Ökonomen sehen leicht schlechtere wirtschaftspolitische Lage in Europa

Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus Europa sehen eine leicht verschlechterte wirtschaftspolitische Lage in ihrem Land gegenüber dem Vorquartal. Dies zeigt der Economic Experts Survey (EES) des ifo Instituts.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 17.08.2023

Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus Europa sehen eine leicht verschlechterte wirtschaftspolitische Lage in ihrem Land gegenüber dem Vorquartal. Dies zeigt der Economic Experts Survey (EES), eine globale vierteljährliche Umfrage des ifo Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Sie bewerten die Wirtschaftspolitik im Land im Vergleich zum Vorquartal mit -6 Punkten auf einer Skala von -100 bis +100. „Besonders in Südeuropa schätzen die Experten die wirtschaftspolitische Lage mit -12 Punkten als schlechter ein“, sagt ifo-Forscher Niklas Potrafke.

In Italien, Spanien und Portugal führen erhebliche Bedenken bei der Umsetzung des NextGenerationEU-Rettungsfonds zu negativen Urteilen. „Einige Experten sehen die Gelder in die falschen Projekte investiert“, sagt Potrafke. Das ist die vierte Umfragewelle, in der die Expertinnen und Experten eine schlechtere wirtschaftspolitische Lage als im Vorquartal in Südeuropa sehen. Nur in Griechenland wird die Lage im Vergleich zum Vorquartal besser eingeschätzt. „In Griechenland hat sich die Wiederwahl von Ministerpräsident Mitsotakis sehr positiv auf die Experteneinschätzungen ausgewirkt“, sagt Potrafke. Ähnlich schlecht wie in Südeuropa bleibt die Einschätzung in Osteuropa mit -11 Punkten. Die Befragten in Westeuropa bewerten die Wirtschaftspolitik mit -4 Punkten, in Nordeuropa mit +2 Punkten im Vergleich zum Vorquartal.

Besonders positiv gestimmt sind Experten in Südostasien (+24) und Westafrika (+25). Weltweit am schlechtesten wird die wirtschaftspolitische Lage in Zentralasien mit -27 im Vergleich zum Vorquartal bewertet.

An der Umfrage im Juni und Juli 2023 nahmen 1.405 Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus 133 Ländern teil.

Quelle: ifo Institut

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Bundeskabinett beschließt Mittelstandsförderung aus dem ERP-Sondervermögen für das Jahr 2024

Das Bundeskabinett hat am 16.08.2023 den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2024 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können auf dieser Grundlage im Jahr 2024 zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital erhalten.

BMWK, Pressemitteilung vom 16.08.2023

Das Bundeskabinett hat am 16.08.2023 den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2024 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können auf dieser Grundlage im Jahr 2024 zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital mit einem Volumen von rund 11 Mrd. Euro erhalten; das sind 12 % mehr als im Vorjahr. Dem deutschen Mittelstand steht damit weiterhin ein verlässliches, qualitativ hochwertiges und besonders großzügiges Förderangebot aus dem ERP-Sondervermögen zur Verfügung.

Das ERP-Sondervermögen leistet insbesondere dort Hilfe, wo das Angebot der Banken nicht in ausreichendem Maße verfügbar ist. So ist beispielsweise im Bereich von Gründungen und Innovationen der Finanzierungszugang oftmals erschwert. Über die ERP-Förderung erhalten KMU Zugang zu günstigen Krediten, bei denen zum Teil auch das Risiko der Banken übernommen wird.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: „Die ERP-Programme mit ihren zinsgünstigen Krediten und Beteiligungskapital gehören zu den schlagkräftigsten Instrumenten der deutschen Wirtschaftsförderung. Eine funktionierende Versorgung des deutschen Mittelstands mit günstigen Krediten und Beteiligungskapital ist Voraussetzung dafür, dass die Unternehmen ehrgeizige Ziele in Richtung Klimaschutz und Digitalisierung zügig und zukunftsorientiert angehen können. Denn ein gutes Finanzierungsumfeld ist eine entscheidende Voraussetzung für Investitionen und Wachstum.“

Die Förderkraft des ERP-Sondervermögens kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die dringend notwendige Transformation der deutschen Wirtschaft voranzutreiben. Denn die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien, der Wechsel hin zu nachhaltigen Produktionsverfahren sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz erfordern von kleinen und mittleren Unternehmen erhebliche Investitionen.

Die ERP-Förderprogramme kommen dem deutschen Mittelstand dabei in seiner gesamten Breite zugute. Die Schwerpunkte für das Jahr 2024 liegen weiterhin auf der Stärkung des Finanzierungszugangs für Gründungen und kleine und mittlere Unternehmen sowie auf den volkswirtschaftlich wichtigen Schlüsselbereichen Innovation, Digitalisierung und Wagniskapital.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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Fachkräftemangel bedroht Innovationsfähigkeit

Der Fachkräftemangel bedroht zunehmend die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Mit der Gründung von Innovationskooperationen versuchen sie dieser Gefahr entgegenzuwirken. Zu diesem Schluss kommen Forscher des ZEW Mannheim und der KU Leuven in einer gemeinsamen Studie.

ZEW, Pressemitteilung vom 16.08.2023

Fehlendes Personal kann teilweise durch Kooperationen ersetzt werden

Vom Fachkräftemangel betroffene Unternehmen können aufgrund fehlender Expertise und Kapazitäten immer seltener innovative Projekte umsetzen – sie verlieren dadurch an Innovationskraft. Um negative Konsequenzen von unbesetzten Stellen abzumildern, setzen Unternehmen verstärkt auf Innovationskooperationen. Zu diesem Schluss kommen Forscher des ZEW Mannheim und der KU Leuven in einer gemeinsamen Studie. Diese basiert auf Daten des Mannheimer Innovationspanels, das seit 1993 jährlich nach europäisch einheitlichem methodischem Standard erhoben wird.

