Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli 2022

Wie das BMWK mitteilt, ist die Produktion nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Produzierenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat leicht gefallen (-0,3 %). Der Ausstoß in der Industrie ging gegenüber Vormonat um 1,0 % zurück, die Produktion im Baugewerbe expandierte hingegen um 1,4 %. Im Bereich Energie kam es zu einem merklichen Zuwachs um 2,8 %.

BMWK, Pressemitteilung vom 07.09.2022

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat leicht gefallen (-0,3 %). Der Ausstoß in der Industrie ging gegenüber Vormonat um 1,0 % zurück, die Produktion im Baugewerbe expandierte hingegen um 1,4 %. Im Bereich Energie kam es zu einem merklichen Zuwachs um 2,8 %.

Im gewichtigen Bereich Kfz und Kfz-Teile gab es nach dem kräftigen Plus im Vormonat wieder einen Rücksetzer (-4,6 %). Auch der Maschinenbau drosselte seine Produktion (-1,5 %). Die energieintensiven Wirtschaftszweige chemische Erzeugnisse (-2,2 %), Metallerzeugung und -bearbeitung (-0,6 %), die Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik (-0,9 %) sowie Papier und Pappe (-4,3 %) verzeichneten teils deutliche Rückgänge. Auch der Bereich Nahrungs- und Futtermittel ging kräftig zurück (-4,2 %). Wachstumsimpulse kamen aus den Bereichen Datenverarbeitungsgeräte (+2,9 %) sowie elektrische Ausrüstungen (+2,0 %).

Die Industrie ist schwach ins dritte Quartal gestartet. Die Belastungen durch hohe Energiepreise dauern an und dämpfen die Aktivität in der Industrie. Die gedrosselten Gaslieferungen aus Russland und die hohe Unsicherheit durch den Krieg trüben die Aussichten für den Rest des Jahres weiter ein.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 2022

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Es gibt kein Patentrezept zur Stärkung der regionalen Gründungsneigung

Erfolgreiche Gründungsökosysteme zeichnen sich durch eine gute Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur, eine hohe Bevölkerungsdichte, einen hohen Anteil an ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie durch viele qualifizierte Erwerbstätige aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des IfM Bonn.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 06.09.2022

IfM Bonn analysierte erstmals regionale Gründungsökosysteme für gewerbliche und freiberufliche Gründungen

Erfolgreiche Gründungsökosysteme zeichnen sich durch eine gute Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur, eine hohe Bevölkerungsdichte, einen hohen Anteil an ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie durch viele qualifizierte Erwerbstätige aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Das Gründungsgeschehen in den Kreisen und kreisfreien Städten“, für die Dr. Rosemarie Kay und ihr Team auf Basis von umfangreichen Daten Unterschiede in der Ausgestaltung regionaler Gründungsökosysteme auf Kreisebene untersucht haben. Dabei wurden erstmals die Existenzgründungen sowohl im Gewerbe als auch in den Freien Berufen zusammengefasst betrachtet.

„Auf den ersten Blick scheinen Städte generell die besseren Standortfaktoren für potenzielle Gründerinnen und Gründer zu bieten als ländliche Regionen. Tendenziell ist das auch so. Es gibt aber auch Städte in Deutschland, deren Bevölkerung unterdurchschnittlich gründungsgeneigt ist, wie beispielsweise Wolfsburg (Niedersachsen), Bottrop (Nordrhein-Westfalen), St. Wendel (Saarland) oder Jena (Thüringen)“, berichtet die Studienleiterin. Zugleich fanden die IfM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 11 ländlich geprägte Kreise, in denen die Gründungsneigung in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hoch war. Zu diesen herausragenden Landkreisen gehören neben Marburg-Biedenkopf (Hessen), Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen (alle Bayern) auch der Landkreis Görlitz (Sachsen) sowie Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming (Brandenburg).

Ein Patentrezept für die Entwicklung eines guten regionalen Gründungsökosystems gibt es nach Aussagen von Dr. Rosemarie Kay nicht. Auch müssen regionale Gründungsökosysteme nicht in jeder Hinsicht herausragend ausgestattet sein, um mit einer hohen Gründungsneigung einherzugehen. „Wir haben vielmehr festgestellt, dass spezifische Stärken spezifische Schwächen kompensieren können. So scheint sich im Falle des Landkreises Görlitz, wo sich viele polnischstämmige Soloselbstständige des Baugewerbes finden, die Grenzlage positiv auszuwirken. In anderen Kreisen können offenkundig Hochschulen oder das touristische Angebot die gegebenen regionalen Schwächen ausgleichen.

