Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) entstehen immer mehr Arbeitsplätze. Die Anzahl der Beschäftigten in dieser Branche stieg in 26 EU-Mitgliedstaaten zwischen 2011 und 2012 um 2 %. Das teilte die EU-Kommission mit.
EU-Kommission, Pressemitteilung vom 11.11.2013
Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) entstehen immer mehr Arbeitsplätze. Die Anzahl der Beschäftigten in dieser Branche stieg in 26 EU-Mitgliedstaaten (Irland und Kroatien sind aus methodischen Gründen nicht erfasst) zwischen 2011 und 2012 um 2 %. In der jüngsten Ausgabe des Europäischen Monitors für offene Stellen wird die Bedeutung der Branche als Beschäftigungsquelle auch für junge Arbeitskräfte hervorgehoben. Gleichzeitig wird jedoch warnend darauf hingewiesen, dass die rückläufige Anzahl von Studierenden in IKT-Fächern in Zukunft zu Personalengpässen führen könnte.
Der Monitor bestätigt außerdem eine Stagnation der Gesamtzahl freier Stellen im ersten Quartal 2013 sowie einen Rückgang der Neueinstellungen um 2 % in den 27 EU-Mitgliedstaaten zwischen dem ersten Quartal 2012 und dem ersten Quartal 2013. Die Einstellungen gingen in den meisten Berufsgruppen, auch bei Führungskräften, zurück.
Gegen diesen Trend sind Software- und Anwendungsentwickler und -analysten weiterhin führend in der Rangliste der 25 Berufsbilder mit dem stärksten Beschäftigungswachstum, gleich nach Grundschullehrkräften und Vorschulerzieherinnen und -erziehern sowie Unternehmensdienstleistern und Führungskräften in der Verwaltung.
László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, kommentierte:
„Dieser Bericht bestätigt, dass wir mit unserem Engagement für die Unterstützung der digitalen Wirtschaft und die Verbesserung der Qualifikationen im IKT-Bereich genau richtig liegen. Wie auf der letzten Tagung des Europäischen Rates betont wurde, brauchen wir neue Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie in die Bildung und Ausbildung, damit wir in Zukunft die entsprechenden freien Stellen besetzen können.“
Dem Monitor ist zu entnehmen, dass in vielen Ländern die IKT-Berufe eine wichtige Beschäftigungsquelle für junge Menschen sind. In Lettland, Malta, Estland, Bulgarien, der Slowakei, Zypern, Rumänien, Polen und Österreich sind mehr als ein Drittel der Beschäftigten im IKT-Bereich zwischen 15 und 29 Jahre alt. Dieser Anteil junger Menschen liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt von 18 % für alle Arbeitskräfte mit tertiärem Bildungsabschluss.
Die Anzahl der Studierenden im Bereich der Informatik ist jedoch rückläufig, und ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden im Hochschulsektor ist nach Angaben von Eurostat zwischen 2004 und 2011 von 5 % auf 4 % zurückgegangen. Daher müssen Maßnahmen getroffen werden, um mehr junge Menschen dazu anzuregen, diese Studienfächer zu belegen. Dies gilt insbesondere für Frauen, da im Jahr 2012 weniger als 20 % der Arbeitskräfte im IKT-Bereich in der EU-27 Frauen waren.
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Kommission die Führungsrolle in der Großen Koalition für digitale Arbeitsplätze übernommen, einer EU-weiten Partnerschaft zahlreicher Interessenträger, die dem Mangel an europäischen Bürgerinnen und Bürgern mit professionellen IKT-Kenntnissen entgegenwirken und eine bessere Ausschöpfung des Potenzials dieser Branche für die Schaffung von Arbeitsplätzen erreichen wollen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Europäische Kommission.
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Quelle: DATEV eG