KfW-ifo-Kredithürde: Kreditzugang für Mittelstand etwas verbessert

Mehr als der Durchschnitt sowohl der kleinen und mittleren als auch der großen Unternehmen empfindet das Verhalten der Banken in Kreditverhandlungen weiterhin als restriktiv. Mittelständler kamen dabei jedoch zuletzt etwas leichter an Bankenfinanzierungen als zuvor. Das zeigt die aktuelle KfW-ifo-Kredithürde für das erste Quartal 2024.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 14.05.2024

  • Seitwärtsbewegung bei Großunternehmen
  • Mehr als der Durchschnitt beider Größenklassen bewertet Bankenverhalten nach wie vor restriktiv
  • Anteil der Unternehmen in Kreditverhandlungen steigt in beiden Größenklassen

Mehr als der Durchschnitt sowohl der kleinen und mittleren als auch der großen Unternehmen empfindet das Verhalten der Banken in Kreditverhandlungen weiterhin als restriktiv. Mittelständler kamen dabei jedoch zuletzt etwas leichter an Bankenfinanzierungen als zuvor. Das zeigt die aktuelle KfW-ifo-Kredithürde für das erste Quartal 2024. Der Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen, die von schwierigen Kreditverhandlungen berichten, sank um 2,5 Prozentpunkte auf 26,3 %. Bei den Großunternehmen zeigt sich eine Seitwärtsbewegung: 20,7 % von ihnen bewerten den Kreditzugang im Auftaktquartal als restriktiv und damit ähnlich viele wie im Vorquartal (+ 0,3 Prozentpunkte).

Über die Wirtschaftsbereiche hinweg fällt die Bewertung der Kredithürde heterogen aus. Die Mittelständler im Verarbeitenden Gewerbe (20,3 % / – 6,0 Prozentpunkte) und dem Großhandel (28,9 % / – 4,9 Prozentpunkte) meldeten eine deutliche Lockerung der Kredithindernisse gegenüber dem Vorquartal, was sich mit dem zwar noch immer schwachen, aber verbesserten Geschäftsklima in den beiden Bereichen deckt. Die Unternehmen im Einzelhandel registrierten hingegen einen Anstieg der Kredithürde auf 34,1 % (+ 6,1 Prozentpunkte). Der Einzelhandel leidet besonders unter der Konsumzurückhaltung der Haushalte. Banken dürften daher bei der Kreditvergabe vorsichtiger agiert haben.

Zu Jahresbeginn fragten die Unternehmen beider Größenklassen wieder mehr Kredite nach. Bei den Großunternehmen stieg der Anteil Kreditinteressierter um 2,1 Prozentpunkte auf 32,5 % und lag damit nach drei Jahren mit unterdurchschnittlichem Interesse wieder im Bereich des Durchschnitts seit dem Jahr 2017. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen fiel der Nachfragezuwachs mit 1,5 Prozentpunkten auf 20,5 % etwas schwächer aus.

„Für Unternehmen gestalten sich Kreditverhandlungen noch immer schwierig, aber wir sehen Anzeichen für eine Entspannung. Die Kreditzugangsbedingungen für den Mittelstand haben sich etwas verbessert und der steile Anstieg der Kreditzinsen für Unternehmen hat ein Ende gefunden“, sagte Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Seit Herbst 2023 gibt es erste leichte Zinssenkungen.

„Zusammen mit der Aufhellung der konjunkturellen Lage dürfte dies das Kreditinteresse der Unternehmen im weiteren Jahresverlauf stärken. Vor allem mittelständischen Unternehmen halten sich bisher bei der Aufnahme von Bankdarlehen zurück – nur jedes fünfte Unternehmen hat im ersten Quartal Kreditverhandlungen geführt.“

Quelle: KfW

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Gestiegene Zuversicht dank positiver Signale aus der Wirtschaft

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen in der Umfrage vom Mai 2024 erneut an. Sie liegen mit plus 47,1 Punkten um 4,2 Punkte über dem Wert vom April. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verbessert sich ebenfalls.

