A bis G statt A+++: Kommission begrüßt Einigung auf verständlicheres Energielabel

EU-Kommissionsvizepräsident Maroš Šefčovič und EU-Kommissar Miguel Arias Cañete haben die Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU-Staaten auf ein überarbeitetes Energieeffizienzlabel begrüßt.

 

A bis G statt A+++: Kommission begrüßt Einigung auf verständlicheres Energielabel

 

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 22.03.2017

 

EU-Kommissionsvizepräsident Maroš Šefčovič und EU-Kommissar Miguel Arias Cañete haben die Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU-Staaten vom 21.03.2017 auf ein überarbeitetes Energieeffizienzlabel begrüßt. Wie von der Europäischen Kommission im Sommer 2015 vorgeschlagen, wird die derzeitige Skala von A+++ bis G durch eine klare und nutzerfreundlichere Skala von A bis G ersetzt. „Die neuen Labels stärken die Stellung der Verbraucherinnen und Verbraucher, da sie die Energieeffizienz beim Kauf von Elektrogeräten nun besser vergleichen könne“, sagte Maroš Šefčovič.

 

Flankiert wird die Maßnahme durch die Einführung einer öffentlichen Datenbank, die die Bürgerinnen und Bürger beim Vergleich der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten nutzen können.

 

Laut Umfragen achten rund 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Europa beim Kauf eines Produkts auf das Energieeffizienzlabel. Irreführend ist derzeit jedoch die Einordnung der effizientesten Produkte in die Klassen A+ bis A+++, da zwischen diesen Produkten erhebliche Unterschiede bei der Energieeffizienz bestehen können. Da die Informationen über den Energieverbrauch von Produkten und Geräten nun besser zugänglich sind, lassen sich die effizientesten Geräte zudem leichter ermitteln.

 

Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, erklärte dazu: „Der technische Fortschritt ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern in Europa, die modernsten Produkte auf dem Markt zu nutzen; es war daher höchste Zeit, auch unsere Kennzeichnungsskala an diese Fortschritte anzupassen.“

 

Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimapolitik und Energie, ergänzte: „Gemeinsam mit den Ökodesign-Vorschriften ermöglicht das überarbeitete Energieeffizienzlabel den Haushalten jedes Jahr Einsparungen von knapp 500 Euro und den Herstellern und Einzelhändlern Einnahmensteigerungen von mehr als 65 Mrd. Euro pro Jahr. Insgesamt können wir so Energie einsparen, die dem jährlichen Energieverbrauch Italiens und aller baltischen Staaten zusammengenommen entspricht.“

 

Die wichtigsten Änderungen:

 

  • Rückkehr zur klareren Skala von A bis G durch den Wegfall der unübersichtlichen Kennzeichnung mit A+ bis A+++ innerhalb einer vorgegebenen Frist;
  • Einführung eines Produktregisters zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Marktüberwachung;
  • Einführung einer öffentlichen Datenbank mit allen Energieeffizienzkennzeichen als wirksameres Instrument für die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Vergleich der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten;
  • zukunftsorientierte Bestimmungen zu Software-Updates und intelligenten Geräten und ausdrückliches Verbot der Nutzung von Abschalteinrichtungen.

 

Der Text muss nun noch formal vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt werden.

 

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Quelle: DATEV eG