Ein-Euro-Jobs: Integrationschancen werden vom Einsatzfeld beeinflusst
IAB, Pressemitteilung vom 04.04.2018
Die negativen Beschäftigungswirkungen von Ein-Euro-Jobs für Männer in Ostdeutschland in den Bereichen Umweltschutz und Landschaftspflege sowie Infrastrukturverbesserung führen dazu, dass der Effekt auch im Gesamtdurchschnitt für die männlichen Teilnehmer an Ein-Euro-Jobs in Ostdeutschland negativ ausfällt. Bei den Teilnehmerinnen in West- und Ostdeutschland und den männlichen Teilnehmern in Westdeutschland zeigen sich dagegen 72 Monate nach Maßnahmebeginn deutlich positive Effekte, wenn man die Beschäftigungsentwicklung mit einer Kontrollgruppe von Nichtteilnehmern vergleicht. Die Beschäftigungswahrscheinlichkeit steigt bei Frauen in Westdeutschland durch die Teilnahme an einem Ein-Euro-Job um 12,7 Prozent, bei Frauen in Ostdeutschland um 4,6 Prozent und bei Männern in Westdeutschland um 3,3 Prozent.
Ein-Euro-Jobs sollen die Beschäftigungsfähigkeit und die gesellschaftliche Teilhabe von Arbeitslosengeld-II-Beziehern mit besonders geringen Eingliederungschancen erhöhen. Die Teilnehmer üben dabei befristet für mehrere Monate Tätigkeiten aus, die im öffentlichen Interesse liegen. Die Tätigkeiten sollen „zusätzlich“ sein, also keine regulären Arbeitsplätze verdrängen. Für die geleistete Arbeit erhalten die Teilnehmer ein bis zwei Euro pro Arbeitsstunde zusätzlich zum Arbeitslosengeld II.
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IAB-Studie „Das Einsatzfeld hat Einfluss auf die Integrationschancen“
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