Insolvenzgläubigerquote 2016: 2,6 Prozent
Bis 2016 beendete Insolvenzverfahren: Gläubiger erhielten durchschnittlich 2,6 % ihrer Forderungen zurück
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.03.2018
Bei Insolvenzverfahren von Unternehmen lag die Deckungsquote bei 4,1 %. Bei Verbraucherinsolvenzverfahren war sie mit 1,5 % deutlich geringer. Insgesamt hatten die Gläubiger bei Unternehmensinsolvenzen Verluste in Höhe von knapp 5,4 Mrd. Euro. Bei Verbraucherinsolvenzen summierten sich die Verluste auf rund 3,4 Mrd. Euro und bei den übrigen Insolvenzverfahren auf rund 3,3 Mrd. Euro.
Von den 137.655 im Jahr 2012 eröffneten Insolvenzverfahren in Deutschland wurden 87,8 % bis zum Jahresende 2016 beendet. Dabei konnten von den 21.312 eröffneten Insolvenzverfahren von Unternehmen lediglich 57,7 % abgeschlossen werden. Die Verfahrensdauer bei Verbraucherinsolvenzen war deutlich kürzer: 95,0 % der 95.560 eröffneten Verfahren wurden bis Ende 2016 beendet.
Bei 521 Unternehmensinsolvenzverfahren, die im Jahr 2012 eröffnet wurden, erfolgte eine Sanierung. Dabei wurden 11.560 Arbeitsplätze gesichert. Besonders häufig gab es einen Sanierungserfolg bei Insolvenzverfahren mit hohen Forderungssummen. So konnten beispielsweise bei Verfahren mit Forderungen ab 5 Mio. Euro 35,5 % der Unternehmen saniert werden. Sehr geringen Sanierungserfolg hatten dagegen Verfahren mit niedrigen Forderungen: Nur bei 1,3 % der Unternehmen mit Forderungen unter 50.000 Euro erfolgte eine Sanierung.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamts.
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