Langfristig sehr gute Wachstumsaussichten für Künstliche Intelligenz

Knapp fünf Prozent der Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft in Deutschland nutzen lt. ZEW im Jahr 2018 bereits Künstliche Intelligenz (KI). Weitere zwei Prozent der Unternehmen planen den Einsatz in naher Zukunft. Trotz aktuell noch eher niedriger Nutzungsraten dürfte sich das Entwicklungstempo von KI-Anwendungen in Zukunft deutlich beschleunigen.

Langfristig sehr gute Wachstumsaussichten für Künstliche Intelligenz

ZEW, Pressemitteilung vom 13.06.2018

Knapp fünf Prozent der Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft in Deutschland nutzen im Jahr 2018 bereits Künstliche Intelligenz (KI). Damit hat sich der Anteil im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Weitere zwei Prozent der Unternehmen planen den Einsatz in naher Zukunft. Trotz aktuell noch eher niedriger Nutzungsraten dürfte sich das Entwicklungstempo von KI-Anwendungen in Zukunft deutlich beschleunigen. 16 Prozent der Unternehmen haben nach eigenen Angaben KI als wichtiges Thema identifiziert, und 31 Prozent gehen davon aus, dass ihr Unternehmen in zehn Jahren über KI-Lösungen verfügen wird.

Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt der aktuelle „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018″ , den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und Kantar TNS im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellt haben. Für den Report wurde der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft untersucht und die Einstellung der Unternehmen zum Schwerpunktthema KI analysiert.

Demnach ist der Informationsstand über KI in den Unternehmen deutlich höher, als die bisherigen Nutzungsraten vermuten lassen: Knapp ein Drittel der Unternehmen fühlt sich gut oder sogar sehr gut über das Thema informiert. Ein Viertel der Unternehmen setzt bereits KI ein, befasst sich damit, plant dies in naher Zukunft oder hält diese Technologien zumindest für wichtig. Diese Gruppe der „KI-Kenner“ zeichnet sich vor allem durch die hohen Erwartungen aus, die sie an KI und deren Lösungen haben.

Unsicherheit bei Auswirkungen von KI auf Arbeitsplatzbedarf

So erwarten drei Viertel der KI-Kenner, dass diese Technologien die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens in den nächsten fünf bis zehn Jahren positiv oder sogar sehr positiv beeinflussen werden. Pessimistisch sind in dieser Hinsicht nur vier Prozent der KI-Kenner (22 Prozent sind unentschlossen). Auch mit Blick auf Flexibilität und Produktqualität werden hohe Erwartungen in die KI gesetzt: Jeweils rund 70 Prozent der KI-Kenner erwarten hier positive oder sehr positive Auswirkungen.

An der Frage nach dem künftigen Bedarf an Arbeitsplätzen scheiden sich die Geister: Während 41 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass durch KI der Bedarf an Arbeitsplätzen in ihrem Unternehmen sinken wird, prognostizieren 35 Prozent hingegen einen Bedarf an zusätzlichen Arbeitsplätzen. Angesichts der divergierenden Meinungen tut sich knapp ein Viertel der KI-Kenner schwer damit, die Auswirkungen von KI auf den Bedarf an Arbeitsplätzen in den nächsten fünf bis zehn Jahren einzuschätzen. „Die Unternehmen in Deutschland setzen durchaus hohe Erwartungen in die Künstliche Intelligenz. Allerdings besteht noch Unsicherheit darüber, was die Technologie kann und welche Auswirkungen sie hat“, sagt Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“.

Geht es um die Implementierung von KI in die Geschäftsprozesse oder -modelle der Unternehmen, hegen knapp zwei Drittel der KI-Kenner Vorbehalte mit Blick auf den Datenschutz. Jeweils mehr als die Hälfte hält überdies Sicherheitsaspekte, die mangelnde Nachvollziehbarkeit der Resultate von KI-Systemen, hohe Einstiegskosten sowie noch wenig ausgereifte Lösungen für relevante oder sehr relevante Hemmnisse. Knapp die Hälfte ist außerdem der Meinung, dass der Mangel an geeigneten Fachkräften die Implementierung von KI deutlich erschwert.

