ifo Beschäftigungsbarometer gesunken (September 2023)

Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat einen Dämpfer erhalten. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im September auf 95,8 Punkte, nach 97,0 Punkten im August. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2021.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.09.2023

Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat einen Dämpfer erhalten. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im September auf 95,8 Punkte, nach 97,0 Punkten im August. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2021. „Der robuste Aufbau an Beschäftigung der letzten Monate ist zum Erliegen gekommen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Wegen fehlender Aufträge werden freiwerdende Stellen eher zurückhaltend nachbesetzt.“

„Die Bereitschaft, neue Mitarbeiter einzustellen, wird vermutlich wieder steigen, wenn sich die Wirtschaft wieder erholt“, ergänzt Wohlrabe. „Mittelfristig wird der demografische Wandel dem Arbeitsmarkt mehr und mehr Arbeitskräfte entziehen.“ Aufgrund fehlender Neuaufträge planen viele Unternehmen in der Industrie mit weniger Personal auszukommen. Gleiches gilt auch für den Handel und das Baugewerbe. Auch der Dienstleistungssektor verliert gerade etwas die Zugwirkung auf dem Arbeitsmarkt. Die Einstellungsdynamik hat merklich nachgelassen. Die Zurückhaltung in den anderen Branchen spüren auch die Personaldienstleister.

Quelle: ifo Institut

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Verbesserungen in der KfW-Förderung „Wohneigentum für Familien“ (WEF) ab 16.10.2023

Im Zuge des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Unterstützung des Wohnungsbaus in Deutschland verbessert die KfW die Förderbedingungen ihrer Kreditförderung „Wohneigentum für Familien“.

KfW, Pressemitteilung vom 25.09.2023

  • Deutliche Erhöhung der Einkommensgrenze sowie der Kredithöchstbeträge
  • Gefördert werden neu errichtete Wohngebäude in den Stufen „Klimafreundliches Wohngebäude“ und „Klimafreundliche Wohngebäude – mit QNG“

Im Zuge des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Unterstützung des Wohnungsbaus in Deutschland verbessert die KfW die Förderbedingungen ihrer Kreditförderung „Wohneigentum für Familien“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Danach wird die Grenze des zu versteuernden Jahreseinkommens, das zur Nutzung des Kreditprogramms berechtigt, für eine Familie mit einem Kind von 60.000 Euro auf 90.000 Euro angehoben. Die Einkommensgrenze erhöht sich mit jedem weiteren Kind um jeweils 10.000 Euro. Darüber hinaus werden die von der Zahl der Kinder abhängigen Kredithöchstbeträge um bis zu 35.000 Euro angehoben.

Gefördert wird wie bisher der Neubau sowie der Ersterwerb (innerhalb von 12 Monaten nach Bauabnahme gemäß § 640 BGB) neu errichteter klimafreundlicher und energieeffizienter Wohngebäude zur Selbstnutzung in den Stufen „Klimafreundliches Wohngebäude“ und „Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG“. Pro Antrag kann maximal eine Wohneinheit gefördert werden. Antragsberechtigt sind Privatpersonen oder Haushalte, die zu mindestens 50 % (Mit-)Eigentum an selbstgenutztem Wohneigentum erwerben möchten und in denen mindestens ein leibliches oder angenommenes Kind gemeldet ist, das zum Zeitpunkt des Antrags das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Die Förderung umfasst bis zu 100 % der förderfähigen Investitionen, d. h. die gesamten Ausgaben für das Bauwerk, die Leistungen der Fachplanung und Baubegleitung, einschließlich der Dienstleistungen für Lebenszyklusanalyse und Nachhaltigkeitszertifizierung. Bei Eigenleistung sind die Ausgaben für das Material förderfähig.

