer Leistungsentlohnung sortieren“, erklärt Prof. Dr. Uwe Jirjahn. „Ihre überdurchschnittliche Produktivität verschafft ihnen auf der Basis der Leistungsentlohnung ein größeres Einkommen, das wiederum die Arbeitszufriedenheit erhöht.“
Für die Praxis der Personalwirtschaft ergibt sich aus diesen Ergebnissen eine Handlungsempfehlung, die Uwe Jirjahn als „Selbstselektionsmechanismus“ beschreibt. Arbeitgeber könnten Leistungsentlohnung als Instrument einsetzen, um besonders produktive Mitarbeiter zu rekrutieren und zu binden. Arbeitnehmer, die sich auf das Modell einer Leistungsentlohnung einlassen, seien in der Lage, durch höhere Produktivität und Engagement ihr Einkommen zu steigern. Weniger produktive Mitarbeiter werden sich selten um leistungsbezogen dotierte Stellen bemühen.
Quelle: mittelstandsmanager
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