Die derzeitige Welle von Rentenreformen in den EU-Mitgliedstaaten wird den Ländern helfen, nachhaltigere Rentensysteme aufzubauen und den demografischen Wandel, der vor ihnen liegt, zu bewältigen. Das hob die EU-Kommission anlässlich der Veröffentlichung des Weltbankberichts „The Inverting Pyramid“ (die Umkehrung der Pyramide) hervor.
EU-Kommission, Pressemitteilung vom 21.02.2014
Die derzeitige Welle von Rentenreformen in den EU-Mitgliedstaaten wird den Ländern helfen, nachhaltigere Rentensysteme aufzubauen und den demografischen Wandel, der vor ihnen liegt, zu bewältigen.
Das hob die Kommission anlässlich der Veröffentlichung des Weltbankberichts „The Inverting Pyramid“ (die Umkehrung der Pyramide) hervor. „Die demografischen Entwicklungen, die der Weltbankbericht aufzeigt, stellen uns vor schwierige Aufgaben: Die Menschen werden älter, die geburtenstarken Jahrgänge gehen nach und nach in Rente, und es rücken weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt nach. Das bedeutet, dass die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpfen wird, während die Zahl der älteren Menschen rasch zunimmt. Aber mit der richtigen Kombination aus Rentenreformen und Maßnahmen zur Anpassung der Arbeitsmärkte und der Arbeitsbedingungen, die den Menschen ermöglichen, länger zu arbeiten, können die Rentensysteme weiter einen guten Lebensstandard im Alter sichern, selbst auf dem Höhepunkt der Bevölkerungsalterung“, so der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, László Andor.
In Anlehnung an das Weißbuch über Renten und Pensionen (IP/12/140 und MEMO/12/108) vom Februar 2012 haben die Mitgliedstaaten in den letzten Jahren zahlreiche Reformen zur Heraufsetzung des Renteneintrittsalters und zur Steigerung der Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer auf den Weg gebracht. Diese Reformen werden ihnen helfen, künftig den Kostenanstieg zu dämpfen, ohne eine angemessene Altersversorgung zu gefährden.
Viele dieser Reformen sind Reaktion auf die länderspezifischen Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Semesters, des jährlichen Zyklus der EU zur Koordinierung der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik. Gruppendruck hat sich nämlich als wirksames Instrument erwiesen, wenn es gilt, die Mitgliedstaaten dazu zu bewegen, ihre Rentensysteme zu reformieren und dafür zu sorgen, dass die Menschen länger arbeiten können. Darüber hinaus ist die Politik darauf ausgerichtet, Ungleichheit zwischen Rentnern zu begrenzen und Altersarmut zu vermeiden.
Die Erhöhung der Erwerbstätigenquote hilft außerdem, die derzeit hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Aus diesem Grund hat die Kommission auch die Jugendgarantie vorgeschlagen, die die Mitgliedstaaten dringend umsetzen müssen (MEMO/14/13). Wenn der Abhängigkeitsquotient in Grenzen gehalten und die jungen Menschen in die Lage versetzt werden sollen, ausreichende Rentenansprüche zu erwerben, müssen wir dafür sorgen, dass die Jungen voll in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Am 26. März veranstaltet die Europäische Kommission in Brüssel eine große Konferenz zum Thema Renten. Olli Rehn, Vizepräsident der Kommission, zuständig für Wirtschaft, Währung und den Euro, Michel Barnier, Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, und Kommissar Andor werden zusammen mit den wichtigsten Interessenträgern eine Bilanz des seit dem Weißbuch über Pensionen und Renten Erreichten ziehen und erörtern, was noch getan werden muss, damit angemessene und nachhaltige Renten in unseren alternden Gesellschaften gewährleistet sind.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.
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Quelle: DATEV eG