Mit anderen Worten: Das Bündel an gründungsförderlichen Rahmenbedingungen kann von Region zu Region sehr unterschiedlich sein. Letztlich kommt es bei einem guten Gründungsökosystem auf ein günstiges Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren an“, resümiert Dr. Rosemarie Kay. Dies könne sich dann auch in krisenhaften Phasen stabilisierend auf das Gründungsgeschehen in einer Region auswirken, wie eine weitere Studie des IfM im Hinblick auf die Corona-Pandemie aufzeigt.

Die Studien „Das Gründungsgeschehen in den Kreisen und kreisfreien Städten: Was zeichnet erfolgreiche Gründungsökosysteme aus“ und „Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das gewerbliche Gründungsgeschehen 2020 – eine regionale Analyse“ sind auf der Homepage des Instituts für Mittelstandsforschung (www.ifm-bonn.org) abrufbar. In den kommenden Wochen wird das IfM Bonn auch die Ergebnisse des jährlichen NUI-Regionenrankings veröffentlichen. Hierbei werden neben den Existenzgründungen auch die Unternehmensumzüge in einer Region berücksichtigt.

Quelle: IfM Bonn, 2022

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli 2022

Wie das BMWK mitteilt, sind die Auftragseingänge nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,1 % gesunken. Infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist es bereits zum sechsten Rückgang hintereinandergekommen. Damit lagen die Bestellungen zuletzt 13,6 % unter ihrem Niveau von einem Jahr zuvor.

BMWK, Pressemitteilung vom 06.09.2022

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Auftragseingänge im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,1 % gesunken. Infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist es bereits zum sechsten Rückgang hintereinandergekommen. Damit lagen die Bestellungen zuletzt 13,6 % unter ihrem Niveau von einem Jahr zuvor.

Ausschlaggebend für die Abnahme im Juli gegenüber dem Vormonat waren weniger Bestellungen von Investitions- und vor allem Konsumgütern (-0,2 % bzw. -16,9 %). Die Produzenten von Vorleistungsgütern meldeten hingegen einen Zuwachs um 1,5 %. Aus dem Inland gingen 4,5 % weniger Auftragseingänge ein. Die Auslandsnachfrage erhöhte sich insgesamt um 1,3 %, wobei einem Orderplus aus dem Nicht-Euroraum von 6,5 % ein Orderminus aus dem Euroraum von 6,4 % gegenüberstand.

Die gewichtigen Bereiche Kfz/Kfz-Teile und Maschinenbau verzeichneten Abnahmen der Auftragseingänge um 0,3 % bzw. 4,1 %. Der sonstige Fahrzeugbau meldete erneut einen kräftigen Rückgang um 21,9 %. Zu einem deutlichen Zuwachs kam es bei elektrischen Ausrüstungen (+18,7 %), während pharmazeutische Erzeugnisse und chemische Erzeugnisse ebenfalls spürbare Rückgänge meldeten (-23,6 % bzw. -5,7 %).

Die Entwicklung der Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe verlief angesichts des Kriegs und der hohen Gaspreise auch zu Beginn des dritten Quartals schwach. Für die Industrieunternehmen bleibt der Ausblick auf das zweite Halbjahr gedämpft, was sich auch in einem abgekühlten Geschäftsklima und zurückhaltenden Exporterwartungen widerspiegelt.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 2022

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KfW Research: Grüne und digitale Transformation stellt Rohstoffbeschaffung vor Herausforderungen

Die Transformation Richtung Klimaneutralität und die Digitalisierung werden den zukünftigen Rohstoffbedarf Deutschlands und Europas wesentlich prägen, aber auch verändern. Gleichzeitig hat der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine eine neue Realität geschaffen und der Weltgemeinschaft vor Augen geführt, dass trotz gegenseitiger Abhängigkeiten und wirtschaftlicher Verflechtungen Rohstoffe als politisches Druckmittel eingesetzt werden können. In einer neuen Analyse hat sich KfW Research vor diesem Hintergrund mit den großen Herausforderungen befasst, die sich hinsichtlich der Rohstoffbeschaffung und -sicherung ergeben.