Die neuen Förderbedingungen gelten ab dem 16.10.2023. Nähere Informationen unter ­www.kfw.de/300

Quelle: KfW

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Deutsche Wirtschaft schrumpft in diesem Jahr um 0,5 %, 2024 Wachstum um 0,7 %

Die durch die Energiepreisschocks geschwächte deutsche Wirtschaft kommt auch in den kommenden Monaten lt. Hans-Böckler-Stiftung nicht richtig in Gang, weil hohe Zinsen und eine verhaltene Weltkonjunktur bremsen. Im kommenden Jahr wächst die Wirtschaft wieder, allerdings nur verhalten.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 26.09.2023

Die durch die Energiepreisschocks geschwächte deutsche Wirtschaft kommt auch in den kommenden Monaten nicht richtig in Gang, weil hohe Zinsen und eine verhaltene Weltkonjunktur bremsen. Bei abnehmender Inflation und stärkeren Lohnsteigerungen erholt sich zwar ab dem dritten Quartal 2023 der private Konsum, diese positive Entwicklung kommt aber so spät, dass sie die Rezession im Gesamtjahr 2023 nur etwas mildern kann, nicht verhindern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozent. Im kommenden Jahr wächst die Wirtschaft wieder, allerdings nur verhalten: Das BIP dürfte 2024 um durchschnittlich 0,7 Prozent zulegen. Das ergibt die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Arbeitslosenquote steigt im Jahresmittel 2023 auf 5,7 Prozent. Das entspricht rund 2,6 Millionen Menschen ohne Job – etwa 190.000 mehr als 2022. 2024 steigt die Arbeitslosenquote erneut leicht auf dann 5,9 Prozent. Die Inflationsrate wird im Jahresdurchschnitt 2023 noch hohe 6,0 Prozent betragen, im Jahresverlauf verringert sich der Preisauftrieb aber. 2024 dürfte die Teuerungsrate mit durchschnittlich 2,4 Prozent wieder relativ nahe am Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen. Angesichts dieser Aussichten empfiehlt das IMK eine Pause bei den EZB-Leitzinsen sowie eine stärkere staatliche Unterstützung der sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft mit dem Schwerpunkt auf einer Absicherung gegen weiterhin hohe und volatile Strompreise.

Gegenüber seiner vorherigen Prognose vom Juni bestätigt das IMK seine Erwartung zur BIP-Entwicklung für 2023. Die Wachstumsprognose für 2024 nehmen die Konjunkturfachleute hingegen spürbar um 0,5 Prozentpunkte zurück. Dabei gehen sie davon aus, dass es zu keinen weiteren Energiepreisschüben kommt und sich der aktuell hohe Rohölpreis etwas zurückbildet. Ein erhebliches Risiko sehen sie darin, dass die Wirkung der geldpolitischen Straffung stärker ausfällt als bisher erwartet, wobei auch eine Finanzkrise weiterhin eine relevante Gefahr darstellt.

Die deutsche Wirtschaft ist durch die Folgen der Energiepreisschocks und den globalen geldpolitischen Restriktionskurs geschwächt und wird sich auch 2024 nur schleppend erholen. Denn die Zinserhöhungen wirken sich auf unterschiedlichen Wegen negativ auf die Konjunktur aus: Einmal dämpfen sie das Wachstum der Weltwirtschaft, das die Konjunkturexpert*innen bis Ende 2024 als „verhalten“ einstufen. Das gilt vor allem für den Euroraum, dessen Wirtschaft in diesem Jahr um 0,5 und im kommenden Jahr um 0,9 Prozent wächst. Aber auch für die USA, wo das BIP in diesem Jahr zwar um 1,8 Prozent zulegt, im kommenden Jahr aber nur um 0,8 Prozent. Aus China kommen ebenfalls wenig Impulse für die deutsche Exportwirtschaft. Im Inland sinken die Bauinvestitionen drastisch, auch weil sich Kredite stark verteuert haben. Gleichzeitig wird insbesondere die energieintensive Industrie weiter von hohen Energiepreisen behindert, gegen die die Leitzinserhöhungen wenig bewirken.

