Im Jahr 2016 lagen die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der gesamten Wirtschaft (ohne Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung) in der EU schätzungsweise bei 25,4 Euro und im Euroraum bei 29,8 Euro. Das geht aus Veröffentlichungen von Eurostat hervor.
Arbeitskosten pro Stunde lagen 2016 in den EU-Mitgliedstaaten zwischen 4,4 und 42,0 Euro
Niedrigste Arbeitskosten in Bulgarien und Rumänien, höchste in Dänemark und Belgien
Eurostat, Pressemitteilung vom 06.04.2017
In der Industrie lagen die Arbeitskosten pro Stunde bei 26,6 Euro in der EU und 32,6 Euro im Euroraum, im Dienstleistungssektor bei 25,8 Euro bzw. 28,7 Euro und im Baugewerbe bei 23,3 Euro bzw. 26,1 Euro. In der hauptsächlich nichtgewerblichen Wirtschaft (ohne öffentliche Verwaltung) lagen die Arbeitskosten pro Stunde im Jahr 2016 in der EU bei 26,6 Euro und im Euroraum bei 29,7 Euro.
Arbeitskosten setzen sich aus Löhnen und Gehältern sowie Lohnnebenkosten, wie bspw. den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber, zusammen. Der Anteil der Lohnnebenkosten in der gesamten Wirtschaft betrug in der EU 23,9 % und im Euroraum 26,0 % und reichte dabei von 6,6 % in Malta bis 33,2 % in Frankreich.
Diese Schätzungen für das Jahr 2016 sind einem Artikel entnommen, der von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, herausgegeben wurde. Die Daten beziehen sich auf Unternehmen mit 10 oder mehr Beschäftigten und basieren auf den Daten der Arbeitskostenerhebung 2012, die unter Verwendung des Arbeitskostenindex extrapoliert wurden.
Rückgang der Arbeitskosten pro Stunde in Italien
Zwischen 2015 und 2016 stiegen die Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft, ausgedrückt in Euro, in der EU um 1,6 % und im Euroraum um 1,4 %. Beim zeitlichen Vergleich von Schätzungen der Arbeitskosten sollten in Landeswährung ausgedrückte Niveaus herangezogen werden, um den Einfluss von Wechselkursschwankungen auszuschließen. Im Euroraum wurden die höchsten Anstiege in den baltischen Mitgliedstaaten verzeichnet: Litauen (+7,5 %), Lettland (+6,4 %) und Estland (+5,6 %). Der einzige Rückgang wurde in Italien (-0,8 %) registriert, während die Arbeitskosten pro Stunde in Malta (+0,0 %), den Niederlanden (+0,1 %) und Belgien (+0,2 %) nahezu unverändert blieben. Für die Mitgliedstaaten, die im Jahr 2016 nicht zum Euroraum gehörten, wurden die höchsten Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde in Landeswährung für die gesamte Wirtschaft in Rumänien (+12,7 %) und Bulgarien (+7,8 %) registriert und die niedrigsten im Vereinigten Königreich (+1,5 %) und in Dänemark (+1,9 %).
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.
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Quelle: DATEV eG