„Unsere Untersuchung zeigt, dass vom Fachkräftemangel betroffene Unternehmen versuchen externes Know-how durch Kooperationen oder Technologietransfers aufzunehmen“, sagt Prof. Dr. Dirk Czarnitzki, Research Associate im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“. „Insbesondere Unternehmen, denen es akut an hochqualifiziertem Personal mit Universitätsabschluss mangelt, setzen auf Innovationskooperationen. Die Unternehmen sind auf die technologischen Fortschritte angewiesen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.“

Kooperationen helfen kurzfristig

Der Fachkräftemangel führt dazu, dass die betroffenen Unternehmen ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen können. Wettbewerbsnachteile gegenüber der Konkurrenz werden wahrscheinlicher. „Der Austausch von Know-how mit externen Partnern kann den Mangel an Kompetenzen ein Stück weit ausgleichen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Unternehmen ihr internes Know-how durch die Breite der Zusammenarbeit vollends ersetzen können. Schließlich hängt der Erfolg von neuen Kooperationen davon ab, ob ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, um diese erfolgreich umzusetzen“, erklärt Czarnitzki. „Langfristig braucht es mehr als nur Kooperationen, um das Problem zu lösen. Eine gezielte Ausbildung und Qualifizierung der Arbeitskräfte, die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen sowie die Verbesserung des Bildungssystems sind mögliche Lösungsansätze.“

Quelle: ZEW

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Mehr Tempo und weniger Bürokratie beim Solarausbau

Die Bundesregierung hat am 16.08.2023 im Kabinett das vom BMWK vorgelegte Solarpaket beschlossen. Die Maßnahmen beschleunigen den Ausbau der Photovoltaik vor dem Hintergrund der ambitionierten PV-Ausbauziele bis 2030.

BMWK, Pressemitteilung vom 16.08.2023

Solarpaket steckt Kurs ab für Verdreifachung des Zubautempos

Die Bundesregierung hat heute im Kabinett das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vorgelegte Solarpaket beschlossen. Die Maßnahmen beschleunigen den Ausbau der Photovoltaik vor dem Hintergrund der ambitionierten PV-Ausbauziele bis 2030. Das Gesetzespaket basiert auf einem umfangreichen Konsultationsprozess mit der Branche, aber auch mittels Bürgerbeteiligung und setzt zentrale Elemente der Photovoltaikstrategie um, die das BMWK im Mai 2023 vorgestellt hatte. Zugleich ist das Solarpaket ein positives Beispiel für Bürokratieabbau. Durch einen dem Erarbeitungsprozess vorausgegangenen Praxis-Check wurden Hemmnisse und Bürokratiehürden aufgespürt und im Gesetzespaket konkret abgebaut.

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck: „Wir brauchen mehr Tempo und weniger Bürokratie beim Solarausbau und genau das setzen wir mit dem Solarpaket um. Wir müssen das Tempo verdreifachen und bis 2026 auf einen jährlichen Zubau von 22 GW kommen, um unsere Ausbauziele zu erreichen. Das ist ambitioniert, denn im letzten Jahr lag der Zubau bei 7,5 GW. Daher haben wir heute im Kabinett mit dem Solarpaket zahlreiche neue Regelungen verabschiedet, die den Zubau in der Freifläche und auf dem Dach sowie die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger steigern. Zugleich räumen wir Hemmnisse aus dem Weg und bekämpfen das Bürokratie-Dickicht.“

So soll zum Beispiel für Balkon-PV die Anmeldung beim Netzbetreiber entfallen. Daneben wird die Direktvermarktung von Strom insgesamt flexibler und die Weitergabe von PV-Strom beispielsweise in Mietshäusern deutlich erleichtert.

„Ein weiterer Schwerpunkt des Pakets liegt darin, Flächen für Solarparks auf eine naturverträgliche und nachhaltige Art bereitzustellen und dabei mit Agri-PV landwirtschaftliche Flächen doppelt zu nutzen – für die Landwirtschaft und für die Stromerzeugung“, so Habeck weiter.

Das Solarpaket im Überblick

1. PV-Ausbau wird beschleunigt – auf dem Land und in der Stadt

Um das Ziel von 215 GW Photovoltaik bis 2030 zu erreichen, soll der jährliche Zubau verdreifacht werden, von 7,5 GW im Jahr 2022 auf 22 GW im Jahr 2026. Der Zubau soll etwa hälftig auf Dächern und in der Fläche erfolgen. Beides wird in dem Gesetzespaket adressiert. Für den Ausbau in der Fläche werden weitere Flächentypen für die Nutzung durch Photovoltaik maßvoll geöffnet und die Förderung für innovative Solaranlagen wie Agri-PV, Biodiversitäts-PV und Parkplatz-PV gestärkt. Für Aufdachanlagen werden eine Vielzahl an bürokratischen Hürden beseitigt, Mieterstrom und Balkon-PV vereinfacht und die Netzanschlüsse beschleunigt.

2. Freifläche: Ausbau im Einklang mit Naturschutz und Landwirtschaft

Ein Kern des Pakets liegt darin, dass auch die Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes gewahrt werden. Die Förderung von Solaranlagen soll grundsätzlich auch in benachteiligten Gebieten möglich sein, die bislang für landwirtschaftliche Zwecke genutzt wurden. Gleichzeitig wird eine klare Obergrenze definiert, die für einen ausgewogenen Ausgleich der Nutzungen sorgt. Wenn ein Anteil von einem Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in einem Bundesland bereits mit Solaranlagen belegt sind, kann das Land diese Flächen zudem für weitere Anlagen wieder schließen. Für die besonderen PV-Anlagen, welche eine besonders effiziente Doppelnutzung von Flächen ermöglichen – Agri-PV, Parkplatz-PV, Floating-PV und Moor-PV, wird ein eigenes Ausschreibungssegment eingeführt, das durch eine schrittweise Erhöhung einen immer größeren Beitrag zum Solarausbau in der Fläche leisten wird. Um den Naturschutz zu stärken, wird die neue Kategorie „Biodiversitäts-PV“ eingeführt und bei Agri-PV-Anlagen werden Maßnahmen zum Naturschutz besonders gefördert.