KfW, Pressemitteilung vom 07.09.2022

  • Nachfrage nach Massenmetallen und Spezialmetallen steigt
  • Pariser 1,5-Grad-Klimaziels macht bis 2040 eine Versechsfachung des globalen Einsatzes mineralischer Rohstoffe für klimafreundliche Energietechnologien erforderlich
  • Hohe Importabhängigkeit Europas erfordert zügige Konkretisierung der Rohstoffstrategien

Die Transformation Richtung Klimaneutralität und die Digitalisierung werden den zukünftigen Rohstoffbedarf Deutschlands und Europas wesentlich prägen, aber auch verändern. Gleichzeitig hat der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine eine neue Realität geschaffen und der Weltgemeinschaft vor Augen geführt, dass trotz gegenseitiger Abhängigkeiten und wirtschaftlicher Verflechtungen Rohstoffe als politisches Druckmittel eingesetzt werden können. In einer neuen Analyse hat sich KfW Research vor diesem Hintergrund mit den großen Herausforderungen befasst, die sich hinsichtlich der Rohstoffbeschaffung und -sicherung ergeben: Bei zahlreichen notwendigen Rohstoffen wie Kupfer, Lithium oder Seltenen Erden besteht eine große Importabhängigkeit. Bei einigen sind sowohl bei Abbau als auch Weiterverarbeitung Länderkonzentrationen zu verzeichnen, die noch höher sind als bei der Öl- und Gasproduktion. Für die Positionierung europäischer Unternehmen im Bereich strategischer Technologien wie Lithium-Ionen-Batterien oder Solartechnik stellen die hohe Marktmacht Chinas in der Weiterverarbeitung der Rohstoffe aber auch andere potenzielle Flaschenhälse wie zu geringe Bergbaukapazitäten eine Herausforderung bei der Versorgung und für den Technologiestandort Europa dar.

Die Analyse zeigt: Während die Bedeutung fossiler Energierohstoffe abnimmt, wird die Nachfrage nach Massenmetallen wie Kupfer und Spezialmetallen wie Lithium, Seltenen Erden oder Kobalt stark steigen. Diese mineralischen Rohstoffe stehen im engen Zusammenhang mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Entwicklung von Antriebstechnologien und Batterien für E-Mobilität sowie Robotik, 3-D Druck und anderen digitalen Technologien. Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW fasst zusammen: „Die „grüne Transformation“ unserer globalen Wirtschaft mit dem Ziel, den globalen Temperaturanstieg gemäß dem Pariser Klimaabkommen auf 1,5 Grad zu begrenzen, geht voraussichtlich bis 2040 mit einer Versechsfachung des gegenwärtigen Bedarfs an mineralischen Rohstoffen für klimafreundliche Energietechnologien weltweit einher. Die globalen Digitalisierungsbestrebungen werden die Nachfrage zusätzlich erhöhen.“

Deutschland und Europa sind in hohem Maße auf den Import von Metallen und einzelnen Industriemineralien angewiesen. Aus der Liste der 30 kritischen Rohstoffe ist die EU nur bei drei Metallen – Strontium, Indium und Hafnium – nicht auf Importe von außerhalb der EU angewiesen. Bei rund einem Dutzend strategisch wichtigen Rohstoffe, zum Beispiel Titan, Wismut und Seltene Erden, liegt die Importabhängigkeit sogar bei 100 %. Deutschland und Europa stehen dabei zunehmend im Spannungsfeld zweier Tendenzen. Erstens wird die globale Nachfrage drastisch steigen. Zweitens, könnte sich die schon jetzt hohe geografische Konzentration der globalen Rohstoffproduktion und -weiterverarbeitung vor dem Hintergrund des gesteigerten Wettbewerbs weiter zuspitzen. Bemerkenswert ist bei vielen Rohstoffen die exponierte Stellung Chinas sowohl beim Rohstoffabbau als auch bei der Weiterverarbeitung. Dies gilt insbesondere für Gallium, Grafit, Wismut, Wolfram und Magnesium. Aber auch andere Länder nehmen bei einzelnen Rohstoffen eine herausragende Rolle ein: Die Demokratische Republik Kongo beherbergt etwa 70 % der weltweiten Kobaltförderung und knapp 46 % der global identifizierten Vorkommen. Bei Platin besteht eine hohe Abhängigkeit von Südafrika, bei Lithium von Australien und Chile und bei Niob von Brasilien. Es zeichnet sich bereits ab, dass die Entwicklung der globalen Bergbaukapazitäten nicht mit dem künftigen weltweiten Rohstoffbedarf Schritt hält.