Der deutsche Staat steuert mit seinen Ausgaben in diesem Jahr weniger stark gegen die schwächelnde Konjunktur an als noch vor einigen Monaten erwartet. 2024 werden die fiskalischen Impulse sogar leicht negativ ausfallen, weil finanzielle Anti-Krisen-Maßnahmen zurückgefahren werden, während etwa die Beiträge zur Kranken- und zur Pflegeversicherung steigen.

Auf der konjunkturellen Habenseite steht eine langsame Erholung beim privaten Konsum. Nach den heftigen Kaufkrafteinbußen im vergangenen Jahr lässt die Inflation langsam nach, zugleich „werden die Einkommen von deutlich höheren Tariflohnabschlüssen als in den Vorjahren profitieren“, schreiben die Konjunkturfachleute des IMK. In diesem Jahr dürften die verfügbaren Einkommen zwar preisbereinigt noch einmal leicht zurückgehen. Im kommenden Jahr wachsen sie nach der aktuellen Prognose aber spürbar. Der private Konsum entwickelt sich nach dem gleichen Muster (alle Zahlen unten). Stabilisierend auf die Konjunktur wirken auch die kontinuierlich wachsenden Ausrüstungsinvestitionen. Gründe dafür sind unter anderem die ökologische Transformation der Wirtschaft und höhere Rüstungsausgaben des Staates.

Um die wirtschaftlichen Aussichten zu verbessern, haben die Expert*innen zwei zentrale Empfehlungen: Erstens solle die Europäische Zentralbank (EZB) vorläufig unbedingt von weiteren Zinserhöhungen absehen. „Der aktuelle Kurs der EZB birgt angesichts der bereits deutlich geschwächten Wirtschaft das Risiko einer übermäßigen Straffung, zumal sich die Auswirkungen der bisherigen Zinserhöhungen angesichts der erheblichen Wirkungsverzögerungen geldpolitischer Maßnahmen erst noch voll entfalten werden“, warnt das IMK.

Zweitens empfehlen die Ökonom*innen der Bundesregierung: „Angesichts der geldpolitisch verschärften Wirtschaftsflaute und den davon ausgehenden Risiken für die Beschäftigung und die künftigen Produktionsmöglichkeiten sollte sie nun den Schwerpunkt auf die klimapolitisch erforderliche Transformation der Wirtschaft legen und für den Mittelstand und die Industrie Konzepte umsetzen, die die hiesige Produktion sichert, bis der deutlich ausgeweitete Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung den Strompreis hinreichend senkt.“

Kerndaten der Prognose für 2023 und 2024

Arbeitsmarkt

Die schwache konjunkturelle Dynamik bremst die Entwicklung der Erwerbstätigkeit, die gleichwohl positiv bleibt. Die Zahl der Erwerbstätigen legt 2023 jahresdurchschnittlich um 0,7 Prozent zu und 2024 noch geringfügig um 0,1 Prozent. Gleichzeitig wächst allerdings auch die Arbeitslosigkeit leicht. Bei den Arbeitslosenzahlen prognostiziert das IMK im Jahresdurchschnitt 2023 einen Anstieg um knapp 190.000 Personen, sodass im Jahresmittel rund 2,61 Millionen Menschen arbeitslos sein werden. Das entspricht einer Quote von 5,7 Prozent, ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2022. Für 2024 veranschlagen die Forschenden eine weitere leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit und eine Quote von 5,9 Prozent.

Weltwirtschaft und Außenhandel

Die Weltwirtschaft wächst verhalten. Von wichtigen Handelspartnern kommen nur schwache Impulse. 2023 gehen die deutschen Ausfuhren um 1,5 Prozent im Jahresmittel zurück. Trotzdem leistet der Außenhandel per saldo in diesem Jahr rechnerisch einen kleinen positiven Wachstumsbeitrag, weil die Importe jahresdurchschnittlich noch stärker sinken: um 2,2 Prozent. 2024 wachsen die Exporte leicht um 0,5 Prozent, die Importe kräftiger um 1,8 Prozent, der Außenbeitrag ist mit -0,6 Prozent negativ..

