DStV fordert "Kostenbremse" bei der Energiewende

Nach Ansicht des DStV hemmen die stetig steigenden Energiekosten die ohnehin fragile Binnenkonjunktur. Deshalb fordert er für Verbraucher die Einführung einer „Kostenbremse“.

 

DStV, Pressemitteilung vom 22.10.2012

 

Enttäuscht von den bisherigen Fortschritten bei der Energiewende zeigt sich DStV-Präsident Hans-Christoph Seewald auf seiner Eröffnungsrede zum 35. Deutschen Steuerberatertag in Hamburg. „Die Zeit seit Fukushima wurden schlicht vertan“, so das Resümee Seewalds vor 1.200 Zuhörern.

 

Nach seiner Ansicht fehle es schon an einem schlüssigen Gesamtkonzept zur Bewältigung dieser Mammutaufgabe. An dieser Stelle müssten Bund, Länder sowie die Wirtschaft an einem Strang ziehen. In der Realität ist aber selbst die Frage offen, mit welchen Technologien die Wende gelingen soll. Ungeklärt ist auch, ob zur Förderung das Steuerrecht oder direkte Subventionen genutzt werden sollen.

 

Leidtragende dieser Planlosigkeit sind die privaten Verbraucher und kleinere Unternehmen, die einen Großteil der unkontrolliert steigenden Mehrkosten tragen müssen und zudem kaum noch Energieeinsparpotenzial haben. Demgegenüber können immer mehr „energieintensive Unternehmen“ weitgehende Befreiungen für sich in Anspruch nehmen. Deren Belastungen werden faktisch auf die Endverbraucher übergewälzt.

 

Die steten Kostensteigerungen für Energie provozieren aber nicht nur die Gerechtigkeitsfrage, sondern stellen auch ein handfestes Hemmnis für die ohnehin fragile Binnenkonjunktur dar. Der DStV fordert daher für Verbraucher die Einführung einer „Kostenbremse“! Damit sollen einerseits soziale Verwerfungen vermieden und andererseits die Akzeptanz alternativer Energien in der Bevölkerung nicht gefährdet werden.

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Quelle: DATEV eG