Deutsche Wirtschaft legt trotz Auftragsflaute weiter zu
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 29.05.2019
Allerdings schwelen nach wie vor der Handelsstreit zwischen den USA und China, der bereits die chinesische Wirtschaft in Mitleidenschaft zieht, und der vorerst verschobene Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union. Eine weitere Verschärfung könnte zu spürbareren Verwerfungen führen, ist hier aber nicht unterstellt. Aber auch ohne eine weitere Eskalation dürften diese Entwicklungen weltweit die Investitionen belasten.
Nicht zuletzt deshalb verzeichnet die deutsche Industrie bereits seit Monaten rückläufige Neuaufträge. „Wären die Auftragsbücher seit dem vorangegangenen Boom nicht so prall gefüllt, würde sich die Flaute bei den Bestellungen deutlicher in der Produktion niederschlagen“, so DIW-Ökonom Simon Junker, Experte für die deutsche Wirtschaft. Auch wegen der stabilen Auslandsnachfrage halten die Unternehmen ihre Produktion jedoch weitgehend stabil. In den kommenden Monaten dürfte die Industrieproduktion sogar noch etwas zunehmen. Dazu trägt auch bei, dass die Nachfrage nach Pkw zuletzt aus den vollen Lagern bedient wurde, die sich im Zuge eines Auslieferungsstopps im vergangenen Herbst und Winter gefüllt hatten. Nun fahren die Autobauer ihre Produktion nach und nach wieder hoch.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des DIW Berlin.
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