ZEW, Pressemitteilung vom 14.05.2024

Der ZEW-Indikator liegt bei plus 47,1 Punkten

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen in der Umfrage vom Mai 2024 erneut an. Sie liegen mit plus 47,1 Punkten um 4,2 Punkte über dem Wert vom April. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verbessert sich ebenfalls. Der Lageindikator steigt um 6,9 Punkte und liegt nun bei minus 72,3 Punkten.

„Die Zuversicht steigt. Nachdem das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2024 höher ausfiel als gemeinhin erwartet, steigen sowohl die Lageeinschätzung als auch die Konjunkturerwartungen. Es mehren sich somit die Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Dazu dürfte auch die verbesserte konjunkturelle Lageeinschätzung für den Euroraum im Ganzen sowie für den wichtigen Exportmarkt China beitragen. Der gestiegene Optimismus drückt sich insbesondere in stark gestiegenen Erwartungen für den inländischen Konsum gefolgt vom Bau- und Maschinensektor aus“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD, die aktuellen Ergebnisse.

Die Erwartungen der Finanzmarktexpertinnen und -experten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen in der Mai-Umfrage ebenfalls leicht an. Sie liegen mit aktuell plus 47,0 Punkten um 3,1 Punkte über dem Wert aus April. Auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage in der Eurozone verbessert sich deutlich. Der Lageindikator steigt um 10,2 Punkte auf minus 38,6 Punkte.

Quelle: ZEW

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5,0 % weniger Gewerbeaufgaben größerer Betriebe im 1. Quartal 2024 als im Vorjahresquartal

Im 1. Quartal 2024 wurden in Deutschland rund 32.800 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 0,9 % weniger neu gegründete größere Betriebe als im 1. Quartal 2023. Gleichzeitig sank die Zahl der vollständigen Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung um 5,0 % auf rund 27.400.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.05.2024

  • Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben sinkt um 3,7 %
  • Gründungen größerer Betriebe nehmen um 0,9 % ab
  • Neugründungen insgesamt sinken um 3,4 %

Im 1. Quartal 2024 wurden in Deutschland rund 32.800 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,9 % weniger neu gegründete größere Betriebe als im 1. Quartal 2023. Gleichzeitig sank die Zahl der vollständigen Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung um 5,0 % auf rund 27.400.

Neugründungen insgesamt sinken um 3,4 %

Die Neugründungen von Gewerben waren im 1. Quartal 2024 mit rund 166.700 um 3,4 % niedriger als im Vorjahresquartal. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen sank um 3,2 % auf rund 201.900. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

Vollständige Aufgaben um 3,7 % niedriger als im Vorjahresquartal

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war im 1. Quartal 2024 mit rund 136.700 um 3,7 % niedriger als im Vorjahresquartal. Die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen sank um 3,3 % auf rund 170.300. Dabei handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Inflationsrate im April 2024 bei +2,2 %

Die Inflationsrate in Deutschland lag im April 2024 bei +2,2 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im April 2024 gegenüber dem Vormonat März 2024 um 0,5 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.05.2024

Inflationsrate bleibt unverändert – Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +3,0 %

Verbraucherpreisindex, April 2024
+2,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2024
+2,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,6 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im April 2024 bei +2,2 %. Im März 2024 hatte sie ebenfalls +2,2 % betragen, im Februar 2024 hatte die Veränderungsrate bei +2,5 % gelegen. „Die Inflationsrate liegt seit Jahresbeginn unterhalb von drei Prozent. Insbesondere die Energie- und Nahrungsmittelpreise dämpfen die Inflationsrate seit Januar 2024“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. „Die Kerninflationsrate – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie – liegt jedoch seit Jahresbeginn über der Gesamtteuerung“, so Brand. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im April 2024 gegenüber dem Vormonat März 2024 um 0,5 %.

