Schnell wachsende Unternehmen sind lt. IfM Bonn im Durchschnitt 19 Jahre alt und betreiben intensiv Forschung und Entwicklung. Auch finden sich unter ihnen deutlich mehr Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes als beispielsweise Dienstleister.
Schnell wachsende Unternehmen sind tendenziell jünger und forschungsaktiv
Mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten und fehlende Fachkräfte stellen Probleme dar
IfM Bonn, Pressemitteilung vom 14.06.2016
„Schnell wachsende Unternehmen zeichnen sich auch durch einen hohen Beschäftigungseffekt aus: Im Beobachtungszeitraum zwischen 2012 und 2015 stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in diesen Unternehmen von 155 auf 287 Beschäftigte“, berichtete die Präsidentin des IfM Bonn Friederike Welter, die zugleich einen Ökonomielehrstuhl an der Universität Siegen innehat. Infolgedessen klagt auch ein Großteil der schnell wachsenden Unternehmen über Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften. Allerdings unterscheiden sie sich hierbei nicht von den weniger bzw. nicht schnell wachsenden Unternehmen. Für einen Teil der schnell wachsenden Unternehmen stellt zudem der fehlende Zugang zu ausreichenden Finanzierungsmöglichkeiten eine Hürde dar.
Die jüngste Studie des IfM Bonn zeigt außerdem auf, dass eine nachhaltige Unternehmenspolitik mit schnellem Wachstum nur schwer vereinbar zu sein scheint. „Unternehmen, für die gemeinwohlorientierte Ziele wie ökologische Nachhaltigkeit und/oder gesellschaftliches Engagement von hohem Stellenwert sind, haben demnach eine geringere Wahrscheinlichkeit zur Gruppe der schnell Wachsenden zu gehören als solche, die rein erwerbswirtschaftliche Ziele verfolgen“, so Professorin Friederike Welter.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IfM Bonn.
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Quelle: DATEV eG