G 20-Minister verständigen sich auf Erklärung zu Handel und Digitalwirtschaft
BMWi, Pressemitteilung vom 10.06.2019
Die Handels- und Digitalminister haben in ihrer Abschlusserklärung ihre Sorge über die aktuellen Handelsspannungen und die damit verbundenen Risiken für das globale Wachstum geäußert und sich auf verstärkte gemeinsame Anstrengungen zum Abbau von Risiken für den internationalen Handel geeinigt. Zudem haben die Handelsminister sich zum Kampf gegen Marktverzerrungen bekannt. Die große Mehrheit hat sich für eine Verlängerung des Mandats der Arbeiten des Global Forum on Steel Excess Capacities über 2019 hinaus ausgesprochen. Sie haben auch vereinbart, die Arbeiten zur WTO-Reform fortzusetzen, um das multilaterale Regelwerk für den Handel zu aktualisieren. In diesem Zusammenhang wurde auch die Bedeutung des WTO-Arbeitsprogramms zu E-commerce auf WTO-Ebene herausgestellt, um Handelshemmnisse im digitalen Bereich abzubauen.
Darüber hinaus unterstrichen die Digitalminister in ihrer Erklärung die Bedeutung grenzüberschreitender Datenflüsse und bekannten sich zu neuen Technologien, wie z.B. zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Sie wollen aber, dass die Digitalisierung in sozial verantwortbarer Weise fortschreitet. Hierzu sind z. B. die Gewährleistung eines hohen Datenschutzniveaus und Prinzipien der Künstlichen Intelligenz erforderlich, auf die sich die Minister einvernehmlich verständigt haben.
Peter Altmaier: „Wir haben mit den Handelsministern hart gerungen um eine gemeinsame Position angesichts der Spannungen und der Konflikte, die es im Welthandel gibt. Diese Konflikte haben die Debatten begleitet und überlagert. Es ist gleichwohl gelungen, einen Bruch zu vermeiden und sich auf eine gemeinsame Abschlusserklärung zu verständigen. In dieser Abschlusserklärung ist es gelungen, dass wir noch einmal den freien, fairen, diskriminierungsfreien, transparenten, vorhersehbaren und stabilen Welthandel unterstrichen haben. Außerdem, dass wir unsere Märkte offen halten wollen. Das ist noch keine Lösung für die ungeklärten Handelsfragen zwischen China und den USA, zwischen Europa und den USA, aber es ist angesichts wachsenden Protektionismus ein wichtiges Statement, das wir gemeinsam erreicht haben.“
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