Importpreise im September 2019: -2,5 % gegenüber September 2018
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.10.2019
Der Rückgang der Importpreise gegenüber September 2018 war vor allem durch die Entwicklung der Importpreise für Energie bedingt. Sie lagen im Durchschnitt 19,1 % unter dem Stand des Vorjahresmonats, stiegen aber um 5,0 % gegenüber dem Vormonat. Erdgas hatte mit -32,9 % gegenüber September 2018 den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie. Der Importpreisindex ohne Energie war im September 2019 gegenüber September 2018 unverändert (+0,2 % gegenüber August 2019). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 1,6 % unter dem Stand des Vorjahres (+0,4 % gegenüber August 2019).
Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Durchschnitt 1,1 % unter dem Stand von September 2018 (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (-17,2 %), elektronische Bauelemente (-10,2 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-7,7 %). Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+39,0 %) sowie für Eisenerze (+33,3 %) deutlich über dem Niveau von September 2018.
Die Preise für importierte Investitionsgüter waren im September 2019 um 0,1 % höher als im September 2018. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie ebenfalls leicht um 0,1 %. Während Smartphones (-11,2 %) und Tablets (-7,1 %) im Vorjahresvergleich billiger waren, wurden unter anderem Maschinen (+1,7 %) zu höheren Preisen importiert als im September 2018.
Die Importpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) erhöhten sich im September 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 % (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 1,3 %.
Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 2,3 % teurer als im Vorjahr (+1,5 % gegenüber dem Vormonat). Während sich lebende Schweine (+42,0 %) gegenüber September 2018 deutlich verteuerten, wurden Paprika (-13,4 %), Äpfel (-10,7 %), Zitrusfrüchte (-10,6 %) und Getreide (-9,1 %) zu niedrigeren Preisen importiert.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamts.
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