Wie das IfM Bonn mitteilt, scheidet jedes zweite neu gegründete Unternehmen nach vier bis fünf Jahren aus dem Markt aus oder rutscht unter die Umsatzschwelle von 17.500 Euro pro Jahr. Nur in den FuE-intensiven und wissensintensiven Bereichen können sich die Existenzgründungen besser am Markt behaupten.
Existenzgründungen in den FuE- und wissensintensiven Bereichen sind am erfolgreichsten
IfM Bonn, Pressemitteilung vom 13.01.2014
Jedes zweite neu gegründete Unternehmen scheidet nach vier bis fünf Jahren aus dem Markt aus oder rutscht unter die Umsatzschwelle von 17.500 Euro pro Jahr. Nur in den FuE-intensiven und wissensintensiven Bereichen können sich die Existenzgründungen besser am Markt behaupten. In diesen Bereichen wachsen sie auch überdurchschnittlich.
Auf der Basis des Umsatzsteuerpanels haben die Wissenschaftler des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn die wirtschaftliche Entwicklung von neu gegründeten Unternehmen untersucht.
Von einem Euro Umsatz verbleiben durchschnittlich 34 Cent als Einkommen in den neu gegründeten Unternehmen – 66 Cent investieren die Existenzgründer für sog. „Vorleistungen“ wie Einrichtungsgegenstände, Dienstleistungen, Betriebsmittel und Produktionsanlagen. Folglich tragen neu etablierte Unternehmen nicht nur durch ihr eigenes Produkt- und Dienstleistungsangebot, sondern auch durch diese Einkäufe positiv zur volkswirtschaftlichen Entwicklung bei.
Besonders hoch sind die Startinvestitionen in den FuE-intensiven und wissensintensiven Bereichen: Hier liegt die durchschnittliche Nachfrage nach Vorleistungen zum Zeitpunkt des Markteintritts mehr als doppelt so hoch wie in den anderen Wirtschaftszweigen.
Allerdings entstehen insbesondere in den FuE-intensiven Wirtschaftszweigen auch Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven – während in neu gegründeten Distributionsunternehmen das Beschäftigungswachstum am geringsten ist.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IfM Bonn.
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Quelle: DATEV eG