Deutschland wieder auf dem Weg zum Weltmeister beim Kapitalexport

Fußball-Weltmeister Deutschland ist auf bestem Weg, 2014 auch wieder Weltmeister beim Kapitalexport zu werden. So das ifo Institut. Denn mit erwarteten 280 Mrd. US-Dollar liegt der deutsche Wert erneut vor China, das im laufenden Jahr einen Überschuss von etwa 230 Mrd. US-Dollar aufweisen dürfte. Bei Deutschland ist die Triebfeder der Warenhandel; allein dort wurde bis zum Juli ein Überschuss von 133 Mrd. Euro erzielt.

 

ifo Institut, Pressemitteilung vom 12.09.2014

 

 
Fußball-Weltmeister Deutschland ist auf bestem Weg, 2014 auch wieder Weltmeister beim Kapitalexport zu werden. Das berichtete das ifo Institut in München. Denn mit erwarteten 280 Milliarden US-Dollar liegt der deutsche Wert erneut vor China, das im laufenden Jahr einen Überschuss von etwa 230 Milliarden US-Dollar aufweisen dürfte. Auf Rang 3 folgt mit einigem Abstand der Ölexporteur Saudi-Arabien. Bei Deutschland ist die Triebfeder der Warenhandel; allein dort wurde bis zum Juli ein Überschuss von 133 Milliarden Euro erzielt.

 

Im Juli wies Deutschland mit 21,7 Milliarden Euro einen sehr hohen Monatswert in der Leistungsbilanz auf, sodass sich bis einschließlich Juli ein Überschuss von rund 117 Milliarden Euro angehäuft hat; dies sind rund 13 Milliarden Euro mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Damit dürfte der deutsche Kapitalexport im Gesamtjahr rund 200 Milliarden Euro erreichen, ein neuer Rekordwert, nach revidierten 192 Milliarden Euro im Vorjahr und 196 Milliarden im Jahr 2012.

 

Rund 7,2 Prozent des Wertes aller in Deutschland produzierten Güter und Dienstleistungen dürften als Kapitalexport 2014 in das Ausland fließen. Hierbei ist bereits berücksichtigt, dass das Bruttoinlandsprodukt aufgrund neuer Vorschriften um 3 Prozent höher liegt als nach altem Rechenstand. Dadurch reduziert sich der Anteil des Leistungsbilanzüberschusses an der Wirtschaftsleistung um rund 0,2 Prozentpunkte.

 

Im Umfang der Leistungsbilanzüberschüsse entstehen Forderungen gegenüber dem Ausland. Per saldo gewährt die deutsche Volkswirtschaft also einen Kredit an das Ausland.

 

Derzeit ist nicht mit einer schnellen Verringerung des Leistungsbilanzüberschusses zu rechnen, da die deutschen Exporteure ihre relative Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten. Auch von der Kapitalseite ist kein massiver Zustrom ausländischen Kapitals und damit höhere Warenimporte nach Deutschland zu erwarten, da Anlagen im übrigen Euroraum relativ zu inländischen Titeln attraktiv bleiben. Hierfür sorgt die Rettungspolitik der Europäischen Zentralbank, die mit ihren Garantien die Zinsen in den Krisenländern des Euroraums unter den Marktzins drückt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf dem Server des ifo Instituts.

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Quelle: DATEV eG