Investitionen

Die Ausrüstungsinvestitionen entwickeln sich laut IMK-Prognose robust: 2023 steigen sie um 3,5 Prozent im Jahresmittel, 2024 um 3,3 Prozent. Dabei schlagen sowohl Ausgaben von Unternehmen für den klimafreundlichen Umbau ihrer Produktion zu Buche als auch die steigenden staatlichen Ausgaben für Verteidigung. Die lange Zeit kräftigen Bauinvestitionen brechen hingegen wegen erhöhter Kosten und Zinsen weiter ein. Nach einem Rückgang um 2,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2023 fallen sie 2024 um jahresdurchschnittlich 4,3 Prozent zurück.

Privater Konsum

Die starke Teuerung drückt in diesem Jahr weiter auf die realen Einkommen, auch wenn sich die nominalen Löhne spürbar kräftiger entwickeln als in den Vorjahren. Für 2024 erwartet das IMK dann wieder eine Erholung, weil bei niedrigerer Inflation wieder reale Lohngewinne zu verzeichnen sind. Die privaten Konsumausgaben sinken dementsprechend im Jahresmittel 2023 real um 0,5 Prozent. 2024 wachsen die realen privaten Konsumausgaben dann wieder um 1,6 Prozent.

Inflation und öffentliche Finanzen

Nach 6,9 Prozent Inflation im Vorjahr prognostiziert das IMK für 2023 eine Teuerungsrate von 6,0 Prozent. 2024 beruhigt sich das Inflationsgeschehen dann stärker, im Jahresdurchschnitt beträgt die Teuerungsrate 2,4 Prozent.

Die Steuereinnahmen entwickeln sich 2023 etwas schwächer, nicht zuletzt als Folge verschiedener steuerlicher Entlastungen. Zugleich setzt der Staat zur Krisenbekämpfung noch erhebliche Mittel ein. Das trägt zur Stabilisierung der Konjunktur bei, führt aber auch dazu, dass das öffentliche Budget 2023 ein Defizit von 2,2 Prozent aufweisen wird. Für das kommende Jahr geht das IMK für die öffentlichen Finanzen von einem restriktiveren Kurs aus. Das bremst die Konjunktur, führt aber auch zu einem prognostizierten Rückgang des Defizits auf 1,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2024.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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ifo Exporterwartungen deutlich gesunken (September 2023)

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich merklich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen fielen im September auf -11,3 Punkte, von -6,5 Punkten im August.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.09.2023

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich merklich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen fielen im September auf -11,3 Punkte, von -6,5 Punkten im August. „Die Exportwirtschaft befindet sich in einer Schwächephase“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die Ausfuhr in alle wichtigen Regionen ist gegenwärtig rückläufig.“

Gegenwärtig erwarten nur die Hersteller von Lederwaren und Möbeln und auch einige Betriebe der Nahrungsmittelindustrie einen Zuwachs bei den Exporten. Alle anderen Branchen rechnen eher mit einem rückläufigen Auslandsgeschäft. Die zwischenzeitlichen Hoffnungen auf Zuwächse in der Chemiebranche aus dem Vormonat sind wieder verflogen. Auch die Automobilhersteller sind etwas skeptischer geworden. Am pessimistischsten sind gegenwärtig die Drucker. „Die Exportnachfrage wird sich wahrscheinlich erst im nächsten Jahr wieder deutlich beleben“, ergänzt Wohlrabe.

Quelle: ifo Institut

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ifo Geschäftsklimaindex geht leicht zurück (September 2023)

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt schlecht. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 85,7 Punkte gefallen, nach 85,8 Punkten im August. Die Unternehmen waren erneut weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Der Pessimismus für die kommenden Monate nahm jedoch leicht ab. Die deutsche Wirtschaft scheint die Talsohle erreicht zu haben.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.09.2023

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt schlecht. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 85,7 Punkte gefallen, nach 85,8 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im August. Die Unternehmen waren erneut weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Der Pessimismus für die kommenden Monate nahm jedoch leicht ab. Die deutsche Wirtschaft scheint die Talsohle erreicht zu haben.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex leicht gestiegen. Die Unternehmen waren insbesondere mit der aktuellen Geschäftslage etwas zufriedener. Die Erwartungen wurden hingegen minimal nach unten korrigiert und sind weiterhin von Pessimismus geprägt. Der Auftragsbestand war zwar weiterhin rückläufig, aber nicht mehr so stark wie zuvor.