Mit Blick auf die hohe Relevanz mineralischer Rohstoffe für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft haben die EU und Deutschland mit ihren Rohstoffstrategien bereits wichtige Akzente für eine höhere Rohstoffsicherheit gesetzt. Jetzt gilt es, die verankerten Maßnahmen zu konkretisieren und in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zügig umzusetzen. „Für die Lösung sich abzeichnender Rohstoffknappheit für die Transformation sind ein engagiertes Vorantreiben der Kreislaufwirtschaft, ein bewusstes Abwägen der Vor- und Nachteile einer verstärkten Rohstoffgewinnung in Europa, und die Diversifizierung von Rohstoffbezugsquellen durch Ausgestaltung neuer strategischer Allianzen mit rohstoffreichen Ländern unerlässlich.“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. „Es ist absehbar, dass bei vielen Rohstoffen eine hohe Importabhängigkeit weiter bestehen bleibt. Hier müssen wir die Vorteile der globalen Rohstofflieferketten – mit Augenmaß – nutzen. Auch der Aufbau von strategischen Reserven in kritischen Bereichen spielt eine Rolle. Natürlich wird das etwas kosten. Dieser Abwägung zwischen Kosteneffizienz und einer höheren Versorgungssicherheit müssen sich Politik und Wirtschaft gemeinsam stellen. Sicher ist: Damit die Transformation in Richtung Dekarbonisierung und Digitalisierung in Europa gelingt, gehört das Thema der Rohstoffsicherung bei allen Akteuren weiter oben auf die Agenda“, so Köhler-Geib.

Quelle: KfW, 2022

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Viele Firmen wollen ihre Preise erhöhen

Die deutschen Unternehmen wollen in großem Umfang ihre Preise erhöhen. Das geht aus der aktuellen Umfrage des ifo Instituts hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 07.09.2022

Die deutschen Unternehmen wollen in großem Umfang ihre Preise erhöhen. Das geht aus der aktuellen Umfrage des ifo Instituts hervor. Die Preiserwartungen für die kommenden Monate lagen für die Gesamtwirtschaft im August bei 47,5 Punkten, nach 47,6 im Juli. Bei Lebensmitteln erreichte der Wert 96,8 Punkte, nach 99,4 im Juli. „Ein Auslaufen der Inflationswelle ist leider nicht in Sicht“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

„Bislang ist von den Energieversorgern nur ein geringer Teil der kräftigen Anstiege der Börsenpreise für Strom und Erdgas an die Kunden weitergegeben worden. Das dürfte sich in den kommenden Monaten ändern und zu zweistelligen Inflationsraten führen. Die Verbraucher werden daher ihren Konsum einschränken und die gesamte Wirtschaftsleistung wird in der zweiten Jahreshälfte schrumpfen“, sagt Wollmershäuser weiter.

Besonders viele Bekleidungshersteller wollen ihre Preise erhöhen, der Wert stieg auf 89,2 nach 84,6 im Juli. Sehr hoch liegen die Zahlen auch in der Gastronomie (76,4), in der Betreuung von Gebäuden (76,5), bei den Herstellern von Schuhen und Lederwaren (71,2), den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen (71,3) und in den Reisebüros(69,3).

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per Saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

Quelle: ifo Institut, 2022

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Startups setzen häufig auf Datenanalyse und KI

Datenanalyse und Künstliche Intelligenz sind bei Startups in Deutschland weit verbreitet. Rund jedes Zweite (48 Prozent) nutzt Big Data und Datenanalyse, weitere 33 Prozent planen den Einsatz oder diskutieren darüber. 43 Prozent nutzen bereits KI, weitere 40 Prozent sind in der Planungs- oder Diskussionsphase. Das sind Ergebnisse aus einer Befragung von rund 150 Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die im „Startup-Report 2022“ veröffentlicht wurden.

Bitkom, Pressemitteilung vom 05.09.2022

  • Einsatz von Virtual und Augmented Reality könnte in den kommenden Jahren stark steigen
  • Bitkom veröffentlicht „Startup-Report 2022“