3. Zubau von Aufdach-PV wird durch Bürokratieabbau beschleunigt

Um das Ziel von 11 GW Zubau pro Jahr auf Dächern zu erreichen, werden wesentliche Hürden adressiert und abgebaut, die im Austausch mit der Branche im Rahmen eines sog. Praxis-Checks, aber auch im Rahmen einer umfassenden Konsultation mit Verbänden, Zivilgesellschaft, Kommunen zur PV-Strategie und in einer Petition zu Balkon-Solar identifiziert wurden. Ein Fokus sind hierbei die Gewerbedächer: Hier wird die Pflicht zur Direktvermarktung ab 100 kW flexibler gestaltet, der Grenzwert für das Anlagenzertifikat wird von bisher 135 kW auf 270 kW Einspeiseleistung angehoben und die Zusammenfassung von Anlagen wird auf den Netzanschluss begrenzt. Für kleine PV-Anlagen werden der Netzanschluss weiter beschleunigt und technische Anforderungen in der Direktvermarktung gesenkt. Die Förderung von PV-Anlagen auf bereits bestehenden, aber noch nicht für PV genutzten Gebäuden im Außenbereich wird ermöglicht, ebenso wie das sog. Repowering, also umfangreiche Erneuerung von Aufdachanlagen.

4. Mieterstrom und Balkonsolar wird deutlich vereinfacht

Ein weiterer Fokus im Solarpaket liegt auf der Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern am PV-Ausbau. So werden zum einen die Regelungen für die gemeinsame Nutzung von PV-Anlagen z. B. auf einem Mehrfamilienhaus stark vereinfacht: Mit der sog. Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung wird es ermöglicht, PV-Strom innerhalb eines Gebäudes gemeinsam und unbürokratisch zu nutzen – ohne wie bisher alle Pflichten eines Stromversorgers erfüllen zu müssen. Gleichzeitig wird Mieterstrom vereinfacht und auch für Gewerbegebäude ermöglicht.

Zum anderen werden die Regeln für Balkonsolar deutlich vereinfacht: Statt zwei Anmeldungen wie bisher wird in Zukunft lediglich eine stark vereinfachte Anmeldung erforderlich sein und auf den Einbau eines neuen Zählers muss nicht mehr gewartet werden – ein rückwärtslaufender Zähler wird bis dahin vorübergehend geduldet.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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Mangel an Fachkräften hat leicht zugenommen

Immer mehr deutschen Firmen fehlen Fachkräfte. Das ergibt die jüngste ifo Konjunkturumfrage bei etwa 9.000 Unternehmen aus ganz Deutschland.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 16.08.2023

Immer mehr deutschen Firmen fehlen Fachkräfte. Das ergibt die jüngste ifo Konjunkturumfrage bei etwa 9.000 Unternehmen aus ganz Deutschland. Unter Engpässen an qualifizierten Arbeitskräften leiden demnach im Juli 43,1 % der Firmen, nach 42,2 % im April 2023. „Trotz schwächelnder Konjunktur sind viele Unternehmen weiterhin händeringend auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitenden“, sagt ifo-Experte Stefan Sauer. Im Juli 2022 war das Allzeithoch von 49,7 % erreicht worden.

Besonders stark betroffen ist der Dienstleistungssektor. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung finden 75,3 % nicht die Bewerber*innen, die sie brauchen. Etwa zwei Drittel der Unternehmen im Verkehrsbereich sowie der Architektur- und Ingenieurbüros berichten von Fachkräftemangel – ein neuer Höchststand für diese Branchen.

Unter den EDV-Geräteherstellern sind 43,1 % der befragten Firmen betroffen. Im Maschinenbau liegt der Anteil derzeit bei 40,9 %. Insgesamt hat sich der Anteil im Verarbeitenden Gewerbe geringfügig auf 34,6 % verringert. Im Handel und im Bauhauptgewerbe klagen etwas weniger als ein Drittel der Unternehmen über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Quelle: ifo Institut

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EU-Importe: China läuft Deutschland den Rang ab

Jahrzehntelang dominierten deutsche Produkte den europäischen Markt, doch die chinesische Konkurrenz holt immer schneller auf. Insbesondere der Anteil industrieller Produkte aus Deutschland schrumpft, während der chinesische Anteil wächst. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

IW Köln, Pressemitteilung vom 15.08.2023

Jahrzehntelang dominierten deutsche Produkte den europäischen Markt, doch die chinesische Konkurrenz holt immer schneller auf. Insbesondere der Anteil industrieller Produkte aus Deutschland schrumpft, während der chinesische Anteil wächst. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die Entwicklung gibt Grund zur Sorge: Während deutsche Produkte eine immer kleinere Rolle auf dem europäischen Markt spielen, gewinnen chinesische Waren immer mehr an Bedeutung. Zur Jahrtausendwende machten deutsche Produkte rund 14 Prozent an den gesamten EU-Importen aus, 2022 waren es nur noch 12,5 Prozent. Im selben Zeitraum stieg der Anteil chinesischer Waren von 2,6 Prozent auf 8,8 Prozent an. Besonders deutlich wird diese Entwicklung beim Blick auf Produkte, die als deutsche Exportschlager gelten: Maschinen, chemische Produkte, Metallerzeugnisse oder Autos. Im Jahr 2000 hatte die deutsche Wirtschaft noch über 15 Prozentpunkte Vorsprung bei diesen anspruchsvollen Industriegütern – im vergangenen Jahr waren es nur noch 2,5 Prozentpunkte.

China überholt Deutschland bei Elektronik

Insbesondere Computer und andere elektrische und optische Geräte kaufen die Europäer mittlerweile lieber aus chinesischer Produktion: Lag ihr Anteil zu Jahrtausendbeginn noch bei 4,5 Prozent, waren es im vergangenen Jahr 27,4 Prozent. Deutsche Produkte machen nur noch 9,3 Prozent der Importe aus – nach 10,7 Prozent im Jahr 2000. Bei Autos hat Deutschland mit 22 Prozent Importanteil zwar noch die Nase vorn, doch die Entwicklung der vergangenen paar Jahre zeigt auch hier: China holt rasant auf und macht dabei immer mehr Tempo. Das Land hat Erfahrungen im Bau von Elektroautos gesammelt, insbesondere während und nach der Corona-Pandemie konnte China seine Anteile auf dem europäischen Markt ausbauen. Zwar waren zuletzt nur 3,5 Prozent der Kraftwagen, die die EU importierte, chinesischer Bauart, doch das Land hat seinen Anteil innerhalb von nur zwei Jahren mehr als verdoppelt – 2020 lag er noch bei 1,7 Prozent.

