Herbstumfrage 2014: Konjunktur ausgebremst

Die Geschäftslage der Unternehmen trübt sich in diesem Herbst ein – nicht zuletzt wegen des außenwirtschaftlichen Gegenwindes. Der DIHK erwartet für 2015 nur noch 0,8 Prozent Wachstum. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage, die der DIHK vorgestellt hat.

 

DIHK erwartet für 2015 nur noch 0,8 Prozent Wachstum

 

 

DIHK, Pressemitteilung vom 27.10.2014

 

 
Die Geschäftslage der Unternehmen trübt sich in diesem Herbst ein – nicht zuletzt wegen des außenwirtschaftlichen Gegenwindes. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am 27.10.2014 in Berlin vorgestellt hat.

 

„Die Konjunktur in Deutschland wird von mehreren Seiten ausgebremst“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben bei der Präsentation der Erhebung, die auf rund 27.000 Unternehmensantworten beruht. „Vor allem internationale Krisen schlagen auf das Wachstum durch.“

 

Zwar stabilisierten Inlandskonsum und Bau die Konjunktur, diese beiden Faktoren könnten die Einbußen aber nicht länger ausgleichen. Darüber hinaus verunsichere die heimische Wirtschaftspolitik zunehmend vor allem den Mittelstand, stellte Wansleben fest. „Dieser Vertrauensverlust führt zu Zurückhaltung bei Investitionen und Beschäftigung.“

 

Im laufenden Jahr werde es für ein Wachstum von 1,3 Prozent reichen, prognostizierte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Für 2015 erwarte der DIHK dagegen „nur noch ein schwaches Plus von 0,8 Prozent“.

 

In diesem schwierigen Umfeld wachse die Beschäftigung um rund 150.000 Stellen, nach einem Plus von 320.000 in diesem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen werde 2015 bei durchschnittlich 2,90 Millionen liegen, so Wansleben. Damit bleibe sie gegenüber 2014 (2,91 Millionen) nahezu unverändert.

 

DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann verwies in Berlin darauf, dass die Konjunktur im kommenden Jahr von schwachem Investitionswachstum geprägt sein werde. „Nur wenn strukturelle Hindernisse beseitigt werden, kann sich die Investitionsbremse lösen“, betonte er.

 

Zudem, so Schumann weiter, seien die Geschäftserwartungen bei den traditionellen Vorboten für einen Rückgang der Geschäftsdynamik – etwa Vorleistungsgüterproduzenten oder Zeitarbeitsagenturen – überdurchschnittlich stark gesunken. „Der konjunkturelle Tiefpunkt ist noch nicht durchschritten“, so seine Schlussfolgerung.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des DIHK.

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Quelle: DATEV eG