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Jedes vierte KMU sorgt für IKT-Weiterbildung

Lediglich jedes sechste Unternehmen (17 %) in Deutschland mit 10 bis 249 Mitarbeitern beschäftigt lt. IfM Bonn eigene Fachkräfte, die auf die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spezialisiert sind. Damit liegen die KMU zwar im EU-Durchschnitt – jedoch weit hinter den KMU in Irland (32 %), Belgien (28 %) und Ungarn (26 %).

Jedes vierte KMU sorgt für IKT-Weiterbildung

Bei der Beschäftigung von IT-Fachkräften sind die KMU europaweit nur durchschnittlich

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 11.06.2018

Lediglich jedes sechste Unternehmen (17 %) in Deutschland mit 10 bis 249 Mitarbeitern beschäftigt eigene Fachkräfte, die auf die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spezialisiert sind. Damit liegen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zwar im EU-Durchschnitt – jedoch weit hinter den KMU in Irland (32 %), Belgien (28 %) und Ungarn (26 %). Allerdings lässt sich anhand der statistischen Zahlen von Eurostat nicht ablesen, inwiefern die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fehlendes spezifisches IKT-Fachwissen extern einkaufen und beispielsweise mit jungen innovativen Start-ups im IKT-Bereich zusammenarbeiten.

Im Hinblick auf die IKT-Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zeigen sich dagegen die KMU in Deutschland überdurchschnittlich: Gut jedes vierte Unternehmen (26 %) sorgt dafür, dass die eigenen Beschäftigten das nötige Wissen erhalten. Nur die KMU in Finnland (36 %), Belgien (33 %) sowie in Österreich und Irland (29 %) sind in dieser Hinsicht noch aktiver. Dies belegt, dass die KMU in Deutschland den technologischen Wandel, den die Digitalisierung mit sich bringt, durchaus als Chance verstehen.

Zum gleichen Ergebnis war im vergangenen Jahr eine Unternehmensbefragung des IfM Bonn im Verarbeitenden Bereich gekommen: Ebenso wie die Vertreter von Großunternehmen negierten die Befragten in den KMU überwiegend, dass ihre Mitarbeiter durch moderne Technologien ersetzt werden könnten. Im Gegenteil: Die überwiegende Mehrheit ist der Meinung, dass die neuen Technologien die Beschäftigten dabei unterstützen, ihre Arbeitsproduktivität zu erhöhen.

„Unter den kleinen Unternehmen erwarteten jedoch fast ein Viertel, dass ihre Beschäftigten durch den digitalen Wandel zunehmend nur noch Handlangertätigkeiten ausüben und von der Technik fremdbestimmt werden könnten. Damit stehen die Unternehmen mit maximal 49 Mitarbeitern den Auswirkungen des digitalen Wandels skeptischer gegenüber als größere Unternehmen“, berichtet IfM-Wissenschaftler Dr. Christian Schröder.

Unter den Großunternehmen in Deutschland verfügt die überwiegende Mehrheit (77 %) über IKT-Fachkräfte – eine ähnlich hohe Zahl (78 %) sorgt für die entsprechende Weiterbildung seiner Beschäftigten. Damit liegen die Großunternehmen in beiden Bereichen über dem EU-Durchschnitt (75 % bzw. 69 %).

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Big Data steht bei sechs von zehn Unternehmen an erster Stelle

Von Internet of Things über Künstliche Intelligenz bis Blockchain: Neue digitale Technologien sind von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, kommen bislang aber lt. Bitkom noch nicht flächendeckend zum Einsatz.

Big Data steht bei sechs von zehn Unternehmen an erster Stelle

Bitkom, Pressemitteilung vom 11.06.2018

  • 57 Prozent planen Investitionen in Big Data oder sind bereits in der Umsetzung
  • Manager: Internet of Things, Big Data und Robotik haben große Bedeutung für Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen
  • Aber: Künstliche Intelligenz und Blockchain werden bislang nur selten genutzt

Von Internet of Things über Künstliche Intelligenz bis Blockchain: Neue digitale Technologien sind von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, kommen bislang aber noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Managern in 604 deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern, die der Digitalverband Bitkom am 11.06.2018 zur Eröffnung der Cebit in Hannover vorgestellt hat.

