Immer weniger mittelständische Unternehmen wollen einen Kredit aufnehmen

Immer weniger mittelständische Unternehmen interessieren sich für eine Kreditaufnahme bei ihrer Bank oder Sparkasse. Nur 27 Prozent der Mittelständler in Deutschland sind lt. KfW grundsätzlich bereit, einen Bankkredit zur Investitionsfinanzierung aufzunehmen – das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 14.04.2026

  • Nur 27 Prozent der Mittelständler in Deutschland ziehen für Investitionen eine Kreditfinanzierung in Betracht, tiefster Stand seit zehn Jahren
  • Vor allem Kleinst- und Dienstleistungsunternehmen möchten sich nicht verschulden
  • Unsichere wirtschaftliche Lage dürfte eine Hauptursache für die Entwicklung sein

Immer weniger mittelständische Unternehmen interessieren sich für eine Kreditaufnahme bei ihrer Bank oder Sparkasse. Nur 27 Prozent der Mittelständler in Deutschland sind grundsätzlich bereit, einen Bankkredit zur Investitionsfinanzierung aufzunehmen – das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Im Jahr 2023 zogen noch 42 Prozent, 2017 sogar 66 Prozent der Unternehmen eine Kreditfinanzierung in Betracht.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel vom Januar 2026. Für das Mittelstandspanel werden kleine und mittlere Unternehmen sämtlicher Wirtschaftszweige mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro befragt.

„Die mittelständischen Unternehmen haben derzeit einen sehr ausgeprägten Wunsch nach finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

„Die schwierige konjunkturelle Lage und die unsicheren wirtschaftlichen Zukunftsaussichten führen dazu, dass viele Unternehmen sehr vorsichtig agieren und auf Neuverschuldung verzichten.“

So geben 63 Prozent der Unternehmen auf die Frage, wieso sie eine Kreditaufnahme ablehnen an, dass sie Schulden vermeiden wollen. Das sind deutliche 23 Prozentpunkte mehr als 2017 und 27 Prozentpunkte mehr als 2023. Die Hälfte der befragten Unternehmen sagt, dass sie grundsätzlich keine Fremdfinanzierung anstrebt. 2017 gaben das nur 15 Prozent an, 2023 noch 27 Prozent. Immerhin 36 Prozent der Unternehmen haben eigenen Angaben zufolge genügend Eigenmittel für Investitionen und daher keinen Kreditbedarf – das sagte 2017 nur jedes fünfte Unternehmen. 30 Prozent der Unternehmen beklagen zudem, dass die Banken und Sparkassen zu hohe Offenlegungspflichten hätten – also zu viele Informationen von den Unternehmen verlangten. 2023 sagten das nur 17 Prozent.

Der Rückgang in der Bereitschaft zur Kreditfinanzierung wird fast ausschließlich von Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten getrieben, die aufgrund ihrer hohen Anzahl den Gesamttrend dominieren. Nur 27 Prozent von ihnen ziehen eine Kreditfinanzierung in Betracht, nach 69 Prozent im Jahr 2017 und 41 Prozent 2023. Bei größeren Mittelständlern mit mehr als zehn Mitarbeitenden bleibt das Kreditinteresse mit 56 Prozent dagegen über die Jahre hinweg recht stabil.

Zudem sind zwar alle Wirtschaftszweige von einem Rückgang des Kreditinteresses betroffen. Besonders stark ist der Einbruch allerdings im Dienstleistungssektor, wo aktuell nur noch 21 Prozent der Unternehmen eine Kreditaufnahme in Betracht ziehen – 2017 waren es noch 73 Prozent, 2023 noch 39 Prozent.