Datenanalyse und Künstliche Intelligenz sind bei Startups in Deutschland weit verbreitet. Rund jedes Zweite (48 Prozent) nutzt Big Data und Datenanalyse, weitere 33 Prozent planen den Einsatz oder diskutieren darüber. 43 Prozent nutzen bereits KI, weitere 40 Prozent sind in der Planungs- oder Diskussionsphase. Das sind Ergebnisse aus einer Befragung von rund 150 Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute im „Startup-Report 2022“ veröffentlicht wurden. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft nutzen lediglich 37 Prozent der Unternehmen Datenanalyse, 11 Prozent Künstliche Intelligenz. „Startups sind Vorreiter beim Technologie-Einsatz. Damit spielen sie auch eine wichtige Rolle für den Tech-Standort Deutschland“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Man sollte sich die Innovationsstärke in allen Bereichen von Wirtschaft und Staat viel stärker zu Nutze machen. Die öffentliche Verwaltung sollte umfassend auf Lösungen von Startups zurückgreifen und dafür sorgen, dass Startups bei Ausschreibungen zum Zug kommen. Und kleine Unternehmen und Mittelständler, aber auch Konzerne sollten unbedingt auf das Know-how von Gründerinnen und Gründern zurückgreifen und mit ihnen zusammenarbeiten.“ Dabei helfen, die Kooperationen von etablierten Unternehmen mit Startups voranzubringen, könnten die von der Bundesregierung geplanten KI-Voucher für kleine und mittelständische Betriebe. Mit ihnen wird ein Teil der Projektkosten bei KI-Kooperationen mit Startups übernommen.

Startups setzen auch eine Vielzahl weiterer Top-Technologien ein. 30 Prozent nutzen Internet of Things. 18 Prozent planen oder diskutieren dies. 5G setzen 12 Prozent ein, 18 Prozent denken darüber nach und Blockchain-Technologie ist in 9 Prozent im Einsatz, in 35 Prozent der Startups wird der Einsatz geplant oder diskutiert. Ähnlich sieht das Bild bei Virtual und Augmented Reality aus: Zu 5 Prozent Nutzern kommen 30 Prozent der Startups, die den VR- oder AR-Einsatz planen oder diskutieren. Weniger stark auseinander liegen Einsatz und Planung bei 3D-Druck (8 zu 3 Prozent), Robotik (5 zu 12 Prozent), autonom fahrenden Fahrzeugen (5 zu 7 Prozent) sowie Drohnen (3 zu 8 Prozent). 1 Prozent der Startups kümmert sich bereits um das Zukunftsthema Quantencomputer, 6 Prozent haben es auf der Agenda.

Weitere Ergebnisse des heute veröffentlichten „Startup-Report 2022“ sind unter anderem:

  • Im Schnitt haben Startups 20 Beschäftigte und fünf offene Stellen.
  • 8 von 10 Startups (80 Prozent) planen Neueinstellungen, 12 Prozent erwarten keine Veränderung und praktisch kein Startup plant einen Stellenabbau.
  • In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Situation für Startups in Deutschland verbessert. Das sagen 42 Prozent der Gründerinnen und Gründer von Tech-Startups. Weitere 40 Prozent sehen keine Veränderung und nur 12 Prozent beklagen Verschlechterungen für die Startup-Szene.
  • Jedes zweite Startup (50 Prozent) in Deutschland beteiligt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmen (2021: 44 Prozent). 40 Prozent können sich eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Zukunft vorstellen, nur 7 Prozent schließen sie grundsätzlich aus.
  • 9 von 10 Gründerinnen und Gründern (89 Prozent) würde mit den heutigen Erfahrungen wieder ein Startup gründen.

Quelle: Bitkom

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Nutzung des Homeoffice geht nur leicht zurück

Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist über den Sommer nur leicht gesunken. Er lag im August bei 24,5 Prozent, nach 24,9 Prozent im April. Das ergibt sich aus der Umfrage des ifo Instituts.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 05.09.2022

Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist über den Sommer nur leicht gesunken. Er lag im August bei 24,5 Prozent, nach 24,9 Prozent im April. Das ergibt sich aus der Umfrage des ifo Instituts. „Die Pflicht zum Homeoffice ist im März ausgelaufen, die Nutzung ist seitdem jedoch nur minimal gesunken. Offenbar setzen Unternehmen und Beschäftigte dauerhaft auf Homeoffice“, sagt Jean-Victor-Alipour vom ifo Institut. „Eine Ausweitung des Homeoffice-Angebots durch staatliche Verordnungen dürfte nur begrenzt möglich sein.“

Die Durchschnittszahl verbirgt große Unterschiede zwischen den Branchen: Bei den Dienstleistern arbeiten 35,5 Prozent der Beschäftigten von zuhause, im Großhandel sind es15,5, in der Industrie 15,3 Prozent, im Einzelhandel 5,4 und auf dem Bau 5,1 Prozent. An der Spitze liegen die Unternehmensberatungen mit 71,5 Prozent, gefolgt von IT-Dienstleistern mit 71,3 Prozent und Informationsdienstleistern mit 70,6 Prozent. Ganz am Ende liegen die Firmen der Holz-, Flecht- und Korbindustrie mit 4,0 Prozent, die Gaststätten mit 1,7 Prozent und die Hotels mit 1,0 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice.

