Konsultation zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz eingeleitet

Die EU-Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, hat eine bis zum 26.07.2013 laufende Konsultation zur neuen EU-Strategie für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2013-2018 eingeleitet.

 

Die EU-Kommission, Generaldirektion Beschäftigung, hat eine bis zum 26.07.2013 laufende Konsultation zur neuen EU-Strategie für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2013-2018 eingeleitet. Sie basiert auf den Ergebnissen der Bewertung der EU-Strategie für den Zeitraum 2007-2012. Das Dokument liegt leider nur in englischer Sprache vor.

 
Die EU-Kommission möchte die Meinung der breiten Öffentlichkeit, v. a. aber der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen, zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in diesem Bereich einholen. Dabei sollen sie z. B. auf Fragestellungen wie der Notwendigkeit weiterer EU-Strategien zur Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz oder den Inhalt eines neuen strategischen Rahmens für den EU-Arbeitsschutz eingehen.

 
Ziel der Strategie 2007-2012 war es, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten kontinuierlich um 25 % bis 2012 zu verringern. Obwohl der EU-Kommission keine konkreten Zahlen vorliegen, kommt sie in ihrem Bericht zu dem Ergebnis, dass die Anzahl der Arbeitsunfälle erheblich zurückgegangen ist. Besondere Anstrengungen müssen aber noch bei den Berufskrankheiten unternommen werden, da hier die Anzahl nicht rückläufig ist. Die EU-Kommission empfiehlt daher, das Hauptaugenmerk bei der neuen Strategie auf Erkrankungen des Bewegungsapparats, der Stressbelastung und auf Todesfälle, die durch berufsbedingte Krebserkrankungen hervorgerufen werden, zu legen. Weiteren Handlungsbedarf sieht sie bei neuen Risiken wie z. B. Nanomaterial oder elektromagnetischen Feldern, die sich auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auswirken können. Im Hinblick auf den demographischen Wandel ist es notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten.

 

Besonders KMU und Kleinstunternehmen haben Probleme, Arbeitsschutz- bzw. Sicherheitsvorschriften umzusetzen. Diese Situation muss verbessert werden.

 
Die Sozialpartnerbeteiligung bei der Umsetzung von EU-Politikern im Bereich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz hat im Zeitraum 2007-2012 zugenommen, jedoch sollten sie laut EU-Kommission noch stärker bei Vorschlägen bzw. Umsetzung von Rechtsakten eingebunden werden. Weiterhin wird kritisiert, dass es bei der Koordinierung der Gesundheits-/Sicherheitsstrategien an der Abstimmung mit anderen Bereichen wie z. B. dem Umweltbereich mangelt.

 
Nach Auswertung der Konsultationsergebnisse wird die EU-Kommission eine neue Strategie für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz formell annehmen. Die EU-Mitgliedstaaten können sie dann freiwillig umsetzen.

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Quelle: DATEV eG