Erzeugerpreise der Industrie im Euroraum und in der EU27 stabil

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union erläutert die Entwicklung der Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr.

 

Eurostat, Pressemitteilung vom 04.06.2012

 

Der Erzeugerpreisindex der Industrie blieb im April 2012 im Vergleich zum Vormonat sowohl im Euroraum (ER17) als auch in der EU27 stabil. Im März nahmen die Preise in beiden Gebieten um 0,5% zu.

 

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat erhöhten sich die Erzeugerpreise im April 2012 im Euroraum um 2,6% und in der EU27 um 2,8%.

 

Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

 

 

Monatliche Veränderungen

Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Erzeugerpreise in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor im April 2012 sowohl im Euroraum als auch in der EU27 um 0,2% zu. Vorleistungsgüter wiesen eine Zunahme in beiden Gebieten um 0,3% auf. Sowohl Investitionsgüter als auch Verbrauchsgüter stiegen im Euroraum um 0,1% und in der EU27 um 0,2% an. Gebrauchsgüter blieben im Euroraum stabil und erhöhten sich in der EU27 um 0,1%. Die Preise im Energiesektor fielen in beiden Gebieten um 0,1%.

 

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, gab es die stärksten Zunahmen des Gesamtindexes in Bulgarien, Dänemark und Irland (je +1,1 %) sowie Portugal (+0,6 %). Rückgänge verzeichneten Spanien (-0,8 %), Schweden (-0,5 %), das Vereinigte Königreich (-0,3 %), Griechenland (-0,2 %) sowie Frankreich und Finnland (je -0,1 %).

 

Jährliche Veränderungen

Im Vergleich zum April 2011 stiegen die Erzeugerpreise in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor im April 2012 im Euroraum um 1,3% und in der EU27 um 1,5%. Die Preise im Energiesektor nahmen um 6,8% bzw. 6,6% zu. Verbrauchsgüter verteuerten sich im Euroraum um 2,4% und in der EU27 um 2,8%. Gebrauchsgüter zogen in beiden Gebieten um 2,0% an. Investitionsgüter wiesen einen Anstieg im Euroraum um 1,1% und in der EU27 um 1,3% auf. Vorleistungsgüter erhöhten sich um 0,6% bzw. 0,8%.

 

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, gab es die höchsten Anstiege des Gesamtindexes in Zypern (+8,3%), Litauen (+7,1%) und Ungarn (+7,0%) und die niedrigsten in Malta und Slowenien (je +0,7%) sowie Österreich (+1,0%). Den einzigen Rückgang verzeichnete Schweden (-0,5%).

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Quelle: DATEV eG