Energiekosten dürften Exportschwäche verstärken

Noch sind deutsche Autos auf dem europäischen Markt vielfach vertreten, doch die fortschreitende Energiewende setzt die Unternehmen zunehmend unter Druck. Und das nicht nur in der Automobilbranche: Auch für die Chemieindustrie, die auf viel Energie angewiesen ist, werden hohe Energiekosten zunehmend zum Problem. „Egal ob Maschinenbau, Elektroindustrie oder Chemiebranche: In den wichtigsten deutschen Exportbranchen sinken die Anteilsvorsprünge immer stärker“, sagt Studienautor und Außenhandelsexperte Jürgen Matthes. „Das deutsche Exportmodell scheint zunehmend ins Wanken zu geraten.“

Quelle: IW Köln

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IMK-Konjunkturindikator: Rezessionswahrscheinlichkeit weiterhin im roten Bereich

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession durchläuft, ist in den letzten Wochen zwar leicht gesunken, aber weiterhin so hoch, dass der IMK-Konjunkturindikator wie im Juli „rot“ anzeigt.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 15.08.2023

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession durchläuft, ist in den letzten Wochen zwar leicht gesunken, aber weiterhin so hoch, dass der IMK-Konjunkturindikator wie im Juli „rot“ anzeigt. Das Frühwarninstrument des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung bündelt die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen. Für den Zeitraum von August bis Ende Oktober weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 71,5 Prozent aus, nachdem sie im Juli für die folgenden drei Monate 78,5 Prozent betrug. Auch der neue Wert liegt über der Grenze, ab der der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator eine akute Rezessionsgefahr („rot“) markiert. Zusätzlich ist die statistische Streuung gestiegen, in der sich die Verunsicherung der Wirtschaftsakteure ausdrückt.

„Nach wie vor bremsen verschiedene Gegenwinde die deutsche Konjunktur. Der private Verbrauch wird durch die weiter hohe, wenn auch inzwischen rückläufige, Inflation beeinträchtigt. Unternehmensinvestitionen und Wohnungsbautätigkeit leiden unter höheren Finanzierungskosten, Preisen und Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung. Besonders ausgeprägt ist die konjunkturelle Schwäche bei der Produktion energieintensiver Industriezweige, was sich in der seit der Corona-Krise nur seitwärts verlaufenden Produktion des gesamten Produzierenden Gewerbes bemerkbar macht“, beschreibt IMK-Konjunkturexperte Dr. Thomas Theobald das aktuelle Bild. Hinzu kommt, dass Stimmungsindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex zuletzt weiter gesunken sind.

Zwar gab es jüngst auch kleine „Hoffnungsschimmer“, so Theobald: Die Produktion im Dienstleistungssektor (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) und die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes aus dem Ausland legten merklich zu. Allerdings ist die Entwicklung der Auftragseingänge bislang durch Großaufträge geprägt, die oftmals einmalige Bestellungen widerspiegeln und somit nur eingeschränkt aussagekräftig für die konjunkturelle Grunddynamik sind. Auf die Drei-Monats-Prognose des Konjunkturindikators hat diese positive Entwicklung daher zunächst kaum Einfluss.

Dass das Rezessionsrisiko trotzdem leicht gesunken ist, geht wesentlich auf die Stabilisierung einiger Finanzmarktindikatoren zurück. So ist der „Finanzmarktstress“, den das IMK anhand von zahlreichen Daten misst, aktuell auf einem moderaten Niveau. Auch der Zinsunterschied zwischen Unternehmens- und Staatsanleihen hat sich leicht reduziert. Allerdings verhindere die erneute Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli, dass sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen wirklich spürbar verbesserten, analysiert der IMK-Experte.

Ein „klassisches Konjunkturpaket mit kurzzeitigen Maßnahmen“, die die Nachfrage ankurbeln, sei in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Konstellation wenig sinnvoll, sagt Theobald. Auch Steuersenkungsvorschläge, die aktuell kursieren, hält der Ökonom nicht für zielführend. Was es brauche, sei „ein zusätzlicher transformativer Impuls für die Investitionen“. Aus konjunktureller Sicht sei es gut, wenn der möglichst zeitnah komme, bevor der Arbeitsmarkt ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Und: „Auch eine baldige Einführung von ohnehin geplanten Maßnahmen, die zielgerichtet entlang der Einkommensverteilung den Konsum stabilisieren, wie die Kindergrundsicherung und das Klimageld, kann konjunkturell hilfreich sein“, sagt Theobald.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft zum jeweils vorliegenden Veröffentlichungszeitpunkt ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt. Der Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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Erwartungen steigen leicht, Lage schlecht

Die ZEW-Konjunkturerwartungen steigen für Deutschland in der aktuellen Umfrage vom August 2023 leicht an. Die Einschätzung der gegenwärtigen konjunkturellen Lage verschlechtert sich hingegen stark.

ZEW, Pressemitteilung vom 15.08.2023

ZEW-Indikator liegt bei minus 12,3 Punkten

Die ZEW-Konjunkturerwartungen steigen für Deutschland in der aktuellen Umfrage vom August 2023 leicht an. Sie liegen mit minus 12,3 Punkten um 2,4 Punkte über dem Wert des Vormonats. Die Einschätzung der gegenwärtigen konjunkturellen Lage verschlechtert sich hingegen stark. Sie sinkt um 11,8 Punkte und liegt aktuell bei minus 71,3 Punkten. Vergleichbar schlecht war die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland zuletzt im Oktober 2022.

„Die ZEW-Konjunkturerwartungen liegen für Deutschland weiterhin im negativen Bereich, verbessern sich jedoch leicht gegenüber dem Vormonat. Die Finanzmarktexpertinnen und -experten gehen somit bis Jahresende von einer leichten Verbesserung der konjunkturellen Lage aus. Die erhöhten Erwartungen sind jedoch im Kontext einer deutlich verschlechterten Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland zu betrachten. Bemerkenswert ist, dass die Befragten mehrheitlich keine weiteren Zinserhöhungen im Euroraum sowie den USA erwarten und die Konjunkturerwartungen für die USA stark gestiegen sind – daraus resultieren die verbesserten Erwartungen für Deutschland“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.