Energieprodukte verbilligten sich um 1,2 % gegenüber April 2023

Trotz der im Januar 2024 weggefallenen Preisbremsen für Energieprodukte und der ebenfalls ab Januar 2024 auf die Preise für fossile Brennstoffe wie Kraftstoffe, Heizöl und Erdgas wirkenden CO2-Preis-Erhöhung lagen die Energiepreise im April 2024 niedriger als im Vorjahresmonat. Im April 2024 erfolgte zudem die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 7 % für Gas und Fernwärme. Im Ergebnis blieb der Preisrückgang bei Energie gegenüber dem Vorjahresmonat im April 2024 erhalten, hat sich mit -1,2 % aber abgeschwächt (März 2024: -2,7 %).

Die Preise für Haushaltsenergie gingen von April 2023 bis April 2024 um 3,2 % zurück. Vor allem konnten die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin von günstigeren Preisen für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-7,9 %) und für Strom (-7,8 %), aber auch für Erdgas (-5,4 %) profitieren. Dagegen waren einige Energieprodukte teurer als ein Jahr zuvor, insbesondere Fernwärme (+27,4 %). Auch Mineralölprodukte verteuerten sich (+2,3 %, davon leichtes Heizöl: +6,2 %; Kraftstoffe: +2,0 %).

Preisanstieg bei Nahrungsmitteln um 0,5 % gegenüber April 2023

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im April 2024 um 0,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit wurde der Preisrückgang vom März 2024 (-0,7 %) nicht fortgesetzt. Von April 2023 bis April 2024 wurden vor allem Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (+8,3 %) sowie Speisefette und Speiseöle (+7,4 %, darunter Olivenöl: +52,9 %) teurer. Auch für Obst (+4,4 %), Fleisch und Fleischwaren (+2,2 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+2,1 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Deutlich günstiger binnen Jahresfrist wurden hingegen frisches Gemüse (-8,8 %) und Molkereiprodukte (-5,4 %).

Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +3,0 %

Im April 2024 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,6 %. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag bei +3,0 %. Diese Kenngrößen verdeutlichen auch, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen über der Gesamtteuerung lag. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich damit im Zeitvergleich zwar etwas abgeschwächt (März 2024: +3,3 %, Februar und Januar 2024: jeweils +3,4 %), liegt jedoch seit Januar 2024 über der Gesamtteuerung.

Waren verteuerten sich gegenüber April 2023 unterdurchschnittlich um 1,2 %

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von April 2023 bis April 2024 um 1,2 % und lagen damit unterhalb der Gesamtteuerung. Darunter verteuerten sich Verbrauchsgüter um 1,1 % und Gebrauchsgüter um 1,4 %. Einige Waren wurden dennoch merklich teurer, unter anderem alkoholfreie Getränke (+5,8 %) sowie alkoholische Getränke und Tabakwaren (+5,1 %). Günstiger wurden dagegen zum Beispiel Mobiltelefone (-6,8 %) und Informationsverarbeitungsgeräte (-6,6 %).

Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich um 3,4 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im April 2024 um 3,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Bedeutsam für die Preisentwicklung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten, die Veränderungsrate lag mit +2,3 % knapp über der Gesamtteuerung. Andere Preise für Dienstleistungen erhöhten sich im selben Zeitraum noch deutlicher, unter anderem die Preise für Versicherungen (+13,1 %), für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,7 %) sowie für die Gaststättendienstleistungen (+7,0 %). Dagegen dämpfte im April 2024 das seit Mai 2023 gültige Deutschlandticket weiterhin den Preisanstieg bei Dienstleistungen. Insbesondere verbilligten sich die kombinierten Tickets für Bahn, Bus und Ähnliches (-24,0 %) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Basiseffekt wirkte sich jedoch im April 2024 letztmalig preisdämpfend auf die Inflationsrate aus.