Demnach sehen jeweils drei von vier Unternehmen im Internet of Things (76 Prozent) und in Big Data (74 Prozent) eine wettbewerbsentscheidende Schlüsseltechnologie, zwei von drei (66 Prozent) messen Robotik eine große Bedeutung bei. Dahinter folgen Virtual & Augmented Reality (57 Prozent) sowie 3D-Druck (56 Prozent). Bereits jedes zweite Unternehmen sieht in Blockchain (53 Prozent) und Künstlicher Intelligenz (51 Prozent) eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. In der Praxis spielen viele dieser digitalen Schlüsseltechnologien derzeit aber noch keine große Rolle. Das größte Interesse gibt es an Big Data: Sechs von zehn Unternehmen (57 Prozent) nutzen diese Technologie beziehungsweise planen oder diskutieren deren Einsatz. Bei jeweils knapp vier von zehn Unternehmen kommen Internet of Things (39 Prozent), 3D-Druck (38 Prozent) und Robotik (36 Prozent) zum Einsatz, sind in Planung oder es wird zumindest darüber diskutiert, bei Virtual & Augmented Reality gilt das für jedes vierte Unternehmen (25 Prozent). Den größten Nachholbedarf gibt es bei Künstlicher Intelligenz (11 Prozent) und Blockchain (6 Prozent). „Die Unternehmen haben die immense Bedeutung digitaler Schlüsseltechnologien erkannt. Jetzt müssen wir zügig in die Umsetzung kommen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Deutschland hat bei vielen Zukunftstechnologien eine hervorragende Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb, wie 3D-Druck, Blockchain, Internet of Things, Künstliche Intelligenz. Diese Position müssen wir ausbauen.“ Die Cebit sei der ideale Ort, um diese Technologien zu erleben und konkrete Einsatzszenarien zu entwickeln, sagte Berg. „Die Digitalisierung erfordert Vision, Action und Speed: Die Erkenntnis ist da, jetzt geht es darum, zu investieren und Tempo aufzunehmen.“

Die Gründe für den derzeit noch zurückhaltenden Einsatz neuer Technologien sind vielfältig. Knapp zwei von drei Unternehmen (63 Prozent) führen Anforderungen an den Datenschutz als Hürde für den Technologie-Einsatz an. „Wenn wir im Datenschutz überziehen, verhindern wir den Einsatz digitaler Schlüsseltechnologien wie Big Data und Künstlicher Intelligenz. Bislang haben wir keine wirklich funktionierende Balance zwischen dem Schutz von Privatsphäre und der Nutzung von Daten gefunden“, sagte Berg. „Die neue Datenschutz-Grundverordnung soll einen einheitlichen Rechtsrahmen für Europa schaffen, führt in vielen Unternehmen aber zu Verunsicherung.“ Mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) nennt Anforderungen an die technische Sicherheit als große Hürde für den Technik-Einsatz. Auch der Fachkräftemangel hemmt die Investitionsneigung: Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) sehen fehlende Fachkräfte als Hürde für den Einsatz neuer Technologien. Das Thema Personalgewinnung rückt der Bitkom auf der neu ausgerichteten Cebit in den Vordergrund. Der Digitalverband präsentiert auf dem Freigelände ein Container Camp, das ein Recruiting Center, eine Digital Arts Box und eine Lounge Bar umfasst. Berg: „Die Digitalisierung schafft viele spannende und lukrative Jobs – und auch völlig neue Perspektiven. Auf der neuen Cebit geht es nicht nur um Business. Wir wollen zeigen, dass die Digitalisierung spannend ist und Spaß macht.“

Zur Cebit zeigt sich die deutsche Digitalwirtschaft in guter Verfassung. Die IT- und Telekommunikationsbranche wächst auch 2018 stabil und schafft neue Arbeitsplätze. Die Umsätze werden dieses Jahr voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro steigen. Die Beschäftigung steigt nach aktueller Prognose um 3,8 Prozent auf 1.134.000. Dem kräftigen Job-Plus steht ein wachsender Fachkräftemangel gegenüber. Branchenübergreifend werden 55.000 IT-Spezialisten gesucht.

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1. Quartal 2018: 3,0 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2017

Im ersten Quartal 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 5.020 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,0 % weniger als im ersten Quartal 2017. Damit setzte sich der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2018 fort.

