Wachstum trotz Handelsstreits robust, Rezessionsrisiko nahezu unverändert
Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 13.07.2018
Den geringfügigen Anstieg beim Rezessionsrisiko erklärt das IMK in erster Linie mit der fortdauernden Eintrübung des ifo-Geschäftsklimaindex, hinzu kommen leicht nachgebende Aktienkurse. Positiv wirken dagegen die zuletzt deutlichen Zuwächse bei Industrieproduktion und Auftragseingängen sowie das weiterhin sehr günstige Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen.
„Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheitsfaktoren erweist sich die deutsche Konjunktur nach wie vor als robust“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. „Offensichtlich haben die immer wieder aufflackernden protektionistischen Tendenzen bislang nur begrenzten Einfluss auf die Realwirtschaft.“ Das Düsseldorfer Institut geht von einem anhaltenden moderaten Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird. Für 2018 und 2019 rechnen die Forscher in ihrer aktuellen Prognose jeweils mit 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum. Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne sind wichtige Faktoren dafür, so das IMK.
In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).
Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.
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