Außenhandelsüberschuss der EU28 mit den östlichen Partnerländern stieg im ersten Halbjahr 2013 auf 3,3 Mrd. Euro

Anlässlich des 3. Gipfeltreffens der Östlichen Partnerschaft veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, Daten über den Warenverkehr zwischen den 28 Mitgliedstaaten der EU und den 6 Östlichen Partnerländern.

 

Eurostat, Pressemitteilung vom 26.11.2013

 
Im letzten Jahrzehnt hat sich der internationale Warenverkehr der EU28 mit den 6 Östlichen Partnerländern (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldawien und der Ukraine) deutlich erhöht, trotz einem ausgeprägten Rückgang im Jahr 2009. Von 2000 bis 2012 wuchsen die EU28 Ausfuhren in die östlichen Partnerländer von 11,9 Milliarden Euro auf einen Höchstwert von 39,5 Mrd. Die Einfuhren erhöhten sich von 10,4 Mrd. auf einen Spitzenwert von 36,7 Mrd. im Jahr 2011 und fielen 2012 dann auf 35,3 Mrd. Zwischen 2002 und 2012 verzeichnete die EU28 einen anhaltenden Außenhandelsüberschuss mit den Östlichen Partnerländern, außer eines Defizits im Jahr 2011 in Höhe von 1,2 Mrd. Der Überschuss im Jahr 2012 betrug 4,1 Mrd.

 

In den sechs Monaten 2013 stiegen die EU28 Ausfuhren in die östlichen Partnerländer verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2012 weiter an, von 18,0 Mrd. Euro auf 19,4 Mrd., während sich die Einfuhren von 17,3 Mrd. auf 16,1 Mrd. verringerten. Daher wuchs der EU28 Außenhandelsüberschuss mit den Östlichen Partnerländern weiter, von 0,7 Mrd. in der ersten Jahreshälfte 2012 auf 3,3 Mrd. im selben Zeitraum 2013. Die Östlichen Partnerländer hatten einen Anteil von rund 2 % am gesamten EU28 Außenverkehr.

 

Anlässlich des 3. Gipfeltreffens der Östlichen Partnerschaft, das am 28. und 29. November 2013 in Vilnius in Litauen stattfinden wird, veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, Daten über den Warenverkehr zwischen den 28 Mitgliedstaaten der EU und den 6 Östlichen Partnerländern.

 

Deutschland, Italien und Polen: wichtigste Handelspartner der Östlichen Partnerländer
Von den EU28 Mitgliedstaaten war Deutschland (4,7 Mrd. Euro bzw. 24 % der EU Ausfuhren) in der ersten Jahreshälfte 2013 der größte Exporteur in die Östlichen Partnerländern, gefolgt von Polen (3,0 Mrd. bzw. 15 %) und Italien (1,6 Mrd. bzw. 8 %). Italien (4,4 Mrd. bzw. 27 % der EU Einfuhren) war der größte Importeur, gefolgt von Deutschland (2,1 Mrd. bzw. 13 %), Frankreich (1,2 Mrd. bzw. 7 %) und Polen (1,1 Mrd. bzw. 7 %). Die größten Überschüsse in der ersten Jahreshälfte 2013 verzeichneten Deutschland (+2,6 Mrd.) und Polen (+1,8 Mrd.) und das größte Defizit Italien (-2,8 Mrd.).

 

Die Ukraine machte die Hälfte des Warenverkehrs der Östlichen Partnerländer mit der EU aus
Von den Östlichen Partnerländern war die Ukraine (11,2 Mrd. Euro bzw. 58 % der Ausfuhren) das führende Bestimmungsland von EU28 Ausfuhren in der ersten Jahreshälfte 2013, gefolgt von Weißrussland (4,1 Mrd. bzw. 21 %). Das führende Herkunftsland der EU28 Einfuhren von den Östlichen Partnerländern war ebenfalls die Ukraine (7,1 Mrd. bzw. 44 % der Einfuhren), gefolgt von Aserbaidschan (6,3 Mrd. bzw. 39 %). Die größten EU28 Überschüsse im Warenverkehr mit den Östlichen Partnerländern in der ersten Jahreshälfte 2013 wurden mit der Ukraine (+4,1 Mrd.) und Weißrussland (+2,4 Mrd.) verzeichnet und das höchste Defizit mit Aserbaidschan (-4,5 Mrd.).

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

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Quelle: DATEV eG