1. Quartal 2018: 3,0 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.06.2018

Im ersten Quartal 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 5.020 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,0 % weniger als im ersten Quartal 2017. Damit setzte sich der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2018 fort. Zuletzt hatte es im ersten Quartal 2010 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+6,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2009). Seitdem war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stets niedriger als in den entsprechenden Vorjahresquartalen.

Im Baugewerbe gab es im ersten Quartal 2018 mit 902 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 883 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Gastgewerbe wurden 572 und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 511 Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im ersten Quartal 2018 auf rund 7,8 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2017 hatten sie bei 5,1 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Quartal 2018 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Quartal 2017.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 23.044 übrige Schuldner im ersten Quartal 2018 Insolvenz an (-5,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal). Darunter waren 17.067 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern und 4.810 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- bzw. ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

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Eurozone: Konjunktur verliert Schwung

Die Wirtschaft in der Eurozone ist lt. KfW im 1. Quartal deutlich schwächer gewachsen, als es die Rekordstimmung in den Unternehmen zu Jahresbeginn hat erwarten lassen. Das Wachstumstempo hat sich nach dem kräftigen Aufschwung des vergangenen Jahres auf ein Quartalsplus von nur noch 0,4 % halbiert.

Eurozone: Konjunktur verliert Schwung

KfW, Pressemitteilung vom 07.06.2018

  • Mäßiger Jahresauftakt nimmt Konjunktur in der Eurozone den Schwung
  • KfW Research revidiert Konjunkturprognosen für 2018 und für 2019 auf 2,2 % bzw. 1,9 % nach unten (Vorprognosen: 2,4 % bzw. 2,1 %)
  • Verlangsamung zum Teil Sonderfaktoren geschuldet, aber auch politische Störfeuer belasten und bergen Abwärtsrisiken

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im 1. Quartal deutlich schwächer gewachsen, als es die Rekordstimmung in den Unternehmen zu Jahresbeginn hat erwarten lassen. Das Wachstumstempo hat sich nach dem kräftigen Aufschwung des vergangenen Jahres auf ein Quartalsplus von nur noch 0,4 % halbiert. Verantwortlich dafür zeichnet maßgeblich die Schwäche des Exportgeschäfts, das vor allem in Deutschland und Italien spürbar schrumpfte. Das schwache Auftaktquartal macht eine Abwärtsrevision der KfW-Konjunkturprognose unumgänglich. KfW Research korrigiert die Wachstumsprognosen für die Eurozone nach unten auf 2,2 % für das Jahr 2018 (Vorprognose: 2,4 %) sowie auf 1,9 % für das Jahr 2019 (2,1 %).

„Die Wirtschaft der Eurozone hat nach dem kräftigen Aufschwung 2017 einen mäßigen Start ins Jahr 2018 hingelegt. Die konjunkturelle Verlangsamung im 1. Quartal ist zwar durch eine ungünstige Kombination mehrerer Sonderfaktoren wie die ausgeprägte Grippewelle, Streiks oder die ungewöhnlich lange ungünstige Witterung überzeichnet, doch auch die Abwärtsrisiken nehmen zu. Gleichzeitig ebbt die Euphorie in den Unternehmen ab, die Stimmungsindikatoren sinken seit Jahresbeginn auf breiter Front. Allem voran belasten die gestiegenen politischen Unsicherheiten wie die Sorgen um die transatlantischen Handelsbeziehungen oder den zukünftigen Kurs der neuen italienischen Regierung“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die Konjunktur in der Eurozone hat ihren Höhepunkt überschritten.“

Trotzdem bleibt das Konjunkturbild für die Eurozone im laufenden Jahr zunächst recht positiv, nicht zuletzt weil die fundamentale Datenlage unverändert gut ist: Die Stimmung in den Unternehmen ist trotz der Rückgänge noch immer überdurchschnittlich, die Arbeitslosigkeit sinkt weiter und hat zuletzt ein neues Nachkriegstief erreicht (8,5 %), die Beschäftigung nimmt zu. Bei günstigen Finanzierungsbedingungen und freundlichen Absatzerwartungen sollten die Unternehmen die Erneuerung und Erweiterung ihres Kapitalstocks angesichts voll ausgelasteter Kapazitäten weiter vorantreiben und investieren. Im nächsten Jahr werden weitere Belastungsfaktoren auf die Wachstumsrate durchwirken: Angebotsseitig bremsen die enger werdenden Kapazitäten, nachfrageseitig dürfte der Außenhandel weniger Schub bringen. Die bisher ergriffenen protektionistischen Maßnahmen und verschärfte Sanktionspolitik der US-Regierung sind in ihren direkten quantitativen Auswirkungen zwar gering. Gemeinsam mit dem Brexit sorgen sie aber für Unsicherheit unter den Exportunternehmen. Hinzu kommt, dass der Euro sich über den Prognosehorizont hinweg auf höherem Niveau bewegen wird als 2017. Im Zuge der geldpolitischen Normalisierung werden des Weiteren die Finanzierungsbedingungen langsam straffer. Insgesamt wird das Wachstum der Eurozone daher auf 1,9 % zurückgehen.