Im Dienstleistungssektor war Geschäftsklima zum sechsten Mal in Folge rückläufig. Dies war auf eine merkliche Verschlechterung der aktuellen Lage zurückzuführen. Die Umsätze entwickelten schwächer sich als in den Vormonaten. Die Erwartungen konnten jedoch leicht zulegen, sind jedoch weiterhin von Skepsis geprägt.

Im Handel ist der Index gestiegen. Dies war auf weniger pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Händler waren jedoch weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit Januar 2009 gefallen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage nochmals schlechter. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt äußerst pessimistisch.

Quelle: ifo Institut

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Preise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2023: -9,9 % zum Vorjahresquartal

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 2. Quartal 2023 um durchschnittlich 9,9 % gegenüber dem 2. Quartal 2022 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der stärkste Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22.09.2023

Wohnimmobilienpreise sinken nach Höchststand im 2. Quartal 2022 weiter

Preise für Wohnimmobilien, 2. Quartal 2023 (vorläufig)

  • -9,9 % zum Vorjahresquartal
  • -1,5 % zum Vorquartal

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 2. Quartal 2023 um durchschnittlich 9,9 % gegenüber dem 2. Quartal 2022 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war dies der stärkste Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Im 2. Quartal 2022 hatte der Häuserpreisindex seinen bisherigen Höchststand erreicht, seitdem sind die Preise für Wohnimmobilien gegenüber dem jeweiligen Vorquartal rückläufig. Mit -1,5 % zum 1. Quartal 2023 fiel der Rückgang im 2. Quartal 2023 allerdings geringer aus als in den beiden Vorquartalen (1. Quartal 2023: -2,9 % zum Vorquartal, 4. Quartal 2022: -5,1 % zum Vorquartal).

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind die Wohnimmobilienpreise sowohl in den ländlichen als auch in den städtischen Regionen im Durchschnitt weiter gesunken. Am geringsten waren die Rückgänge in den dünn besiedelten ländlichen Kreisen. Hier waren Eigentumswohnungen 7,0 % günstiger als im 2. Quartal 2022, Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten 8,1 % weniger. Im Vergleich zum 1. Quartal 2023 fielen die Preise in den dünn besiedelten Kreisen für Eigentumswohnungen um 2,1 %, während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser leicht um 0,7 % stiegen.

In den Top-7-Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) gingen die Preise für Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,8 % zurück, für Ein- und Zweifamilienhäuser musste 12,6 % weniger gezahlt werden. Im Vergleich zum 1. Quartal 2023 fielen in den Metropolen die Preise für Eigentumswohnungen um 2,1 % und für Ein- und Zweifamilienhäuser um 2,4 %.

Mit der aktuellen Veröffentlichung wurden die Häuserpreisindizes für das Jahr 2022 sowie für das 1. Quartal 2023 revidiert. Die Veränderungsrate des 1. Quartals 2023 zum 1. Quartal 2022 liegt für den bundesweiten Häuserpreisindex sowohl vor als auch nach Revision bei -6,8 %. Die Veränderungsrate des 1. Quartals 2023 gegenüber dem 4. Quartal 2022 wurde um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert (vorläufiger Wert: -3,1 %, revidierter Wert: -2,9 %). Revisionen werden regelmäßig durchgeführt, um nachträgliche Meldungen zu berücksichtigen. (…)

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Geschäftslage im Einzelhandel verschlechtert sich

Die Unternehmen in den meisten Einzelhandelssparten bewerten lt. ifo Institut ihre Geschäftslage schlechter. Verbesserungen gibt es hingegen bei den Lieferschwierigkeiten.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 22.09.2023

Die Unternehmen in den meisten Einzelhandelssparten bewerten ihre Geschäftslage schlechter. „Auch die Erwartung an die kommenden Monate bleibt verhalten. Die weitere Abkühlung der Konjunktur trifft die Einzelhändler, die auch zuletzt schon von einer schwächelnden Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher belastet waren“, sagt ifo-Experte Patrick Höppner.