„Positiv zu vermerken ist, dass mehr Unternehmen als noch vor einigen Jahren ihre Eigenmittelausstattung als ausreichend für ihre Investitionsvorhaben ansehen“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

„Der Investitionsbedarf im Mittelstand insgesamt ist aber so hoch, dass externes Kapital unverzichtbar sein wird, um die Zukunft vieler Unternehmen zu sichern. Ohne die grundsätzliche Bereitschaft mittelständischer Unternehmen, auch Kredite aufzunehmen, drohen notwendige Investitionsvorhaben auszubleiben.“

Quelle: KfW, KfW Research

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Unternehmensinsolvenzen im Januar 2026: +4,9 % gegenüber Januar 2025

Im Januar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 1.919 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 4,9 % mehr als im Vorjahresmonat.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.04.2026

Verbraucherinsolvenzen im Januar 2026: -1,3 % gegenüber Januar 2025

Im Januar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 1.919 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 4,9 % mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im Januar 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 3,1 Milliarden Euro. Im Januar 2025 hatten die Forderungen bei rund 5,3 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Januar 2026 weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im Januar 2025.

Insolvenzhäufigkeit im Gastgewerbe am höchsten

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im Januar 2026 insgesamt 5,4 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Gastgewerbe mit 9,1 Fällen je 10.000 Unternehmen. Danach folgte der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 8,6 Fällen und das Baugewerbe mit 7,8 Insolvenzen.

1,3 % weniger Verbraucherinsolvenzen im Januar 2026 als im Vorjahresmonat

Im Januar 2026 gab es 6.142 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 1,3 % weniger als im Vorjahresmonat.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Großhandelspreise im März 2026: +4,1% gegenüber März 2025

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im März 2026 um 4,1 % höher als im März 2025. Von Dezember 2025 bis Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils bei +1,2 % gelegen. Ein höherer Preisanstieg als im März 2026 wurde im Vorjahresvergleich lt. Statistischem Bundesamt zuletzt im Februar 2023 verzeichnet.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.04.2026

Großhandelsverkaufspreise, März 2026
+4,1 % zum Vorjahresmonat
+2,7 % zum Vormonat

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im März 2026 um 4,1 % höher als im März 2025. Von Dezember 2025 bis Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils bei +1,2 % gelegen. Ein höherer Preisanstieg als im März 2026 wurde im Vorjahresvergleich zuletzt im Februar 2023 verzeichnet (+9,5 % gegenüber Februar 2022). Ausschlaggebend für den hohen Preisanstieg im März 2026 waren die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöhten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Großhandelspreise im März 2026 gegenüber Februar 2026 um 2,7 %.

Deutliche Preisanstiege bei Mineralölerzeugnissen sowie Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug

Hauptursächlich für den Anstieg der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im März 2026 der Preisanstieg bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen hier im Durchschnitt um 17,8 % über denen von März 2025. Gegenüber dem Vormonat Februar 2026 stiegen sie ebenfalls deutlich (+18,8 %).

Ebenfalls bedeutend für die Entwicklung im Vorjahresvergleich war der Preisanstieg im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug (+48,4 % gegenüber März 2025). Zudem stiegen die Preise im Großhandel für Zucker Süßwaren und Backwaren um 6,1 % sowie für Tabakwaren um 5,9 % zum Vorjahresmonat.

Niedriger als im März 2025 waren dagegen die Preise im Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (-8,9 % gegenüber März 2025) sowie im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (-8,3 % gegenüber März 2025).

Ebenfalls günstiger im Vorjahresvergleich waren auf Großhandelsebene Mehl und Getreideprodukte (-5,8 %) sowie Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel (-3,4 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Mehr als jedes fünfte Unternehmen spürt negative Effekte des Klimawandels

Rund 800.000 Unternehmen in Deutschland sehen sich bereits von negativen Folgen des Klimawandels betroffen. Besonders große Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz leiden unter den mannigfaltigen Auswirkungen der Erderwärmung. Das sind Ergebnisse einer Sonderauswertung des KfW-Klimabarometers 2025.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 08.04.2026

  • KfW-Klimabarometer: Unter den Großunternehmen in Deutschland sind sogar 74 Prozent von Folgen der Erderwärmung betroffen
  • Besonders energieintensive Unternehmen leiden

Mehr als jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) in Deutschland sieht sich bereits von negativen Folgen des Klimawandels betroffen. Das sind rund 800.000 Unternehmen. Besonders große Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz leiden unter den mannigfaltigen Auswirkungen der Erderwärmung: 74 Prozent von ihnen geben an, zumindest teilweise von negativen Konsequenzen betroffen zu sein. Unter den größeren Mittelständlern mit mehr als 50 Beschäftigten – aber weniger als 500 Millionen Euro Umsatz – sehen das noch 42 Prozent so.

