Die deutsche Wirtschaft dürfte ihren moderaten Aufwärtskurs fortsetzen. Hierauf weist das Konjunkturbarometer des DIW Berlin hin.
Deutsche Wirtschaft trotz Brexit-Votum noch auf stabilem Aufwärtskurs
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 27.07.2016
Die Stimmung in der deutschen Industrie bleibt zuversichtlich, selbst nach dem Brexit-Votum haben sich die Exporterwartungen nur geringfügig eingetrübt. Und auch wenn die schwachen Auftragseingänge nur auf moderate Zuwächse deuten: Im dritten Quartal dürfte die Industrieproduktion wieder steigen. Dabei profitiert das verarbeitende Gewerbe von der stabilen Entwicklung der Exporte, die trotz der schwachen Weltkonjunktur wohl merklich zulegen. „Nach und nach werden die Folgen der Brexit-Entscheidung aber auch bei den deutschen Ausfuhren sichtbar werden“, sagt DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. „Die Abwertung des britischen Pfunds dämpft die Nachfrage nach deutschen Produkten, und die voraussichtliche Investitionsschwäche im Vereinigten Königreich trifft die stark auf Investitionsgüter ausgerichtete deutsche Industrie.“
Die Rahmenbedingungen für den privaten Verbrauch in Deutschland bleiben nach DIW-Einschätzung jedoch günstig: Der Beschäftigungsaufbau hält an, und die Lohnzuwächse übersteigen – trotz wieder schwächerer Tarifabschlüsse – die Teuerung merklich. Zur Jahresmitte sind zudem die Renten kräftig angehoben worden; dies kurbelt den Konsum zusätzlich an.
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Quelle: DATEV eG