Quelle: ifo Institut, 2022

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Online-Gründung von zu Hause aus

Wer eine GmbH gründen möchte, kann dies ab sofort bequem von zu Hause aus erledigen. Auch notarielle Beglaubigungen für Anmeldungen zum Handels-, zum Partnerschafts- und zum Genossenschaftsregister sind seit dem 1. August 2022 online möglich. Und die digitalen Möglichkeiten sind längst noch nicht ausgeschöpft. Für August 2023 wurden bereits weitere Optionen beschlossen. Darauf weist die DIHK hin.

DIHK, Mitteilung vom 01.09.2022

Eine GmbH gründen – und das bequem von zu Hause aus – das ist seit dem 1. August 2022 grundsätzlich möglich. Auch notarielle Beglaubigungen für Anmeldungen zum Handelsregister, zum Partnerschaftsregister sowie zum Genossenschaftsregister können nun auf diese Weise durchgeführt werden. Ermöglicht wird dies durch das Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie sowie das Gesetz zur Ergänzung der Regelungen zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie und zur Änderung weiterer Vorschriften.

Keine Präsenz vor Ort mehr notwendig

Der Gesellschaftsvertrag einer GmbH oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) muss grundsätzlich von einem Notar beurkundet werden. Diese Beurkundung kann nun alternativ zum Verfahren in Präsenz im Rahmen einer Videokommunikation mit dem Notar erfolgen, soweit es sich um eine sogenannte Bargründung handelt, bei welcher die Einlage mit Geldmitteln erfolgt. Ab August 2023 wird auch die Gründung einer GmbH mit Sacheinlagen per Videokommunikation ermöglicht, soweit die Übertragung der einzubringenden Gegenstände nicht selbst beurkundungspflichtig ist (wie beispielweise bei Grundstücken). Gemischte Beurkundungen sind grundsätzlich zulässig, so dass ein Gesellschafter in Präsenz vor Ort bei dem zuständigen Notar und weitere Gesellschafter per Videokommunikationsverfahren teilnehmen können.

Musterprotokolle zulässig

Bei der Online-Gründung ist grundsätzlich die Verwendung der Musterprotokolle aus dem GmbH-Gesetz möglich. Gründer sollten kritisch prüfen und sich entsprechend informieren, ob die übersichtlichen Musterprotokolle ihren Bedürfnissen gerecht werden oder es einer ausführlicheren Regelung im Gesellschaftsvertrag bedarf.

Verschiedene technische Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Für das Online-Verfahren ist zunächst eine Registrierung beim Portal der Bundesnotarkammer erforderlich, über welches auch Dokumente zwischen Gründern und Notar ausgetauscht werden können. Zu den technischen Voraussetzungen zählen eine stabile Internetverbindung, ein Laptop oder Computer jeweils mit Kamera und Mikrofon sowie ein Smartphone, das mittels einer App einen geeigneten Ausweis auslesen kann. Außerdem ist ein deutscher elektronischer Personalausweis beziehungsweise eine eID-Karte für EU/EWR-Ausländer oder ein elektronischer Aufenthaltstitel für Drittstaatsangehörige erforderlich – inklusive der jeweiligen PIN und der vorherigen Freischaltung der Online-Ausweisfunktion. Auch das Auslesen des Lichtbildes muss möglich sein. Die Unterschriften werden durch qualifizierte elektronische Signaturen ersetzt.

Unter www.onlineverfahren.notar.de hat die Bundesnotarkammer weitere Details und Hinweise zum notariellen Online-Verfahren zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich kann das sogenannte Präsenzverfahren beim Notar weiterhin genutzt werden.

Weiteres Digitalisierungspotenzial

Die digitalen Möglichkeiten werden noch erweitert: Der Gesetzgeber hat bereits beschlossen, dass ab August 2023 unter anderem die Gründung einer GmbH mit bestimmten Sacheinlagen im notariellen Videokommunikationsverfahren möglich sein wird oder zum Beispiel Anmeldungen zum Vereinsregister online erfolgen können. Die Chancen sind längst nicht ausgeschöpft.