Das sind Ergebnisse einer Sonderauswertung des KfW-Klimabarometers 2025, einer jährlichen Unternehmensbefragung rund um die Themen Klimaschutz und Energiewende. Ausgewertet wurden für diese Sonderauswertung vor allem Daten der vierten Erhebungswelle (Februar bis Juni 2025), an der rund 13.300 Unternehmen teilgenommen haben.

Unter den Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten geben nur 19 Prozent an, negative Folgen des Klimawandels zu spüren.

„Große Unternehmen sind häufig international vernetzt. Sie haben internationale Lieferketten und Absatzmärkte. Dadurch sind große Unternehmen oft unmittelbar betroffen, wenn es zu Extremwetterereignissen auch in weit von Deutschland entfernten Gebieten kommt“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Die Betroffenheit hat zuletzt unter den Großunternehmen zugenommen. Im KfW-Klimabarometer 2024 gaben erst 61 Prozent dieser Unternehmen an, die Folgen des Klimawandels zumindest teilweise zu spüren – ein Jahr später sind es 13 Prozentpunkte mehr.

Besonders anfällig für die negativen Folgen des Klimawandels sind auch energieintensive Unternehmen. Insbesondere Unternehmen mit einem Energieanteil von zehn Prozent und mehr an den Gesamtkosten spüren die Konsequenzen: 31 Prozent dieser Unternehmen geben an, zumindest teilweise betroffen zu sein – das sind noch einmal fünf Prozentpunkte mehr als in der Vorjahresbefragung.

In Erinnerung kommen hier die trockenen Sommer 2022 und 2025, als einige energieintensive Branchen unter Druck gerieten. Aufgrund der niedrigen Flusspegel erreichten weniger Güter und Energieträger ihre Bestimmungsorte, thermische Kraftwerke und Wasserkraftwerke waren in ihrer Leistung begrenzt. Auch industrielle Kühlprozesse leiden unter eingeschränkter Kühlwassernutzung.

„Extremwetterereignisse wie Dürren, Stürme oder Überschwemmungen nehmen weltweit zu und verursachen erhebliche Schäden, auch in Deutschland“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

„Eine konsequente und ambitionierte internationale Klimaschutzpolitik dient nicht nur dem Schutz der menschlichen Gesundheit und der Stabilität von Ökosystemen. Sie ist ein bedeutender Hebel zur Sicherung des zukünftigen wirtschaftlichen Wohlstands.“

Quelle: KfW, KfW Research

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Exporte im Februar 2026: +3,6 % zum Januar 2026

Im Februar 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % und die Importe um 4,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 nahmen die Exporte um 2,9 % und die Importe um 1,5 % zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.04.2026

Im Februar 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % und die Importe um 4,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 nahmen die Exporte um 2,9 % und die Importe um 1,5 % zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

Im Februar 2026 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 135,2 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 115,4 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Februar 2026 mit einem Überschuss von 19,8 Milliarden Euro ab. Im Januar 2026 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +20,3 Milliarden Euro betragen. Im Februar 2025 hatte er bei +17,6 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Februar 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 75,9 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Januar 2026 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 5,8 % und die Importe aus diesen Staaten um 5,1 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 52,7 Milliarden Euro (+5,2 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 40,1 Milliarden Euro (+4,5 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 23,2 Milliarden Euro (+7,4 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,1 Milliarden Euro (+6,3 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Februar 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 59,4 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,2 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Januar 2026 stiegen die Exporte in die Drittstaaten um 0,8 % und die Importe von dort um 4,4 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Februar 2026 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 12,2 Milliarden Euro exportiert, das waren 7,5 % weniger als im Januar 2026. Gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2025 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 13,3 % niedriger. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 4,1 % auf 7,1 Milliarden Euro zu. Die Exporte in die Volksrepublik China sanken im Februar 2026 im Vergleich zum Januar 2026 um 2,5 % auf 6,1 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im Februar 2026 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 15,0 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 6,5 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 9,8 % auf 8,4 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 6,0 % auf 3,1 Milliarden Euro zu.

Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 26,9 % auf 0,7 Milliarden Euro. Gegenüber Februar 2025 nahmen sie um 9,3 % zu. Die Importe aus Russland sanken im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 um 18,7 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber Februar 2025 nahmen sie um 30,0 % ab.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Februar 2026 Waren im Wert von 132,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 111,7 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 stiegen die Exporte damit um 1,7 % und die Importe um 0,6 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Februar 2026 mit einem Überschuss von 20,4 Milliarden Euro ab. Im Februar 2025 hatte der Saldo +18,9 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Berichtsmonat Februar 2026

Das BMWE berichtet über die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar. Preis-, kalender- und saisonbereinigt gab es eine Abnahme gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent.

BMWE, Pressemitteilung vom 09.0.2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 9. April 2026) nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent ab. In kalenderbereinigter Betrachtung lag sie auf Vorjahresniveau. Gemäß aufwärtsrevidierter Angaben hatte die Ausbringung im Januar stagniert. Im Dreimonatsvergleich war jedoch ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent zu verzeichnen.

Die größten Einbußen waren im Februar im Baugewerbe zu beobachten (-1,2 Prozent). Dies dürfte auch auf die zu Monatsbeginn in Teilen Deutschlands noch anhaltende außergewöhnlich heftige Kälteperiode zurückzuführen sein. Während die Energieproduktion im Februar leicht ausgeweitet wurde (+0,3 Prozent), trat die Industrieproduktion auf der Stelle (-0,1 Prozent).

Innerhalb der Industrie meldeten Vorleistungs- (+0,4 Prozent) und Investitionsgüterproduzenten (+0,1 Prozent) ein leichtes Plus. Die Produktion von Konsumgütern erlebte jedoch zum zweiten Mal in Folge einen spürbaren Rücksetzer (-1,5 Prozent). Die rückläufige Bauproduktion war insbesondere auf die schwache Entwicklung des Ausbaugewerbes (-1,8 Prozent) zurückzuführen. Die Ausbringung im Hoch- (+0,3 Prozent) und Tiefbau (+0,1 Prozent) stabilisierte sich nach heftigen witterungsbedingten Einbrüchen im Vormonat allerdings.

Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich sehr unterschiedlich. So wurde unter anderem die Produktion von elektrischen Ausrüstungen (+2,6 Prozent), Kfz- und Kfz-Teilen (+1,7 Prozent), Metallerzeugnissen (+1,6 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (+0,9 Prozent) spürbar ausgeweitet. Auch die energieintensiven Industrien expandierten mit einem Plus von +1,9 Prozent abermals spürbar. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (-4,4 Prozent), Geräten zur Datenverarbeitung sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3,9 Prozent) und der Maschinenbau (-0,3 Prozent) meldeten hingegen Produktionsrückgänge.

Nachdem die Industriekonjunktur im Herbst Fahrt aufgenommen hatte, kühlte sie sich im Laufe der Wintermonate abermals ab. Die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe sind – trotz eines leichten Rücksetzers im Februar – im Trend weiterhin aufwärtsgerichtet. Da die Realisation der öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, ist zu erwarten, dass die bereits erteilten Aufträge erst allmählich in Form steigender Wertschöpfung sichtbar werden.

Gleichzeitig deuten jüngste Umfragen wie der ifo Geschäftsklimaindex angesichts der erhöhten geopolitischen Unsicherheit auf eine Eintrübung der Industriekonjunktur im zweiten Quartal hin. Die weitere konjunkturelle Entwicklung wird daher entscheidend vom Fortgang der Konfliktsituation im Nahen Osten abhängen.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Februar 2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts legten die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026 leicht zu: Das Ordervolumen stieg preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent.

