Die EU-Kommission hat eine Konsultation zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für erwerbstätige Eltern und Arbeitnehmer mit pflegebedürftigen Angehörigen veröffentlicht.
Die EU-Kommission hat am 18.11.2015 eine bis zum 17.02.2016 andauernde Konsultation zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für erwerbstätige Eltern und Arbeitnehmer mit pflegebedürftigen Angehörigen veröffentlicht. Sie möchte u. a. Meinungen dazu einholen, ob weitere Maßnahmen auf EU-Ebene in diesem Bereich notwendig sind oder ob die bestehende EU-Gesetzgebung wie z. B. zum Mutterschutz, Elternurlaub oder flexiblen Arbeitszeiten verbessert werden müssen.
Nachdem die EU-Kommission im Juli 2015 den Vorschlag zur Überarbeitung der Mutterschutzrichtlinie zurückgezogen hatte, hat sie in ihrem Arbeitsprogramm für 2016 eine neue Initiative für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie von erwerbstätigen Eltern angekündigt. Ziel ist es, die Frauenerwerbsbeteiligung zu erhöhen und die Geschlechtergleichstellung zu fördern. Im Vorfeld hat sie im August 2015 einen Fahrplan veröffentlicht, in dem mögliche legislative und auch nichtlegislative Optionen aufgezeigt werden. Zu den möglichen legislativen Maßnahmen zählen u. a. die Verbesserung der Mutterschutzrichtlinie, Anreize für Väter zur Wahrnehmung der Elternzeit, ggf. eine Initiative zum Vaterschaftsurlaub oder die Einführung einer Pflegezeit für ältere und kranke Familienmitglieder.
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Quelle: DATEV eG