Preisanstieg gegenüber Vormonat um 0,5 %, vor allem wurde Energie teurer

Im Vergleich zum März 2024 stieg der Verbraucherpreisindex im April 2024 um 0,5 %. Die Preise für Energie insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 2,2 %. Teurer wurden vor allem Fernwärme (+9,1 %) und Erdgas (+3,9 %). Ein Grund dafür dürfte die Rücknahme der Mehrsteuersenkung (von 19 % auf 7 %) für diese Energieprodukte sein. Zudem zogen die Preise für Kraftstoffe (+3,3 %) und für leichtes Heizöl (+2,5 %) an. Auch für Nahrungsmittel insgesamt mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im April 2024 mehr bezahlen als im Vormonat (+0,4 %, darunter frisches Gemüse: +2,7 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Fachkräftemangel: Wirtschaft verliert 49 Milliarden Euro

Werkstätten ohne Mechaniker, Baustellen ohne Elektriker und Altenheime ohne Pfleger: In der ganzen Republik fehlen Fachkräfte. Deutschland geht dadurch viel Geld verloren. Denn ohne Fachkräftemangel könnten deutsche Unternehmen in diesem Jahr bei Vollauslastung 49 Milliarden Euro mehr erwirtschaften, wie eine neue Studie des IW Köln zeigt.

IW Köln, Pressemitteilung vom 12.05.2024

Werkstätten ohne Mechaniker, Baustellen ohne Elektriker und Altenheime ohne Pfleger: In der ganzen Republik fehlen Fachkräfte. Deutschland geht dadurch viel Geld verloren. Denn ohne Fachkräftemangel könnten deutsche Unternehmen in diesem Jahr bei Vollauslastung 49 Milliarden Euro mehr erwirtschaften, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

45,9 Millionen Menschen haben vergangenes Jahr in Deutschland gearbeitet – so viele wie noch nie. Und trotzdem fehlen branchenübergreifend Fachkräfte. 2023 konnten 570.000 Stellen nicht besetzt werden. Für die Unternehmen im Land bedeutet das: Eigentlich könnten sie mehr produzieren, doch dafür fehlen Mitarbeiter. 2024 gehen der deutschen Wirtschaft dadurch Produktionskapazitäten im Wert von 49 Milliarden Euro verloren. Das zeigt eine neue IW-Studie, die das Produktionspotenzial mithilfe des Global Economic Model von Oxford Economics berechnet. Folgekosten des Fachkräftemangels, wie beispielsweise Stress durch Mehrarbeit oder entgangene Innovationen, sind in dieser Summe noch gar nicht enthalten.

Verluste steigen weiter

Weil die geburtenstarken Jahrgänge, auch Babyboomer genannt, in den kommenden Jahren in Rente gehen, dürfte die Fachkräftelücke in Zukunft noch größer werden. Mit ihr wächst dann auch das verloren gegangene Produktionspotenzial: Laut Modell steigen die Kosten des Fachkräftemangels im Jahr 2027 auf 74 Milliarden Euro.

Auch im Alter noch arbeiten

Um die Fachkräftelücke zu verringern, braucht es vor allem gut qualifizierte Zuwanderer. Unternehmen können die neue Anerkennungspartnerschaft des überarbeiteten Fachkräfteeinwanderungsgesetzes nutzen, um ausländische Fachkräfte schneller nach Deutschland zu holen. „Besonders effektiv wäre es außerdem, wenn ältere Beschäftigte länger arbeiten würden“, sagt Studienautor und Ökonom für Fachkräftesicherung, Alexander Burstedde. „Unternehmen könnten ihre erfahrenen Mitarbeiter mit passenden Angeboten länger im Betrieb halten.“

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln)

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelständisches Geschäftsklima steigt zum dritten Mal in Folge

Die Stimmung unter den Mittelständlern in Deutschland hellt zu Beginn des Frühlings weiter spürbar auf. Im April zieht das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen lt. KfW zum dritten Mal in Folge an und notiert nun bei -11,3 Saldenpunkten – ein Plus von 5,2 Zählern gegenüber dem Vormonat.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 10.05.2024

  • Erwartungen und Lageurteile hellen sich im April auf
  • Großunternehmen ebenfalls besser gestimmt als im Vormonat
  • Konjunkturelle Durststrecke weitgehend durchschritten

Die Stimmung unter den Mittelständlern in Deutschland hellt zu Beginn des Frühlings weiter spürbar auf. Im April zieht das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen zum dritten Mal in Folge an und notiert nun bei -11,3 Saldenpunkten – ein Plus von 5,2 Zählern gegenüber dem Vormonat. Beide Klimakomponenten verbessern sich, besonders deutlich lässt allerdings der Pessimismus mit Blick auf die nähere Zukunft nach: Die Geschäftserwartungen legen um beachtliche 7,1 Zähler auf – 11,8 Saldenpunkte zu. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage steigen um 3,2 Zähler auf – 11,2 Saldenpunkte.

