Die Entwicklungen in Griechenland, aber auch die Krisen und Kriege im Nahen und Mittleren Osten sowie die Flüchtlingsproblematik haben die Stimmung der Verbraucher in Europa im dritten Quartal beeinflusst. Das Konsumklima EU28 ist seit Juni um einen halben Punkt auf 10,3 Zähler gesunken. Das sind Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa in 15 europäischen Staaten.
Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa für das dritte Quartal 2015
GfK, Pressemitteilung vom 14.10.2015
Die Entwicklungen in Griechenland, aber auch die Krisen und Kriege im Nahen und Mittleren Osten sowie die Flüchtlingsproblematik haben die Stimmung der Verbraucher in Europa im dritten Quartal beeinflusst. Das Konsumklima EU28 ist seit Juni um einen halben Punkt auf 10,3 Zähler gesunken. Das sind Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa in 15 europäischen Staaten.
Im Sommer beschäftigten viele verschiedene Themen die Menschen und Medien in Europa. Zunächst waren das neue Hilfspaket und die Neuwahlen in Griechenland beherrschend. Mit den hunderttausenden Flüchtlingen – vor allem aus Syrien – fanden zunehmend auch die Ursachen der Flucht starke Berücksichtigung. Im Hoch- und Spätsommer gerieten somit zunehmend die Krisen und Kriege im Nahen und Mittleren Osten stärker ins Bewusstsein der europäischen Verbraucher. Wie können die Flüchtlinge innerhalb Europas gerecht verteilt werden? Wie können sie möglichst schnell in die Gesellschaft integriert werden? Diese Fragen beherrschten die Berichterstattung in den Medien. Doch auch die Logistik sowie die Versorgung der Flüchtlinge auf ihrem Weg durch Europa wurden zunehmend zum Thema. In Deutschland beispielsweise gehen inzwischen viele Experten, aber auch Verbraucher, davon aus, dass sich die Arbeitslosigkeit ab dem nächsten Frühjahr erhöhen wird, da dann die anerkannten Flüchtlinge auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen. Inwieweit die Integration der Flüchtlinge in den einzelnen Ländern wirtschaftliche Konsequenzen und somit Auswirkungen auf die Konsumstimmung haben wird, bleibt abzuwarten.
Insgesamt ist die Lage in den betrachteten Ländern sehr unterschiedlich. In einigen Ländern lösten eher psychologische Faktoren, wie die stärker ins Bewusstsein drängenden Krisen, eine gewisse konjunkturelle Skepsis aus. Entsprechend beurteilten viele Bürger die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung schlechter, als es die inländischen Rahmendaten erwarten ließen. In anderen Ländern standen dagegen nach wie vor Fakten wie Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit im Vordergrund, die somit für die bessere oder schlechtere Einschätzung der Einzelindikatoren verantwortlich waren. Das Konsumklima EU28 ist seit Juni um einen halben Punkt auf 10,3 Zähler im September gesunken. Im August rutschte der Indikator sogar auf 9 Punkte ab.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der GfK.
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Quelle: DATEV eG