Verbesserungen gibt es hingegen bei den Lieferschwierigkeiten. Im Einzelhandel insgesamt sind immer weniger Unternehmen von Nachschubproblemen betroffen. Im August waren es noch 34,8 %, nach 36,6 % im Juli. Im Jahresverlauf ist dieser Anteil kontinuierlich gesunken.

Bei Nahrungs- und Genussmitteln sind jedoch noch viele Händler zumindest punktuell bei einigen Produkten von Lieferproblemen betroffen. 73,2 % meldeten das im August, nach 69,9 % im Juli. „Lieferprobleme aufgrund von Preis- und Konditionenstreitigkeiten zwischen Herstellern und Händlern gehen dabei eher zurück“, sagt Höppner. „Dagegen führten stockende Tarifverhandlungen zuletzt vermehrt zu Streiks in der Logistik einiger Händler und damit auch zu Lieferproblemen.“ Bei den Autohändlern waren im August noch über die Hälfte der Unternehmen von Engpässen betroffen. Bei Computern und Software, elektrischen Haushaltsgeräte und bei der Unterhaltungselektronik lag der Anteil jeweils noch bei über einem Viertel.

Wegen der eingetrübten Geschäftssituation im Einzelhandel haben Firmen in einigen Sparten auch Beschäftigung abgebaut. Der Fachkräftemangel ist in den meisten Sparten kein so großes Problem mehr wie zuletzt noch. Insgesamt melden für das dritte Quartal 35,4 % der Einzelhändler Probleme bei der Fachkräftegewinnung, nach 36,7 % im zweiten Quartal. Besonders ausgeprägt bleibt er im Bekleidungseinzelhandel und im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln.

Quelle: ifo Institut

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Unternehmerinnen händeringend gesucht

Sowohl bei der Existenzgründung als auch in der Unternehmensnachfolge sind Frauen unterrepräsentiert – ein Umstand, den sich die deutsche Wirtschaft nur schwer leisten kann. Die DIHK-Initiative „Business Women IHK“ engagiert sich deshalb, um Mädchen und junge Frauen für die Selbstständigkeit und für das Unternehmertum zu begeistern.

DIHK, Mitteilung vom 21.09.2023

Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Transformation der Wirtschaft, Krisenbewältigung – die Herausforderungen für die Wirtschaft sind so groß wie seit langem nicht. Unternehmerisches Engagement ist ein wichtiger Treiber, um solche Herausforderungen zu bewältigen. Doch seit Jahren lässt das unternehmerische Interesse immer mehr nach.

Insbesondere kann Deutschland es sich nicht leisten, das große Potenzial von Frauen bei der Existenzgründung brach liegen zu lassen. Gerade einmal 30 Prozent der Gründenden sind Frauen. Nur knapp 8 Prozent der Patente werden von Erfinderinnen gehalten. Und mit Blick auf die Übernahmen bei der Unternehmensfolge liegt der Frauenanteil lediglich bei etwa 20 Prozent.

Interesse ist da – Umsetzung vereinfachen!

Immerhin sind mittlerweile mehr als 40 Prozent der von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) beratenen Gründungsinteressierten weiblich. Das traditionelle Rollenverständnis ist im Wandel, aber dieser geht nicht abrupt, sondern sukzessive vonstatten. Noch immer steigen viele Frauen später als Männer in die unternehmerische Tätigkeit ein, sie managen vor allem in der Kindererziehungszeit zuerst das „Unternehmen Familie“. In der Folge haben Frauen zu Beginn oft weniger Startkapital ansparen und auch weniger Erfahrung in unternehmerischen Netzwerken sammeln können.