Die Stimmungsaufhellung in der mittelständischen Wirtschaft erstreckt sich über fast alle Hauptwirtschaftsbereiche. Besonders deutlich geht das Geschäftsklima im mittelständischen Bauhauptgewerbe (+ 5,9 Zähler auf – 24,0 Saldenpunkte) nach oben. Moderate Verbesserungen melden der Einzelhandel (+ 1,3 Zähler auf – 8,8 Saldenpunkte) und das Verarbeitende Gewerbe (+ 1,3 Zähler auf – 22,2 Saldenpunkte). Nach einem sehr deutlichen Anstieg im Vormonat, fällt im April lediglich die Stimmung bei den kleinen und mittleren Großhandelsunternehmen wieder etwas ab, sodass sie die rote Laterne übernehmen (- 2,8 Zähler auf – 31,5 Saldenpunkte).

Ebenso wie die Mittelständler fassen auch die Großunternehmen mehr Zuversicht: Ihr Geschäftsklima zieht um 2,3 Zähler auf – 17,3 Saldenpunkte an, bleibt damit aber weiter hinter demjenigen im Mittelstand zurück. Die Klimaverbesserung unter den Großunternehmen steht außerdem auf einer eher schmalen Basis, denn den Anstiegen in zwei Hauptwirtschaftsbereichen (Dienstleistungen, Großhandel) stehen – allerdings nur geringe – Rückgänge in drei Hauptwirtschaftsbereichen (Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Einzelhandel) gegenüber.

„Das Geschäftsklima der mittelständischen Unternehmen steigt zum dritten Mal in Folge, womit gemäß Daumenregel der Stimmungsumschwung hin zum Besseren zumindest in diesem Segment der Wirtschaft vollzogen ist“,
sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Insgesamt sei die konjunkturelle Durststrecke wohl weitgehend durchschritten.

„Großunternehmen und Mittelständler blicken inzwischen wieder zuversichtlicher in die nähere Zukunft als dies noch zu Beginn des Jahres der Fall war. Die Niveaus der Stimmungsindikatoren sind gemessen am langfristigen Standard zwar noch trübe, aber die Richtung stimmt. Auch harte Konjunkturdaten wie die Produktion und der Großhandelsumsatz stützen den positiven Trend und Destatis meldete Ende April in seiner Erstschätzung entgegen der ursprünglich befürchteten erneuten Schrumpfung sogar einen realen Anstieg des BIP im ersten Quartal. Ich sehe mich in meiner Erwartung bestärkt, dass wir 2024 die Rückkehr zu einem moderaten Wirtschaftswachstum im Gesamtjahr sehen werden, das sich dann 2025 spürbar beschleunigen wird.“

Quelle: KfW

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Europäische KMU-Politik – Zeit für Taten statt Worte

Trotz der Bemühungen der EU-Kommission sehen sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) statt der erwarteten Erleichterungen mit neuen Herausforderungen im Unternehmensalltag konfrontiert. Damit verliert Europa als Unternehmensstandort an Attraktivität. Die DIHK setzt sich für eine effizientere Wirtschaftspolitik ein.

