Die Wirtschaft hat in diesem Jahr mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern ihre Zusage eingelöst, die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze um 20.000 zu erhöhen. Eine gute Nachricht auch für die Unternehmen, meint der DIHK.
20.000 Ausbildungsplätze mehr gemeldet
DIHK, Mitteilung vom 03.11.2016
Berufliche Bildung stärken
Der Ausbildungspakt wurde Ende 2014 durch die Allianz für Aus- und Weiterbildung abgelöst. Die wichtigsten Ziele: die Stärkung der Beruflichen Bildung und das Zusammenbringen von Ausbildungsinteressierten und Ausbildungsbetrieben. Denn angesichts von Demografie und Studientrend haben es die Betriebe von Jahr zu Jahr schwerer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.
Stellen melden – Besetzungschancen verbessern
Es ist die Entscheidung der Unternehmen, ob sie Ausbildungsangebote in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit anbieten. Viele nutzen seit Jahren auch andere Kanäle, zum Beispiel die bundesweite Lehrstellenbörse der IHKs. Die Nutzung des Vermittlungsangebots der Bundesagentur erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, offene Stellen tatsächlich zu besetzen. Wenn es einen Ausbildungsplatz in einem passenden Beruf gibt, kann dieser so leichter von interessierten Jugendlichen gefunden werden. Die Wirtschaft hat darum in der Allianz zugesagt, die Meldung von zusätzlich 20.000 Ausbildungsplätzen bei der BA anzustreben und dieses Niveau in den Folgejahren zu sichern. Referenz ist die zum 30. September 2014 gemeldete Zahl von knapp 490.000 gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen.
Versprochen – gehalten!
Die IHKs warben seit Abschluss der Allianz bei den Ausbildungsbetrieben intensiv für die Meldung von Ausbildungsstellen, sei es durch persönliche oder telefonische Ansprache, Anschreiben, den Versand von Flyern, Newslettern, Pressemitteilungen, Beiträge in Zeitschriften, Appelle in den Sitzungen der Vollversammlungen oder Briefe von IHK-Präsidenten. Im ersten Jahr der Allianz konnte die angestrebte Zielmarke wegen des späten Abschlusses der Allianzvereinbarung noch nicht erreicht werden. Inzwischen aber trägt das vielfältige Engagement Früchte: Im August 2016 wurde das Ziel mit rund 511.000 gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen erreicht – Versprechen gehalten!
Nicht nachlassen
Auch in diesem Jahr liegt die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten unbesetzten Lehrstellen weit über der Zahl derjenigen, die zum 30. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Wie in der Allianz vereinbart, erhält nun jeder noch unversorgte und vermittlungsbereite Jugendliche drei Angebote für eine betriebliche Ausbildung. Wirtschaft und IHK-Organisation werden sich weiter dafür einsetzen, ein hohes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen sicherzustellen, Betriebe und Jugendliche zielgerichtet zusammen zu bringen, die Qualität der dualen Ausbildung zu stärken und die Attraktivität der Beruflichen Bildung auch mit Blick auf Leistungsstarke zu erhöhen.
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Quelle: DATEV eG