Um Mädchen und junge Frauen schon frühzeitig mit den Chancen und Herausforderungen von unternehmerischem Engagement vertraut zu machen, ist es sinnvoll, entsprechende Inhalte bereits in den Schulen zu verankern.

Vielerorts sollten zudem bessere Betreuungsmöglichkeiten dazu beitragen, unternehmerisches Engagement und Familie besser in Einklang zu bringen – für Frauen und für Männer. Noch zu häufig sind die Betreuungszeiten oftmals in Randzeiten unflexibel, die Ferienbetreuung unzureichend und Wochenendbetreuung nicht im Angebot. Gerade in der arbeitsintensiven Gründungsphase wäre ein bedarfsgerechtes und flächendeckendes Betreuungsangebot eine wichtige Unterstützung. (…)

Quelle: DIHK

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Ausweitung der Maut-Pflicht für Lastkraftwagen

Die Lkw-Maut für die Benutzung von Bundesfernstraßen soll ab dem 1. Januar um eine CO2-Komponente erweitert und ab dem 1. Juli auch auf Lastkraftwagen mit mehr als 3,5 Tonnen bis 7,5 Tonnen ausgeweitet werden. Dies sieht ein von der Bundesregierung vorgelegter Gesetzentwurf (BT-Drucks. 20/8092) vor.

Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 21.09.2023

Die Lkw-Maut für die Benutzung von Bundesfernstraßen soll ab dem 1. Januar um eine CO2-Komponente erweitert und ab dem 1. Juli auch auf Lastkraftwagen mit mehr als 3,5 Tonnen bis 7,5 Tonnen ausgeweitet werden. Dies sieht ein von der Bundesregierung vorgelegter Gesetzentwurf zur Änderung der mautrechtlichen Vorschriften (20/8092) vor. Von der Mautpflicht ausgenommen werden sollen Fahrten von Handwerkern oder Personen mit handwerksähnlichen Berufen mit Fahrzeugen von weniger als 7,5 Tonnen. (…)

Quelle: Deutscher Bundestag – hib-Nr. 679/2023

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Exporte in Nicht-EU-Staaten im August 2023: voraussichtlich -1,7 % zum Juli 2023

Die deutschen Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) sind im August 2023 gegenüber Juli 2023 um 1,7 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im August 2023 Waren im Wert von 58,4 Mrd. Euro dorthin exportiert.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.09.2023

Exporte in Drittstaaten (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), August 2023

  • 58,4 Milliarden Euro
  • -1,7 % zum Vormonat
  • -4,3 % zum Vorjahresmonat

Exporte in Drittstaaten (Originalwerte Warenausfuhren), August 2023

  • 57,4 Milliarden Euro
  • -4,3 % zum Vorjahresmonat

Die deutschen Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) sind im August 2023 gegenüber Juli 2023 kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, wurden im August 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,4 Milliarden Euro dorthin exportiert.

Nicht kalender- und saisonbereinigt wurden im August 2023 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 57,4 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2022 sanken die Exporte um 4,3 %. Mengenmäßig sanken die deutschen Exporte in die Drittstaaten um 13,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren auch im August 2023 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 13,0 Milliarden Euro exportiert. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber August 2022 um 2,2 %. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro exportiert, das waren 7,0 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vorjahresvergleich um 3,0 % auf 5,7 Milliarden Euro ab.

Exporte nach Russland gegenüber dem Vorjahresmonat um 36,1 % gesunken

Die deutschen Exporte in die Russische Föderation sanken im August 2023 gegenüber August 2022 um 36,1 % auf 0,7 Milliarden Euro. Im August 2023 lag Russland damit auf Rang 15 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU. Im Februar 2022, dem Monat vor dem Angriff auf die Ukraine, hatte Russland noch Rang 5 belegt. (…)

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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