Neben der GmbH und Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) stehen Gründern noch weitere Rechtsformen zur Auswahl. Die Industrie- und Handelskammern bieten hier Beratung und weitere Informationen. Ihre regionale IHK finden Sie unter www.ihk.de. Aufgrund eines IT-Vorfalls ist der Kontakt derzeit eingeschränkt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Quelle: DIHK

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Finanzierungsklima der Unternehmen gegenüber Vorjahr leicht verbessert

Das Finanzierungsklima für die Unternehmen und Betriebe in Deutschland, das heißt der Zugang zu Krediten, hat sich lt. KfW im Frühjahr gegenüber dem vergangenen „Lockdown-Jahr“ etwas verbessert. 41 % der befragten Firmen beurteilten den Zugang zu Krediten als leicht (Vorjahr: 35 %); während rund 24 % die Aufnahme eines Kredits als schwierig einschätzten, was rund 2 % weniger sind als im Jahr zuvor. Trotz dieser leichten Aufhellung bleibt das Finanzierungsklima unter dem Niveau der Vorkrisenjahre.

KfW, Pressemitteilung vom 01.09.2022

  • Finanzierungsklima noch unter dem Niveau der Vorkrisenjahre
  • Kreditnachfrage rückläufig
  • Corona-Pandemie hat den Trend zur Digitalisierung der Kontakte zwischen Unternehmen und Banken beschleunigt
  • Thema Nachhaltigkeit gewinnt bei Unternehmen an Bedeutung

Das Finanzierungsklima für die Unternehmen und Betriebe in Deutschland, das heißt der Zugang zu Krediten, hat sich im Frühjahr gegenüber dem vergangenen „Lockdown-Jahr“ etwas verbessert. 41 % der befragten Firmen beurteilten den Zugang zu Krediten als leicht (Vorjahr: 35 %); während rund 24 % die Aufnahme eines Kredits als schwierig einschätzten, was rund 2 % weniger sind als im Jahr zuvor. Trotz dieser leichten Aufhellung bleibt das Finanzierungsklima unter dem Niveau der Vorkrisenjahre. Je nach Wirtschaftszweig zeigen sich deutliche Unterschiede. Vor allem im Dienstleistungssektor und im Einzelhandel bleibt das Finanzierungsklima angespannt. So schätzten mehr als 40 % der befragten Dienstleistungsunternehmen den Kreditzugang als problematisch ein, weniger als 24 % empfanden ihn als leicht. Unternehmen des Einzelhandels, des Groß- und Außenhandels sowie des Verarbeitenden Gewerbes bewerten den Kreditzugang etwas positiver. Am geringsten waren die wahrgenommenen Hürden im Baubereich.

Zugleich ist die Kreditnachfrage zurückgegangen, nachdem sie zu Beginn der Pandemie aufgrund des erhöhten Liquiditätsbedarfs der Unternehmen und Betriebe deutlich zugenommen hatte. Nur noch rund 44 % haben im Jahr 2021 Kreditverhandlungen geführt – fast ein Drittel weniger als im ersten Corona-Jahr 2020. Dies zeigen die Ergebnisse zur Finanzierungssituation der diesjährigen Unternehmensbefragung, die die KfW jährlich gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt.

Die Chefvolkwirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, zu den Ergebnissen der Unternehmensbefragung 2022: „Nach einem deutlichen Einbruch in der Corona-Pandemie hat sich das Finanzierungsklima für Unternehmen und Betriebe bis zum Frühjahr dieses Jahres wieder verbessert. Der Ukrainekrieg und die Energiekrise stellen die Unternehmen jedoch vor neue Herausforderungen. Die schlechteren Konjunkturaussichten und die steigenden Zinsen zur Eindämmung der Inflation dürften sich perspektivisch negativ auf das Finanzierungsumfeld und den Kreditzugang der Unternehmen auswirken.“

Die Corona-Pandemie hat den Trend zur Digitalisierung der Kontakte zwischen Unternehmen und Banken beschleunigt. So gaben knapp 38 % aller Unternehmen und Betriebe an, dass die Nutzung digitaler Kanäle wie E-Mail, Videotelefonie oder Chats seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 zugenommen habe, 3.6 % berichteten von einer Abnahme. Zugelegt hat auch die Nutzung des digitalen Online-Bankings sowie der telefonische Kontakt. Stark abgenommen hat hingegen der persönliche Kontakt sowie die Nutzung der Bankfiliale. Je kleiner die Unternehmen sind, desto häufiger gaben sie an, die Schnelligkeit und Einfachheit der Kommunikation habe seit Beginn der Corona-Pandemie abgenommen.