Die Erwartungen der Finanzmarktexpertinnen und -experten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen im August stark um 6,7 Punkte an. Sie liegen damit aktuell bei minus 5,5 Punkten. Der Lageindikator für die Eurozone steigt um 2,4 Punkte auf nun minus 42,0 Punkte.

Quelle: ZEW

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2023

Nach der leicht rezessiven Entwicklung im Winterhalbjahr 2022/23 stagnierte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal. Während der private Konsum stabilisierend gewirkt haben dürfte, dämpften die noch schwachen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produktion und Exportentwicklung. Aktuelle Frühindikatoren wie Auftragseingänge und Geschäftsklima, aber auch die verhaltende Entwicklung der Weltkonjunktur, deuten lt. BMWK vorerst nicht auf eine nachhaltige wirtschaftliche Belebung in Deutschland hin.

BMWK, Pressemitteilung vom 14.08.2023

  • Nach der leicht rezessiven Entwicklung im Winterhalbjahr 2022/23 stagnierte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal. Während der private Konsum stabilisierend gewirkt haben dürfte, dämpften die noch schwachen außenwirtschaftlichen Rahmenbe­dingungen Produktion und Exportentwicklung. Aktuelle Frühindikatoren deuten noch nicht auf eine nachhaltige konjunkturelle Belebung in den kommenden Monaten hin.
  • Die Industrieproduktion war im Juni im Vormonatsvergleich deutlich rückläufig (-1,3 %), wobei insbesondere die Automobilindustrie und das Baugewerbe deutliche Rückgänge aufwiesen. Die Auftragseingänge stiegen im Juni zwar kräftig an (+7,0 %), dies war allerdings vor allem auf volatile Großaufträge zurückzuführen. Ohne Großaufträge bleiben die Auftragseingänge abwärtsgerichtet. Das ifo-Geschäftsklima hat sich im Juli weiter eingetrübt, insbesondere die Erwartungen für die weitere Entwicklung liegen im deutlich negativen Bereich.
  • Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz haben sich im Juni zwar gegenüber dem Vormonat wieder verringert (-0,6 %), aber im zweiten Quartal insgesamt ist es gegenüber dem Vorquartal zu einem Zuwachs um 1,3 % gekommen. Angesichts rückläufiger Inflationsraten und steigender Tarifabschlüsse könnten vom privaten Konsum in den kommenden Monaten zunehmend Impulse ausgehen.
  • Der Auftrieb der Verbraucherpreise hat sich im Juli weiter vermindert. Die Inflationsrate lag bei 6,2 % (Juni: +6,4%) und auch die Rate der Kerninflation ging um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 % zurück. Nahrungsmittel verteuerten sich zwar erneut überproportional (+11,0 %), aber auch hier hat sich die Steigerungsrate im Vorjahresvergleich in den letzten Monaten deutlich vermindert (März: +22,3 %).
  • Am Arbeitsmarkt zeigte sich die konjunkturelle Schwäche auch im Juli, aber der merkliche Rückgang im Vormonat hat sich nicht fortgesetzt. Die registrierte Arbeitslosigkeit ging leicht zurück und die Erwerbstätigkeit blieb unverändert. Die Zahl der offenen Stellen war im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal nur leicht rückläufig, lag jedoch 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Trotz der leichten Abkühlung blieb die Personalnachfrage der Unternehmen robust. In den kommenden Monaten ist mit einer verminderten Dynamik am Arbeitsmarkt zu rechnen, die Unternehmen planen weniger Neueinstellungen.
  • Im Mai 2023 lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen nach endgültigen Ergebnissen um 3,5 % höher als im Vormonat April (Mai: 1.478, April: 1.428). Gegen­über dem Vorjahresmonat beträgt der Anstieg 19 %. Der Frühindikator IWH-Insolvenz­trend zeigt für Juli 2023 einen leichten Rückgang von -2,4 % ggü. dem Vormonat, liegt aber weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert (+44,4 %). Insgesamt zeigt der Trendverlauf einen kontinuierlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen seit Mitte 2022, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.
  • Aktuelle Frühindikatoren wie Auftragseingänge und Geschäftsklima, aber auch die verhaltende Entwicklung der Weltkonjunktur, deuten vorerst nicht auf eine nachhaltige wirtschaftliche Belebung in Deutschland hin.

Stagnation des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal 2022

Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 28.07. zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal stagnierte dieses preis-, saison- und kalenderbereinigt im Quartalsvergleich. Auf der Verwendungsseite dürfte im Zuge der rückläufigen Inflationsentwicklung und steigender Löhne insbesondere der private Konsum stabilisierend gewirkt haben. Negativ dürfte sich hingegen vor allem der Außenbeitrag (Exporte abzüglich Importe) niedergeschlagen haben, da das schwache außenwirtschaftliche Umfeld die Exportentwicklung und die Produktionstätigkeit dämpft. Mit der Schnellmeldung legte das Statistische Bundesamt turnusgemäß auch Revisionen des BIP der vorangegangenen Jahre vor. Demnach fiel der wirtschaftliche Rückgang im vierten Quartal 2022 (mit -0,4 statt -0,5 Prozent) und im ersten Quartal 2023 (mit -0,1 statt -0,3 Prozent) jeweils etwas geringer aus als zuvor gemeldet. Detaillierte Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im zweiten Quartal werden vom Statistischen Bundesamt am 25.08. veröffentlicht.

Nach der – nunmehr etwas weniger ausgeprägten – rückläufigen Entwicklung der deutschen Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2022/23 stellte sich die allgemein erwartete konjunkturelle Erholung auch im Frühsommer noch nicht ein. Binnenwirtschaftlich zeigen sich mit der erwarteten vorsichtigen Belebung des privaten Konsums, der Dienstleistungen wie auch der Investitionsentwicklung erste Lichtblicke, die sich im weiteren Jahresverlauf festigen dürften. Gleichzeitig dämpfen die noch schwache außenwirtschaftliche Nachfrage, die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, die nach wie vor hohen Preissteigerungsraten wie auch die zunehmend spürbaren Auswirkungen der geldpolitischen Straffungen eine kräftigere wirtschaftliche Erholung. Aktuelle Frühindikatoren wie Auftragseingänge und Geschäftsklima deuten weiterhin nicht auf eine nachhaltige wirtschaftliche Belebung in Deutschland in den kommenden Monaten hin.