DIHK, Mitteilung vom 08.05.2024

Mehr als 99 Prozent der Betriebe in der EU zählen zur Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Insgesamt sind es mehr als 23 Millionen – gut ein Siebtel davon wirtschaftet in Deutschland. Damit diese KMU sich weiter erfolgreich entwickeln können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. In ihrer nun auslaufenden Amtsperiode hat die Europäische Kommission eine KMU-Strategie (2020) und ein KMU-Entlastungspaket (2023) vorgelegt. In der alltäglichen Praxis erfahren die Unternehmen allerdings vor allem viele neue Belastungen – vom CO2-Grenzausgleichsmechanismus bis zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Mehrbelastungen und sinkende Standortattraktivität

Im IHK-Unternehmensbarometer vom März 2024 geben mehr als die Hälfte der Betriebe an, dass die Attraktivität der EU als Unternehmensstandort in den letzten fünf Jahren gesunken sei. Damit hat sich die EU vom ehrgeizigen Ziel der KMU-Strategie, „Europa zum attraktivsten Standort für die Gründung von Kleinunternehmen zu machen und diese dann im Binnenmarkt wachsen und expandieren zu lassen“, weiter entfernt.

Die im März 2020 vorgelegte KMU-Strategie sollte Unternehmen vor allem bei der grünen und digitalen Transformation unterstützen und Rahmenbedingungen für kleine Betriebe verbessern. Insgesamt blieben die Initiativen – zum Beispiel beim Bürokratieabbau – jedoch hinter den Ankündigungen und den Erwartungen der Unternehmen zurück.

Einige positive Signale, aber kaum Konkretes

Im September 2023 reagierte die EU-Kommission auf die Herausforderungen durch die Pandemie und die Energiekrise mit einem sogenannten KMU-Entlastungspaket. Unter den 19 hier vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es jedoch nur wenige, die tatsächlich konkrete Entlastung bringen – wie beispielsweise die inflationsbedingte Anhebung der Schwellenwerte für Unternehmensgrößen in der EU-Rechnungslegungsrichtlinie oder der Aufschub der Erstellung von sektorspezifischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) um zwei Jahre.

Hoffen lässt wenigstens die Absicht der Kommission, die KMU-Schwellenwerte von 2003 zu überprüfen. Aktuell fallen nur Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro beziehungsweise einer Bilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro in die Kategorie KMU, die sowohl bei Förderprogrammen wie auch bei Ausnahmen von besonderen Belastungen relevant ist.

Auch aufgrund der seit 2003 eingetretenen Preis- und Produktivitätssteigerungen fordert die Mehrheit der Unternehmen schon länger eine Anhebung der Schwellenwerte. Mit einer Anhebung der Beschäftigungsgrenze würden die damit verbundenen Erleichterungen auch für mittelgroße Unternehmen, sogenannte Mid-Caps, gelten.

Entlastungen noch nicht im Unternehmensalltag angekommen

Eine echte Unterstützung für Europas kleine und mittlere Unternehmen wären aber vor allem schnell wirksame Entlastungen – davon spüren die Betriebe allerdings bislang kaum etwas. Die Zwischenbilanz der Kommission zum KMU-Entlastungspaket vom Februar 2024 zeigt: Die Mehrheit der Maßnahmen soll erst dieses Jahr angegangen werden – konkrete Auswirkungen bleiben offen.

Bessere Voraussetzungen für eine KMU-freundliche EU-Gesetzgebung schaffen

Das alles macht den Handlungsbedarf für die neue EU-Kommission in der KMU-Politik deutlich. Die IHK-Organisation hat 50 konkrete Vorschläge zum Abbau und zur Vermeidung von Bürokratie auf EU-Ebene vorgelegt. Notwendig ist eine verbindliche Berücksichtigung der Auswirkungen der EU-Gesetzgebung auf KMU. Voraussetzung ist eine funktionierende Governance-Struktur auf EU-Ebene. Den seit 2019 angekündigten KMU-Beauftragten sollte die Kommission umgehend ernennen. Entscheidend ist, dass er oder sie die Berücksichtigung der Belange von KMUs in der gesamten EU-Kommission gemäß dem „Think Small First“-Prinzip wirksam sicherstellen kann. Bei EU-Maßnahmen mit Belastungen für die Wirtschaft sollte viel stärker als bislang auf eine praktikable Umsetzung für KMU geachtet werden. Unabdingbar für eine glaubwürdige EU-Mittelstandspolitik ist daher auch eine konsequente Durchführung von Folgenabschätzungen und des KMU-Tests bei Gesetzen, die den Mittelstand betreffen.

