Sinkende Arbeitszeiten drohen die Folgen der alternden Bevölkerung zu verstärken

Trotz der steigenden Zahl an Erwerbstätigen haben nach Angaben der KfW die geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland abgenommen. Hauptsächlich durch den wachsenden Anteil von Teilzeitbeschäftigen. Dieser Trend hätte zur Folge, dass er die ab 2020 zu erwartenden Schrumpfung des Arbeitskräfteangebotes verstärken wird.

 

KfW, Pressemitteilung vom 29.01.2015

 
Zurzeit gehen mehr als 42 Mio. Menschen in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nach – so viele wie noch nie. Gleichzeitig ist die pro Jahr insgesamt geleistete Zahl an Arbeitsstunden sogar etwas geringer als in den 1990er-Jahren. Treiber ist der starke Bedeutungszuwachs von Teilzeitarbeit.

 

Mit gut 27 % hat Deutschland inzwischen die zweithöchste Teilzeitquote in der EU, je Arbeitstag arbeitet eine durchschnittlich erwerbstätige Person noch 5,5 Stunden. Hielte dieser Trend an, würde der ohnehin hohe demografische Druck auf das Wachstumspotenzial massiv verstärkt. Wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen sind geboten, darunter die Zurückdrängung unfreiwilliger Teilzeitarbeit. Bereits heute stünde jeder sechste Teilzeitbeschäftigte für ein Vollzeitarbeitsverhältnis zur Verfügung.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KfW.

———————-

Quelle: DATEV eG