Abwanderung Qualifizierter von Ost- nach Westdeutschland: Arbeitsmarktchancen sind wichtiger als Löhne

Regionale Lohnunterschiede spielen für die Abwanderung Qualifizierter von Ost- nach Westdeutschland eine geringere Rolle als Unterschiede bei den Beschäftigungschancen. Das zeigt eine veröffentlichte Studie des IAB und des ZEW.

 

IAB, Pressemitteilung vom 17.09.2012

 

Regionale Lohnunterschiede spielen für die Abwanderung Qualifizierter von Ost- nach Westdeutschland eine geringere Rolle als Unterschiede bei den Beschäftigungschancen. Das zeigt eine am 17.09.2012 veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

 
Laut der Studie sind die Zuwanderer in einer Region umso qualifizierter, je höher die Beschäftigungschancen dort sind. Dagegen spielen regionale Lohnunterschiede in Deutschland für die Wanderung von Qualifizierten eine eher untergeordnete Rolle. Die Abwanderung von Qualifizierten von Ost- nach Westdeutschland lasse sich also weniger durch Lohnunterschiede erklären als vielmehr durch unterschiedliche regionale Beschäftigungschancen, so die Arbeitsmarktforscher. „Daher sollten sich arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Maßnahmen im Osten Deutschlands in erster Linie darauf richten, die Beschäftigungschancen dort zu verbessern“, folgern die Autoren der Studie.

 

Die Studie finden Sie auf der Homepage des IAB.

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Quelle: DATEV eG