Im Laufe des vergangenen Jahres hat die deutsche Wirtschaft leicht an Schwung verloren, nun stabilisiert sich das Wachstum auf niedrigem Niveau: Dem neuesten Konjunkturbarometer des DIW Berlin zufolge dürfte das Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2016 genau wie im Schlussquartal 2015 um 0,3 % zulegen.
Industrieschwäche belastet deutsche Wirtschaft
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 25.02.2016
Die Schwäche im verarbeitenden Gewerbe hält an: Bereits seit Mitte des vergangenen Jahres ist die Industrieproduktion rückläufig. Die Stimmung der Unternehmen trübte sich zuletzt mehr und mehr ein. „Ihre aktuelle Lage schätzen die Industrieunternehmen zwar noch als vergleichsweise günstig ein, allerdings dürfte dies auch am vorübergehenden Effekt der niedrigen Energiekosten liegen“, sagt Simon Junker, Experte für die Konjunktur in Deutschland. Andere wichtige Indikatoren, etwa die Exporte und die Exporterwartungen, sprechen dafür, dass sich die Schwächephase der deutschen Industrie fortsetzt. Für den weiteren Verlauf deuten die im vierten Quartal 2015 gestiegenen Auftragseingänge aber darauf hin, dass es sich nur um eine Konjunkturdelle handeln dürfte.
Weiterhin stabil entwickelt sich hingegen die Binnenwirtschaft: Der kräftige Beschäftigungsaufbau hält an, die Zahl der Arbeitslosen geht merklich zurück. Die Energiepreise sind aufgrund des erneuten Ölpreisverfalls deutlich gesunken. Dies dürfte den privaten Verbrauch ankurbeln, was sich in kräftigen Umsatzzuwächsen bei den Konsumgüterherstellern und Einzelhändlern niederschlägt. Die Dienstleistungsbereiche dürften die Konjunktur weiter tragen.
-
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des DIW Berlin.
———————-
Quelle: DATEV eG