BMWE, Pressemitteilung vom 08.04.2026

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 8. April 2026) legten die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026 leicht zu: Das Ordervolumen stieg preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Im Januar war es noch zu einem deutlichen Einbruch um 11,1 Prozent gekommen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich expandierten die Bestellungen um 2,0 Prozent. Auch im Verhältnis zum Vorjahresmonat ergibt sich eine arbeitstäglich bereinigte Steigerung um 3,5 Prozent.

Ausschlaggebend für das Auftragsplus im Februar im Vormonatsvergleich war eine gestiegene Nachfrage aus dem Ausland (+4,7 Prozent). Die inländischen Ordereingänge waren dagegen erneut rückläufig (-4,4 Prozent). Die Entwicklung der inländischen Bestellungen war in den vergangenen Monaten aufgrund von umfangreichen Großaufträgen im zweiten Halbjahr 2025 im Zusammenhang mit öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben starken Schwankungen unterworfen. Bereinigt um diesen Effekt sind die Auftragseingänge aus dem Inland im Februar um 2,5 Prozent gestiegen. Für die Auftragseingänge insgesamt fällt der um Großaufträge bereinigte Zuwachs mit +3,5 Prozent noch deutlicher aus.

Unter den Gütergruppen registrierten die Konsumgüter das stärkste Orderwachstum (+4,5 Prozent). Aber auch die Bestellungen von Vorleistungs- (+1,4 Prozent) und Investitionsgütern (+0,2 Prozent) nahmen leicht zu. Im Vorjahresvergleich entwickelten sich Konsum- (+10,2 Prozent) sowie Investitionsgüter (+4,9 Prozent) positiv. Vorleistungsgüterproduzenten waren mit einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber Februar 2025 nahezu unverändert.

Für die Mehrheit der industriellen Wirtschaftszweige verbesserte sich die Auftragslage im Februar im Vergleich zum Januar. Darunter waren gewichtige Bereiche wie Kfz und Kfz-Teile (+3,8 Prozent), Metallerzeugung (+3,7 Prozent) und Metallerzeugnisse (+2,0 Prozent). Eine rückläufige Nachfrage mussten dagegen vor allem die Hersteller Sonstiger Fahrzeuge verbuchen (-25,9 Prozent), zu denen auch Militärfahrzeuge zählen. Negativ fiel der Vergleich zum Vormonat auch für den Maschinenbau (-0,3 Prozent), für elektrische Ausrüstungen (-0,4 Prozent) und pharmazeutische Erzeugnisse (-2,4 Prozent) aus.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe bleiben am aktuellen Rand weiterhin volatil. Nach dem kräftigen Anstieg der Bestellungen zum Ende des vergangenen Jahres infolge von Großaufträgen setzen die Auftragseingänge im Februar ihren seit August 2025 aufwärts gerichteten Trend verhalten fort. Diese positive Entwicklung dürfte jedoch infolge des Energiepreisschocks im Zusammenhang mit dem eskalierten Konflikt im Nahen Osten temporär gedämpft werden.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

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Geschäftsklima in der Autoindustrie verschlechtert

Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im März 2026 etwas eingetrübt. Das berichtet das ifo-Institut.

ifo-Institut, Pressemitteilung vom 07.04.2026

Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im März etwas eingetrübt. Der Indikator fiel auf minus 18,7 Punkte, von minus 15,7* Punkten im Februar. „Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen stiegen dagegen“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Die Unternehmen bewerteten ihren Auftragsbestand erneut besser – wenngleich immer noch im negativen Bereich: Der Indikator stieg seit September 2025 kontinuierlich an und erreichte im März minus 13,5 Punkte. Ähnliches gilt für die Exporterwartungen: Sie verbesserten sich zum vierten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vormonat und erreichten im März einen Wert von 30,7 Punkten.