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im April 2018

Wie das BMWi mitteilt, hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % abgenommen.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im April 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 08.06.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im April im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % abgenommen. Während sich die Erzeugung in der Industrie um 1,7 % verringerte, stieg die Bauproduktion kräftig um 3,3 %. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Vorleistungs- und Konsumgütern Rückgänge von 2,0 % bzw. 2,1 %. Die Produktion von Investitionsgütern wurde um 1,3 % zurückgefahren.

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar ergab sich ein Anstieg der Produktion im Produzierenden Gewerbe von 0,4 %. Während die Industrieproduktion nahezu unverändert blieb (-0,1 %), wurde im Baugewerbe die Produktion um 1,5 % ausgeweitet.

Nach einem moderaten ersten Quartal ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe schwach in das zweite Quartal gestartet. Hierbei dürfte ein Brückentage-Effekt – der erste Mai fiel auf einen Dienstag – eine Rolle gespielt haben. Die Industrie verfügt weiter über einen sehr hohen Auftragsbestand, die Auftragseingänge waren aber vier Monate in Folge rückläufig. Die Industriekonjunktur wird daher vermutlich zunächst etwas ruhiger verlaufen. Im Bauhauptgewerbe hat sich die positive Entwicklung demgegenüber zuletzt verstärkt.

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Deutsche Exporte im April 2018: +9,3 % zum April 2017

Im April 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 110,3 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 89,9 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im April 2018 um 9,3 % und die Importe um 8,2 % höher als im April 2017.

Deutsche Exporte im April 2018: +9,3 % zum April 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.06.2018

Exporte, April 2018

  • 110,3 Milliarden Euro
  • -0,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +9,3 % zum Vorjahresmonat

Importe, April 2018

  • 89,9 Milliarden Euro
  • +2,2 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +8,2 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, April 2018:

  • 20,4 Milliarden Euro
  • 19,4 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank, April 2018

  • 22,7 Milliarden Euro

Im April 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 110,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 89,9 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im April 2018 um 9,3 % und die Importe um 8,2 % höher als im April 2017. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat März 2018 um 0,3 % ab, während die Importe um 2,2 % stiegen.

Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2018 mit einem Überschuss von 20,4 Milliarden Euro ab. Im April 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +17,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im April 2018 bei 19,4 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+22,5 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-0,7 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+3,5 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-2,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im April 2018 mit einem Überschuss von 22,7 Milliarden Euro ab. Im April 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 16,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2018 Waren im Wert von 66,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 51,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber April 2017 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 9,0 % und die Importe aus diesen Ländern um 8,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im April 2018 Waren im Wert von 41,9 Milliarden Euro (+9,6 %) geliefert und Waren im Wert von 33,6 Milliarden Euro (+9,3 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2018 Waren im Wert von 24,3 Milliarden Euro (+7,8 %) exportiert und Waren im Wert von 18,2 Milliarden Euro (+8,1 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im April 2018 Waren im Wert von 44,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 38,0 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber April 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 9,9 % zu, die Importe von dort stiegen um 7,3 %.

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Deutsche Wirtschaft kommt bei Digitalisierung voran, aber langsam

Eine wachsende Anzahl von Unternehmen verfolgt eine Digitalstrategie und reagiert auf veränderte Marktbedingungen durch die Digitalisierung. Doch gleichzeitig verzichtet die große Mehrheit darauf, in neue Geschäftsmodelle zu investieren. Dabei beklagen Geschäftsführer und Vorstände häufig, dass Ihnen die finanziellen Mittel und die Zeit für die Digitalisierung fehlen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage vom Digitalverband Bitkom.

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