Das IDW lehnt die vorgeschlagene Einführung eines dritten Geschäftsmodells („Halten und Verkauf“) und die damit verbundene verpflichtende Bewertung von bestimmten finanziellen Vermögenswerten „at fair value through other comprehensive income (OCI)“ ab.
IDW, Mitteilung vom 27.03.2013
Das IASB veröffentlichte im November 2012 den Entwurf ED/2012/4 „Classification and Measurement: Limited Amendments to IFRS 9 – Proposed amendments to IFRS 9 (2010)“.
Das IDW lehnt die darin vorgeschlagene Einführung eines dritten Geschäftsmodells („Halten und Verkauf“) und die damit verbundene verpflichtende Bewertung von bestimmten finanziellen Vermögenswerten „at fair value through other comprehensive income (OCI)“ ab. Zum einen widerspricht der Vorschlag der ursprünglich vom IASB geplanten Komplexitätsreduktion im Vergleich zu IAS 39. Zum anderen ist eine eindeutige Abgrenzung des neuen Geschäftsmodells nicht möglich.
Allerdings würde der vollständige Verzicht auf eine Bewertungskategorie unter Verwendung des sonstigen Ergebnisses (other comprehensive income, OCI) insb. bei Versicherungsunternehmen zu einer Rechnungslegungsanomalie bzw. zu einer Ergebnisvolatilität führen, die im Widerspruch zum Geschäftsmodell dieser Unternehmen stünde. Daher schlägt das IDW alternativ die Einführung eines Bewertungswahlrechts (OCI-Option) ergänzend zu den beiden Bewertungskategorien „at amortised cost“ und „at fair value through profit or loss“ von IFRS 9 (2010) vor.
Das Schreiben an das IASB vom 26.03.2013 sowie den IASB ED/2012/4 „Classification and Measurement: Limited Amendments to IFRS 9 – Proposed amendments to IFRS 9 (2010)“ finden Sie auf der Homepage des IDW.
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Quelle: DATEV eG