Außerdem könnte sich der Beschäftigungsabbau in den kommenden Monaten verlangsamen: Die Beschäftigungserwartungen stiegen auf minus 19,8 Punkte, von minus 44,0* Punkten im Februar. Darauf deuten auch erste Anzeichen in der amtlichen Statistik: Im ersten Quartal 2026 wurden wieder mehr neue Stellen für Berufe, die für die Autoindustrie relevant sind, bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. „Damit scheint der Rückgang an neuen Stellen, der seit 2022 zu beobachten war, zu einem Halt gekommen zu sein“, sagt Wölfl.

*saisonbereinigt

Quelle: ifo-Institut

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Mittlerer Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54.066 Euro

Der mittlere Bruttojahresverdienst, gemessen am Median, lag 2025 in Deutschland einschließlich Sonderzahlungen bei 54.066 Euro. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der mittlere Bruttojahresverdienst um 1.907 Euro, so das Statistische Bundesamt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 01.04.2026

  • Die oberen 10 % der Vollzeitbeschäftigten verdienten 100.719 Euro brutto oder mehr
  • Die unteren 10 % erzielten 33.828 Euro brutto oder weniger

Der mittlere Bruttojahresverdienst, gemessen am Median, lag 2025 in Deutschland einschließlich Sonderzahlungen bei 54.066 Euro. Somit verdiente die Hälfte der Beschäftigten mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger erhielt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der mittlere Bruttojahresverdienst um 1.907 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erzielten die obersten 10 % der Vollzeitbeschäftigten 2025 einen Bruttojahresverdienst von 100.719 Euro oder mehr. Die 10 % am unteren Ende der aufsteigend sortierten Verteilung verdienten 33.828 Euro brutto oder weniger. Das oberste Prozent der Vollzeitbeschäftigten erzielte 2025 einen Bruttojahresverdienst von 219.110 Euro oder mehr.

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen aller Vollzeitbeschäftigten gemessen am arithmetischen Mittel betrug 64.441 Euro brutto, im Vorjahr lag er bei 62.235 Euro brutto. Der Unterschied zum Median von 54.066 Euro verdeutlicht, dass besonders hohe Verdienste den Durchschnittsverdienst nach oben beeinflussen.

Werden alle Vollzeitbeschäftigten nach ihrem Bruttojahresverdienst sortiert, können Aussagen darüber getroffen werden, wie viel Prozent der Vollzeitbeschäftigten einen Verdienst oberhalb eines bestimmten Werts erzielten. 70 % aller Vollzeitbeschäftigten verdienten im Jahr 2025 beispielsweise 44.215 Euro brutto oder mehr. Mit einem Verdienst von rund 44.000 Euro gehörte man also zu den 30 % mit den niedrigsten Verdiensten. Mit einem Verdienst von rund 80.000 Euro gehörte man zu den 20 % mit den höchsten Verdiensten.

Größere Unterschiede im Medianverdienst zwischen Ost- und Westdeutschland und den Wirtschaftsabschnitten

Der mittlere Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2025 in den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) bei 46.013 Euro und in den westlichen Bundesländern bei 55.435 Euro. Der Abstand zwischen den Medianverdiensten betrug somit 9.422 Euro.

Auch zwischen den Wirtschaftsabschnitten gab es 2025 größere Unterschiede im mittleren Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten. Den höchsten Medianverdienst verzeichnete 2025 die Energieversorgung mit 77.522 Euro, gefolgt von der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 76.594 Euro. Im Gastgewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei war der Medianverdienst mit 35.545 beziehungsweise 35.689 Euro brutto im Vergleich der Wirtschaftsabschnitte am geringsten.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Energiepreisschock dämpft Erholung – Strukturreformen drängender denn je

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben ihr Frühjahrsgutachten vorgestellt. Die aktuelle konjunkturelle Lage sei demnach von einem kräftigen Energiepreisschock geprägt. Die beteiligten Institute sehen die deutsche Wirtschaft in einer tiefgreifenden Krise und korrigieren vor diesem Hintergrund ihre Prognose vom Herbst erneut deutlich nach unten.

