46 Prozent der deutschen Industrieunternehmen planen für das laufende Jahr den Schritt ins Ausland – so viele wie nie zuvor. Besonders stark wächst dabei das Interesse an den USA. Das zeigt die neue Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie“ des DIHK.
DIHK veröffentlicht Umfrage zu Auslandsinvestitionen
DIHK, Pressemitteilung vom 02.04.2013
46 Prozent der deutschen Industrieunternehmen planen für das laufende Jahr den Schritt ins Ausland – so viele wie nie zuvor. Besonders stark wächst dabei das Interesse an den USA. Das zeigt die neue Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
Das Ausland werde als Investitionsstandort für die hiesige Industrie immer attraktiver, berichtete DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der Tageszeitung „Die Welt“ von den Ergebnissen der Erhebung. Doch: „Die finanziellen Volumina, mit denen die einzelnen Unternehmen ins Ausland gehen, entwickeln sich dabei etwas zurückhaltender.“
Die Verunsicherungen in Bezug auf die Schuldenkrise und deren Folgen für die Wirtschaft wirkten weiter nach, sagte Treier. Alles in allem kämen in diesem Jahr „zu den über sechs Millionen Menschen, die bereits heute bei deutschen Unternehmen im Ausland arbeiten, weitere 300.000 hinzu“.
In ihrer Breite ändere sich die globale Orientierung der Unternehmen kaum, erläuterte der DIHK-Außenwirtschaftschef. Wichtigstes Ziel sei auch in diesem Jahr China.
Nordamerika ziehe deutlich mehr deutsche Industrieunternehmen an als noch 2012.
Treier: „Der Standort – allen voran die USA – wird zum ‚Rising Star‘ unter den Adressaten deutscher Investoren.“ Zurückzuführen sei dies auf die gute konjunkturelle Entwicklung in den letzten anderthalb Jahren mit sinkenden Arbeitslosenzahlen und steigenden Unternehmensgewinnen. Gleichzeitig punkte der Standort Nordamerika wegen seiner geringeren Energiekosten besonders für energieintensive Investitionen.
Doch hielten die Unternehmen auch den etablierten Märkten in Europa die Treue, so Treier weiter. „Reformen und sinkenden Kosten vor Ort machen viele Standorte allmählich wieder attraktiver.“ Er mahnte: „Das große Reformtempo um Deutschland herum sollte aber auch Ansporn sein.“
Dass die Schere zwischen ausländischen und inländischen Investitionsplänen 2013 wieder größer wird, wertet er als „ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland“.
Hierzulande komme die „Verbesserung der Standortfaktoren in punkto Arbeitskosten, Steuern und Energiekosten nicht mehr voran“, kritisierte Treier.
Die komplette Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie, Frühjahr 2013“ finden Sie auf den Seiten des DIHK.
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Quelle: DATEV eG