Köhler-Geib weiter: “Das Thema Nachhaltigkeit ist jetzt in der Breite der Unternehmen angekommen und hat sich dort durchgesetzt. So hat es für 57 % der Unternehmen aktuell einen hohen oder sogar sehr hohen Stellenwert, mehr als drei Viertel erwarten dies für die kommenden drei bis fünf Jahre, und dies unabhängig von der Branche oder Größe.“ Als wichtigsten Grund, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver auseinanderzusetzen, geben drei Viertel aller befragten Unternehmen und Betriebe gesellschaftliche Verantwortung an. Kundenanforderungen, die Senkung von Betriebskosten und gesetzliche Vorgaben sind weitere wichtige Motive.

Nachhaltigkeitsaspekte spielen auch bei Kreditverhandlungen eine Rolle. Dies bestätigen 18 % der befragten Unternehmen. Unter den Unternehmen mit mehr als 50 Mio. EUR Jahresumsätzen liegt der Anteil bereits bei 30 %. Die größten Hemmnisse für ein stärkeres Nachhaltigkeitsengagement sind fehlende personelle Ressourcen und fehlende finanzielle Mittel.

Über die Unternehmensbefragung: Die Befragung wurde zum 21. Mal unter Unternehmen und Betrieben aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen knapp 1.700 Unternehmen aus 17 Spitzen-, Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2021 und Mitte April 2022 und bildet im Wesentlichen die Situation und Stimmungslage im Jahr 2021 ab. Die Unternehmensbefragung 2022 „Unternehmensbefragung 2022 Finanzierungsklima erholt sich von der Corona-Krise – Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung“ steht unter www.kfw.de/unternehmensbefragung zum Download zur Verfügung.

Quelle: KfW

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Exporte im Juli 2022: -2,1 % zum Juni 2022

Im Juli 2022 sind die deutschen Exporte gegenüber Juni 2022 um 2,1 % und die Importe um 1,5 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2021 um 14,3 % und die Importe um 29,3 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.09.2022

Exporte nach Russland: -15,1 % zum Vormonat und -55,1 % zum Vorjahresmonat

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), Juli 2022

  • 131,3 Milliarden Euro
  • -2,1 % zum Vormonat
  • +14,3 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), Juli 2022

  • 125,9 Milliarden Euro
  • -1,5 % zum Vormonat
  • +29,3 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), Juli 2022

  • +5,4 Milliarden Euro

Im Juli 2022 sind die deutschen Exporte gegenüber Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 2,1 % und die Importe um 1,5 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2021 um 14,3 % und die Importe um 29,3 %. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Juli 2022 gegenüber Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 15,1 % auf 1,0 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2021 nahmen sie um 55,1 % ab. Die Importe aus Russland nahmen im Juli 2022 gegenüber Juni 2022 um 17,4 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Insgesamt wurden im Juli 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 131,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 125,9 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Juli 2022 mit einem Überschuss von 5,4 Milliarden Euro ab. Im Juni 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +6,2 Milliarden Euro betragen, im Juli 2021 hatte er bei +17,5 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 62,1 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juni 2022 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 1,0 % und die Importe aus diesen Staaten sanken um 1,2 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 51,2 Milliarden Euro (+1,4 %) exportiert und Waren im Wert von 41,9 Milliarden Euro (-2,6 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,2 Milliarden Euro (0,0 %) exportiert und Waren im Wert von 20,2 Milliarden Euro (+1,9 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Juli 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Juni 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 5,6 % und die Importe von dort um 1,8 % ab.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Juli 2022 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 13,7 % weniger Waren exportiert als im Juni 2022. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 12,3 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China sanken um 0,3 % auf 8,9 Milliarden Euro, die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen um 4,6 % auf 5,8 Milliarden Euro ab.

Die meisten Importe kamen im Juli 2022 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 15,1 Milliarden Euro eingeführt, das waren 11,5 % weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 7,6 % auf 7,9 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 8,3 % auf 3,2 Milliarden Euro zu.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Juli 2022 Waren im Wert von 127,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 122,7 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2021 stiegen die Exporte damit um 10,8 % und die Importe um 26,1 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2022 mit einem Überschuss von 4,9 Milliarden Euro ab. Im Juli 2021 hatte der Saldo +17,8 Milliarden Euro betragen.

Im Juli 2022 wurden nominal Waren im Wert von 1,0 Milliarden Euro nach Russland exportiert. Damit lag die Russische Föderation im Juli 2022 auf Rang 25 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte. Im Juni 2022 hatte Russland Rang 23 belegt, im Juli 2021 Rang 14.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022

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