Weltweite Konjunkturaussichten trüben sich ein

Die weltweite Industrieproduktion blieb im Berichtsmonat Mai im Vergleich zum Vormonat unverändert (+0,0 %), der Welthandel konnte einen leichten Zuwachs von 0,3 % verzeichnen, die Frühindikatoren zum Welthandel deuten jedoch auf eine uneinheitliche Entwicklung in den kommenden Monaten hin. Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ist im Berichtsmonat Juni zwar leicht von 123,2 auf 125,2 Punkte gestiegen, was auf eine moderate Erholung des Welthandels hindeutet. Diese Belebung des globalen Containerumschlags geht jedoch hauptsächlich auf Häfen außerhalb Europas und Chinas zurück. In Nordeuropa blieb der Nordrange-Index ggü. Mai relativ konstant (104,0 nach 104,2 Punkten). Laut Schiffbewegungsdaten des Kiel-Trade-Indikators dürfte der Welthandel im Juli dagegen deutlich nachgeben (-1,6 %).

Der Stimmungsindikator von S&P Global liegt seit Februar durchweg oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, ist im Juni jedoch merklich auf einen Wert von 52,7 gefallen und deutet somit auf eine nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft hin.

Der IWF erwartet in den kommenden Jahren ein jährliches Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent und damit eine im historischen Vergleich unterdurchschnittliche Entwicklung. Laut dem aktuellen Prognosedurchschnitt von Consensus Economics dürfte die wirtschaftliche Aktivität in wichtigen Handelspartnerländern Deutschlands in diesem Jahr nur verhalten zulegen (Euroraum: +0,5 %, USA: +1,6 %). Aus Asien dürften dagegen stärkere Impulse auf die Weltwirtschaft ausgehen.

Weiterhin keine Wachstumsimpulse vom deutschen Außenhandel

Die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen sind im Juni mit 0,8 % ggü. dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt leicht gestiegen (Mai: -1,0 %). Im Quartalsvergleich lagen sie allerdings um 0,8 % niedriger. Die nominalen Einfuhren von Waren und Dienstleistungen fielen im Juni gegenüber Mai 2023 um 2,4 %, im Quartalsvergleich ergibt sich ein Minus von 1,2 %. Die Waren-Ausfuhren in die EU- und in Nicht-EU-Länder entwickelten sich gegenläufig: Während Lieferungen in die EU um 1,3 % stiegen, gingen Warenexporte in Drittstaaten um 1,1 % zurück. Dabei schlug sich die schwächere Nachfrage aus China in deutlich fallenden Warenexporten dorthin nieder (-5,9 %); auch Warenexporte in die USA und das Vereinigte Königreich waren leicht rückläufig (jeweils -0,2 %). Importe von Waren aus der EU nach Deutschland sanken um 3,1 %, aus den übrigen Ländern sogar um 3,7 %, trotz deutlich steigender Warenimporte aus China (+5,3 %).

Aufgrund der rückläufigen Importe bei moderat gestiegenen Exporten ist der monatliche Handelsbilanzüberschuss merklich von 10,9 Mrd. Euro im Mai auf 16,0 Mrd. Euro im Juni angestiegen.

Bei den Außenhandelspreisen zeigen sich im Berichtszeitraum weiterhin die Auswirkungen der sinkenden Energie- und Rohstoffpreise auf den Weltmärkten sowie der Abbau der Lieferkettenprobleme. Die Terms of Trade verbesserten sich im Juni um 1,5 % ggü. dem Vormonat, da sich die Einfuhren erneut deutlich stärker verbilligten (-1,6 %) als die Ausfuhren (-0,1 %). Die Exporte dürften somit auch in realer Betrachtung leicht gestiegen sein, während die Importe real weniger stark gesunken sein dürften.

Die Frühindikatoren zeichnen derzeit ein schwaches Bild für die weitere Exportentwicklung. Die ifo Exporterwartungen sind im Juli geringfügig auf -6,0 Punkte gefallen, nachdem es von Mai auf Juni zu einem kräftigen Rückgang von +0,9 auf -5,9 Punkte gekommen war. Der Kiel-Trade-Indikator signalisiert für den Juli einen Rückgang der deutschen Exporte um real 0,4%.

Ausblick in der Industrie bleibt verhalten

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni gegenüber dem Vormonat spürbar um 1,5 % gefallen, nachdem sie im Mai in etwa unverändert geblieben war (-0,1 %). In der Industrie und im Baugewerbe verringerte sich die Ausbringung zuletzt um 1,3 % bzw. 2,8 %. Im Bereich Energie kam es im Juni zu einer Stabilisierung (+0,6 %), nachdem hier in den Monaten zuvor kräftige Abnahmen verzeichnet worden waren.

In den beiden gewichtigen Industriebereichen Kfz und Kfz-Teile sowie Maschinenbau nahm die Herstellung im Juni um 3,5 % bzw. 1,3 % ab. Die energieintensiven Industriezweige verzeichneten hingegen insgesamt ein Plus von 1,1 %, wobei Zuwächsen bei chemischen Erzeugnissen (+3,5 %) sowie Kokerei und Mineralölverarbeitung (+15,3 %) Abnahmen in den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung (-3,1 %), Papier und Pappe (-2,3%) sowie Glas, Glaswaren und Keramik (-0,7 %) gegenüberstanden.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe lagen im Juni gegenüber dem Vormonat mit +7,0 % erneut kräftig im Plus. Bereits im Mai hatten sie mit +6,2 % deutlich zugelegt. Allerdings waren die Anstiege im Vormonatsvergleich im Wesentlichen durch Großaufträge verursacht. Rechnet man diese heraus, gingen die Neuaufträge im Juni um 2,6 % zurück.

Positiv entwickelten sich die Ordereingänge insbesondere in den Bereichen elektrische Ausrüstungen (+9,6 %), pharmazeutische Erzeugnisse (+7,0 %) sowie im gewichtigen Maschinenbau (+5,1 %). Die Bestellungen im ebenfalls gewichtigen Bereich Kfz und Kfz-Teile waren hingegen mit -7,3 % kräftig rückläufig und auch der Bereich EDV und optische Geräte verzeichnete einen Rückgang (-3,3 %). Im sonstigen Fahrzeugbau schlug insbesondere ein Großauftrag im Luft- und Raumfahrzeugbau zu Buche (+89,2 %).