BMWE, Pressemitteilung vom 01.04.2026

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben am 31. März ihr Frühjahrsgutachten mit dem Titel „Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen“ vorgestellt.

Die aktuelle konjunkturelle Lage sei demnach von einem kräftigen Energiepreisschock geprägt. Die beteiligten Institute sehen die deutsche Wirtschaft in einer tiefgreifenden Krise und korrigieren vor diesem Hintergrund ihre Prognose vom Herbst erneut deutlich nach unten. Für das Jahr 2026 rechnen sie mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent. Für das Jahr 2027 gehen sie von einem Zuwachs von 0,9 Prozent aus. Im Vergleich zum Herbstgutachten 2025 bedeutet dies eine Abwärtsrevision um 0,6 Prozentpunkte für das laufende und 0,4 Prozentpunkte für das kommende Jahr. Die Inflationsrate steigt nach Einschätzung der Institute auf 2,8 Prozent im Jahr 2026 und 2,9 Prozent im Jahr 2027, maßgeblich getrieben durch den Energiepreisschock infolge des Iran-Krieges.

Die Bundeswirtschaftsministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche: „Die Botschaft der Frühjahrsdiagnose der Forschungsinstitute ist eindeutig: Der Konflikt im Nahen Osten erhöht den Druck auf die deutsche Politik, Strukturreformen konsequent anzugehen. Die Wachstumsaussichten sind deutlich schwächer als noch zuvor erwartet. Umso wichtiger ist es jetzt, strukturelle Defizite nicht länger aufzuschieben, sondern entschlossen zu handeln und die Grundlage für künftiges Wachstum zu stärken. Es ist jetzt die Zeit, sich auf mutige Reformen zu einigen. Nutzen wir sie.“

Der militärische Konflikt im Persischen Golf hat nach der Analyse der Institute mit der Straße von Hormus einen der zentralen Transportkorridore der globalen Energieversorgung weitgehend blockiert und zu einem deutlichen Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt. Dieser Schock treffe die deutsche Wirtschaft in einer Phase, in der nach einem mehrjährigen Abschwung gerade erst eine binnenwirtschaftlich getragene Erholung eingesetzt hatte.

Die Gründe für die wirtschaftliche Schwäche seien weiterhin nicht nur konjunktureller, sondern auch struktureller Natur. Die Institute stellen folgende belastende Faktoren heraus: Die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Industrie habe weiter abgenommen, die fortbestehenden handelspolitischen Belastungen durch die US-Zollpolitik drückten auf die Ausfuhren, und die energieintensiven Industrien geraten erneut unter Druck. Hinzukomme eine rückläufige Erwerbsbevölkerung, ein nur schwacher Produktivitätszuwachs und ein hohes Maß an bürokratischem Aufwand. Das Potenzialwachstum komme nach Einschätzung der Institute mittelfristig zum Erliegen und dürfte bis Ende des Jahrzehnts stagnieren.

Der expansive Kurs der Finanzpolitik – insbesondere die kräftige Ausweitung der Neuverschuldung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz über die Sondervermögen – stütze die Konjunktur und komme vor allem Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus zugute. Dadurch erhöhe sich allerdings der Fehlbetrag der öffentlichen Haushalte auf 3,7 Prozent des BIP im Jahr 2026 und 4,2 Prozent im Jahr 2027, der Bruttoschuldenstand steige auf 67,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Gemeinschaftsdiagnose betont, dass flankierende angebotsseitige Reformen zur Stärkung der Produktivität dringend notwendig sind. Hierzu zählen: die sozialen Sicherungssysteme demografiefest aufzustellen, bessere Anreize für eine Ausweitung des Arbeitsangebots zu setzen, bei der Energiepolitik verstärkt auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu achten und eine umfangreiche Entlastung von Bürokratie vorzunehmen. Zudem empfiehlt die Gemeinschaftsdiagnose, Preissignale auch in Energiekrisen wirken zu lassen und die Wirtschaftspolitik stärker auf Marktmechanismen auszurichten.

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie wird die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung am 22. April vorlegen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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