Quelle: DIHK

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Jedem zweiten Wohnungsbauunternehmen fehlen Aufträge

Dem Wohnungsbau in Deutschland fehlen Aufträge. Mehr als jede zweite Firma (55,2 %) berichtete im April von Auftragsmangel. Im März waren es 56,2 %.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 10.05.2024

Dem Wohnungsbau in Deutschland fehlen Aufträge. Mehr als jede zweite Firma (55,2 %) berichtete im April von Auftragsmangel. Im März waren es 56,2 %. „Die Wohnungsbauer suchen nach Hoffnungssignalen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Ein Ende der Krise ist jedoch nicht in Sicht.“

Auch die vielen Stornierungen bleiben ein großes Problem. Im April meldeten 17,6 % der Betriebe stornierte Projekte, nach 19,6 % im März. Das Geschäftsklima im Wohnungsbau stieg zwar deutlich an, bleibt aber weiterhin tief im negativen Bereich. Die Erwartungen sind weit von Optimismus entfernt. „Aufgrund fehlender Aufträge reduzieren viele Unternehmen ihre Preise“, sagt Wohlrabe.

Im Tiefbau berichteten 22 % von einem Auftragsmangel. Die Unternehmen sind dort auch wesentlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. „Der Ausblick auf die kommenden Monate ist im Tiefbau von Skepsis geprägt, aber nicht so stark wie im Hochbau“, sagt Wohlrabe.

Quelle: ifo Institut

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Private Hochschulen: Unternehmen schätzen praxisnahe Ausbildung

Immer mehr Menschen studieren an privaten Hochschulen. Für die Unternehmen sind das gute Nachrichten, zeigt eine neue Studie des IW Köln. Denn wer an einer privaten Hochschule studiert, arbeitet sich schneller ein – das hilft auch beim Kampf gegen den Fachkräftemangel.

IW Köln, Pressemitteilung vom 08.05.2024

Immer mehr Menschen studieren an privaten Hochschulen. Für die Unternehmen sind das gute Nachrichten, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Denn wer an einer privaten Hochschule studiert, arbeitet sich schneller ein – das hilft auch beim Kampf gegen den Fachkräftemangel.

Private Hochschulen boomen, zeigt eine neue IW-Studie, die gemeinsam mit dem Verband privater Hochschulen entstanden ist: Im Wintersemester 2023/24 studierte mehr als einer von acht Studentinnen und Studenten privat, insgesamt rund 373.000 Menschen. Im Jahr 2000 waren es noch nicht einmal 25.000 Personen.

Damit sind die privaten Hochschulen längst in der Breite angekommen. Das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Jedes vierte Unternehmen hat in den vergangenen fünf Jahren einen Absolventen einer privaten Hochschule beschäftigt. Bei Unternehmen mit einem Akademikeranteil von über zehn Prozent war es sogar jedes zweite.

Hoher Praxisbezug, schneller Berufseinstieg

Die Firmen, die Erfahrung mit Absolventen privater Hochschulen gesammelt haben wissen, was sie daran haben. Das belegt das IW-Personalpanel, für das über 700 Unternehmen befragt wurden. Als besondere Stärke bewerten die Personalverantwortlichen die Nähe des Studiums zum beruflichen Alltag: Gut 48 Prozent schätzen den hohen Praxisbezug, mehr als 47 Prozent sind der Ansicht, dass die privaten Hochschulen einen schnellen Berufseinstieg ermöglichen.

Der Grund: Die privaten Hochschulen können ihre Lehrpläne flexibler und innovativ an den Bedarf am Arbeitsmarkt anpassen – dazu gehört auch, dass viele Studiengänge berufsbegleitend absolviert werden können. Das ist umso wichtiger, weil immer weniger Menschen eine Ausbildung machen, bei der die Praxisnähe direkt angelegt wäre.