Nach den leichten Zuwächsen in der Industrieproduktion im April und Mai entwickelte sie sich zum Ende des zweiten Quartals schwach. Im Quartalsvergleich ergab sich ein Minus von 0,6 %. Hier schlägt ein weiterer deutlicher Rückgang von 3,4 % bei den energieintensiven Industrien zu Buche. Die Auftragseingänge in der Industrie zeigen weiter ein uneinheitliches Bild, das von starken Schwankungen und Sondereffekten durch Großbestellungen geprägt ist. Im aussagekräftigeren Quartalsvergleich entwickelten sich die Bestellungen im zweiten Quartal mit +0,2 % gegenüber dem ersten Quartal aber stabil. Angesichts der gedämpften Geschäfts- und Exporterwartungen der Unternehmen ist eine spürbare Erholung der Industriekonjunktur derzeit noch nicht absehbar.

Einzelhandelsumsatz nimmt wieder leicht ab, die Stimmung unter den Verbrauchern verbessert sich auf niedrigem Niveau

Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,6 % zurückgegangen, nachdem sie im Mai um 2,1 % und im April um 0,8 % gestiegen waren. Damit ergab sich im zweiten Quartal insgesamt gegenüber dem Vorquartal ein Anstieg um 1,3 %. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 meldete der Einzelhandel allerdings ein reales Umsatzminus von 2,5 %, was vor allem die anhaltend hohen Preissteigerungen widerspiegelt. Der Handel mit Lebensmitteln verzeichnete im Juni im Vergleich zum Vormonat eine Abnahme des Umsatzes um 3,1 %, gegenüber dem Vorjahresmonat war der Rückgang noch deutlicher (-8,1 %). Vor allem aufgrund der starken Verteuerung von Lebensmitteln verzeichnet diese Sparte des Einzelhandels seit 24 Monaten in Folge im Vorjahresvergleich rückläufige Umsätze. Nach wie vor sind die Nahrungsmittel ein starker Treiber der Verbraucherpreise, auch wenn sich deren Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat zuletzt weiter abgeschwächt haben (Juli: +11,0 %, Juni: +13,7 %, Mai: + 14,9 %, April: +17,2 %). Der Umsatz im Internet- und Versandhandel erhöhte sich im Juni um 2,9 % (gegenüber Vorjahresmonat -1,9 %).

Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter haben im Juli um 2,7 % zugelegt, nachdem sie im Juni um 1,6 % gefallen waren (Mai: +2,9 %).

Die Frühindikatoren für die Stimmung unter den Verbrauchern senden unterschiedliche Signale: Laut Prognose von GfK wird sich die Stimmung unter den privaten Konsumenten im August wieder erholen, nachdem sie im Juli einen kleinen Dämpfer erlitten hatte. Zuvor war sie acht Mal in Folge, ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, gestiegen. Die ifo Geschäftslage im Einzelhandel hat sich im Zuge der leichten Konsumbelebung zwar etwas verbessert, die Erwartungen bezüglich der weiteren Entwicklung haben sich hingegen im Juli wieder spürbar eingetrübt und liegen tief im negativen Bereich. Der private Konsum hat sich im zweiten Quartal nach den deutlichen Rückgängen im Winter zunächst stabilisiert. Insgesamt sprechen die Frühindikatoren am aktuellen Rand für eine gedämpfte Entwicklung. Mit weiter rückläufigen Inflationsraten und steigenden Tarifabschlüssen ist insgesamt von einer zunehmenden Belebung des privaten Verbrauchs auszugehen.

Rückläufiger Trend bei Inflation setzt sich weiter fort

Die Inflationsrate (Verbraucherpreisanstieg binnen Jahresfrist) hat sich im Juli leicht auf 6,2 % verringert (Mai: +6,4 %). Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) hat sich ebenfalls verringert auf 5,5 % (Juni: +5,8 %). Nahrungsmittel verteuerten sich im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überproportional (+11,0 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier weiter nach (Juni: +13,7 %, Mai: + 14,9 %, April: +17,2 %). Die Energiepreise legten im Juli mit +5,7 gegenüber dem Vorjahresmonat zwar etwas weniger stark zu als der Gesamtindex, aber stärker als noch im Juni (+3,0 %). Ausschlaggebend hierfür war auch ein Basiseffekt infolge des Wegfalls der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022.

Der Preisdruck von Seiten der Energieträger hat weiter abgenommen. An den Spotmärkten sind die Notierungen für Erdgas gefallen: Aktuell liegt der TTF Base Load mit 29 Euro/MWh 86 % unter dem Niveau des Vorjahres bzw. 15 % unter dem des Vormonats. Zum Rückgang im Vergleich zu den Höchstständen von über 300 Euro/MWh im August 2022 haben die anhaltenden Einsparungen, die überwiegend milde Witterung und die hohen Füllstände der Gasspeicher beigetragen. Die Markterwartungen deuten allerdings darauf hin, dass die Erdgaspreise in den kommenden Quartalen wieder auf etwa 50 Euro/MWh steigen könnten. Erst 2027 dürften sie sich gemäß der Future-Preise beim Vorkrisenniveau einpendeln.

Aufgrund der Energiepreisentwicklung zeigt sich auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen eine nachlassende Preisdynamik. Die Einfuhrpreise gingen im Juni um 1,6 % ggü. Vormonat zurück und liegen damit 11,4 % unter dem Vorjahresniveau. Die Erzeugerpreise sind im Juni nur noch leicht um 0,1 % gegenüber Vorjahresmonat gestiegen (Mai: +1,0; April: +4,1 %); gegenüber dem Vormonat nahmen sie ab (‑0,3 %). Auch die Verkaufspreise im Großhandel gaben im Juni sowohl im Vormonats- (‑0,2 %) als auch im Vorjahresvergleich (‑2,9 %) nach. Auf allen drei Wirtschaftsstufen gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang, der sich mit Verzögerung auch in einem rückläufigen Verbraucherpreisanstieg niederschlagen dürfte.