Wichtiger Schlüssel gegen Fachkräftemangel

Damit sind die privaten Hochschulen in einer Schlüsselposition, um den drängenden wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Dafür müssen die Vorteile der privaten Hochschulen auch die Unternehmen erreichen, die bisher noch keine der Absolventen beschäftigten: „Angesichts des Fachkräftemangels wird die Stärke der privaten Hochschulen immer wichtiger, junge Menschen schnell ins Berufsleben zu integrieren“, sagt IW-Ökonom Matthias Diermeier. „Die privaten Hochschulen setzen damit heute schon um, was sich die Personalabteilungen konkret wünschen.“

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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IW-Konjunkturprognose: (Fast) alle wachsen, Deutschland nicht

Deutschland wird die Krise nicht los: Nach der Rezession im vergangenen Jahr stagniert die deutsche Wirtschaft 2024, zeigt die neue Konjunkturprognose des IW Köln.

IW Köln, Pressemitteilung vom 08.05.2024

Deutschland wird die Krise nicht los: Nach der Rezession im vergangenen Jahr stagniert die deutsche Wirtschaft 2024, zeigt die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Im Standortwettbewerb verliert Deutschland den Anschluss – es fehlen Milliardeninvestitionen.

Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Japan und China: Sie alle können 2024 mit einem Wachstum ihrer Wirtschaft rechnen. In Deutschland lässt der Aufschwung hingegen auf sich warten, zeigt die neue IW-Konjunkturprognose.

Der deutsche Außenhandel ist seit Herbst 2022 rückläufig und lag zuletzt wieder unter dem Niveau von 2019. Der Welthandel dürfte nach IW-Prognosen in diesem Jahr wieder wachsen – wenngleich nur um ein Prozent. Das sollte der exportorientierten deutschen Wirtschaft helfen. Doch vom globalen Aufschwung kommt hierzulande zunächst nur wenig an:

Die Gründe

  • Die globale Nachfrage nach Investitionsgütern – einem Kern der deutschen Exportwirtschaft – bleibt wegen der geopolitischen Lage schwach. Im Maschinenbau gehen die Geschäfte daher zurück. Zudem ist der deutsche Wirtschaftsstandort teuer. Zwar haben sich die Energiepreise stabilisiert, sie sind aber immer noch höher als vor der Energiekrise. Die Arbeitskosten sind in den vergangenen beiden Jahren jeweils stark um fünf Prozent gestiegen. Gleichzeit ist die Arbeitsproduktivität um 0,1 Prozent pro Jahr zurückgegangen.
  • Die Inflation hat zuletzt wieder eine gesunde Höhe von etwa zwei Prozent erreicht – ob das so bleibt, hängt auch von der Entwicklung der Energiepreise und der Arbeitskosten ab. Damit lässt die Wende der Geldpolitik auf sich warten. Darunter leidet insbesondere die Bauwirtschaft. Ihre Bruttowertschöpfung wird auch 2024 fast zehn Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen.
  • Die Konjunkturaussichten bleiben damit trübe. Die rückständigen Rahmenbedingungen tragen ihr Übriges dazu bei. Bürokratie, hohe Steuern und fehlende Investitionsimpulse aus der Politik machen Deutschland im internationalen Wettbewerb unattraktiv. Die Anlageinvestitionen der Unternehmen bleiben deshalb schwach – sie gehen 2024 um 1 ½ Prozent zurück.

Nur der Konsum trägt die Konjunktur

Zumindest beim privaten Konsum geht es aufwärts. Dank der niedrigeren Inflation und insgesamt robusten Arbeitsmarktlage legen die Realeinkommen der privaten Haushalte zu. Ihre Ausgaben stützen die Konjunktur 2024 um einen halben Prozentpunkt.

„Für einen echten Aufschwung reicht das nicht aus.“ sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. „Neben dem Konsum müssen die Investitionen endlich in die Gänge kommen. Hier haben sich mittlerweile gewaltige Lücken aufgebaut.“ Dazu brauche es einen angebotspolitischen Anschub, der die Standortbedingungen verbessere. „Wenn sich nichts ändert, verschleudern wir auch weiterhin unser Potenzial“, so Grömling.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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