Für die nächsten Monate ist damit – auch mit Blick auf die Preiserwartungen der Unternehmen – von einer weiter hohen, aber langsam abflauenden Preisdynamik auszugehen. Der Preisdruck vergangener Kostensteigerungen und Lieferkettenstörungen ist weitgehend überwälzt. Die Energiepreise liegen auf moderatem Niveau. Die geldpolitische Straffung wirkt dämpfend auf die Nachfrageseite. Vor diesem Hintergrund liegt das aktuelle Prognosespektrum für die Inflationsrate im Jahr 2023 bei 5,3 bis 6,1 % und im Jahr 2024 bei 2,0 bis 3,1 %. Zu beachten sind dabei weitere Preisniveau-steigernde Basiseffekte: Im Zeitraum Oktober 2023 bis März 2024 dürfte die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf Gas und Fernwärme ein Jahr zuvor zu einem leichten Anstieg führen.

Schwache Konjunktur hinterlässt weiterhin Bremsspuren am Arbeitsmarkt

Auch im Juli zeigt sich die konjunkturelle Schwäche am Arbeitsmarkt, der merkliche Rückgang im Vormonat hat sich aber nicht fortgesetzt. Die Arbeitslosigkeit sank saisonbereinigt leicht um 4.000 Personen. Ein Grund dafür dürfte auch in den Auswirkungen der Fluchtmigration liegen: eine vermehrte Teilnahme dieser Personengruppe an Integrationskursen dämpft die Arbeitslosigkeit. Die Erwerbstätigkeit lag im Juni unverändert auf Vormonatswert, wobei der Mai kräftig um 20.000 Personen aufwärtsrevidiert wurde. Hier dürften sich auch die revidierten amtlichen BIP-Zahlen von Ende Juli widerspiegeln. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung konnte im Mai zulegen (sb +14.000 Personen). Die Kurzarbeit war im Juli weiter deutlich rückläufig, auch, weil Ende Juni die erleichterten Zugangsbedingungen ausliefen. Die Frühindikatoren von IAB und ifo entwickelten sich im Juli mäßig und deuten auf eine verminderte Dynamik am Arbeitsmarkt hin. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank im zweiten Quartal auf 1,74 Millionen und liegt damit 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Unternehmen planen weniger Neueinstellungen. Trotzdem liegt die Beschäftigungskomponente des IAB-Barometers weiter auf hohem Niveau. Der Arbeitsmarkt zeigt sich somit insgesamt weiter stabil. Die schwache Grunddynamik dürfte allerdings anhalten, bis die deutsche Wirtschaft konjunkturell wieder an Fahrt aufnimmt.

Insolvenzen im Frühjahr 2023 angestiegen

Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen ist nach endgültigen Ergebnissen im Mai 2023 (1.478) um 3,5 % ggü. dem Vormonat (1.428) und um 19 % ggü. dem Vorjahreswert (1.242) angestiegen. Von Januar bis Mai 2023 wurden insgesamt 7.023 Unternehmensinsolvenzen beantragt, dies entspricht einem Anstieg von 17,6 % ggü. dem Vorjahreszeitraum (5.973).

Als Frühindikator gibt die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen Hinweise auf die künftige Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen. Diese sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli 2023 im Vormonatsvergleich um 4,1 % angestiegen und lagen damit um 23,8 % über dem Vorjahresniveau. Mit insgesamt 2.962 Anträgen im Juli 2023 ist es der zweithöchste Wert in den letzten 12 Monaten (höchster Wert im März 2023: 3.040). Der IWH-Insolvenztrend zeigt für Juli 2023 insgesamt 1.025 gemeldete Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften; diese Zahl liegt zwar leicht unter dem Niveau des Vormonats (-2,4 %), aber deutlich über dem Vorjahresmonat (+44,4 %). Insgesamt nimmt das Insolvenzgeschehen seit der zweiten Jahreshälfte 2022 im Trendverlauf kontinuierlich zu, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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Geschäftsklima für Selbstständige auf Talfahrt

Das Geschäftsklima für Selbstständige hat sich zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Das ergibt die aktuelle ifo-Befragung für dieses Segment.

ifo Institut, Mitteilung vom 14.08.2023

Das Geschäftsklima für Selbstständige hat sich zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Das ergibt die aktuelle ifo-Befragung für dieses Segment („Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbstständige“). Der Index sank im Juli auf -16,4 Punkte*, nach -12,6 im Juni. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schwächephase“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Die Selbstständigen können sich dem nicht entziehen.“

Die Selbstständigen sind mit der momentanen Geschäftslage unzufriedener als im Vormonat. Zudem haben sich die Geschäftsaussichten merklich verdüstert.

Die Dienstleister erwarteten für die nächsten Monate schlechtere Geschäfte und sie zeigten sich merklich weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Der Umsatz blieb rückläufig und die Selbstständigen stuften ihre Auftragsbestände als zu gering ein. Die Nachfrageschwäche der Industrie wirkte sich negativ aus auf unternehmensnahe Dienstleister wie IT- oder Unternehmensberatungen sowie den Bereich Werbung/Marktforschung. Konsumnahe Branchen wie das Gastgewerbe spürten im Juli die Zurückhaltung der Privathaushalte. Das Gleiche gilt für den Einzelhandel, wo sich das Geschäftsklima weiter verschlechtert hat – vor allem wegen pessimistischer Erwartungen. Die Unzufriedenheit mit den laufenden Geschäften ließ etwas nach.

Seit August 2021 berechnet das ifo Institut den „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbstständige“. Dies umfasst sowohl Soloselbstständige als auch Kleinstunternehmen (weniger als 9 Mitarbeiter). Wie im Gesamtindex sind alle Sektoren abgebildet. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor. Der Index basiert auf einer Zusammenarbeit mit Jimdo, einem Anbieter von Online-Tools speziell für Soloselbstständige und kleine Unternehmen, und hat das Ziel, die Sichtbarkeit der Kleinstunternehmen zu erhöhen. Neben Jimdo trägt auch der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschlands (VGSD e.V.) zur Gewinnung neuer Teilnehmer bei.

*(nicht saisonbereinigt)

Quelle: ifo Institut

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