Parallelen zu den 30er Jahren: US-Handelspolitik könnte globale Wirtschaftskrise auslösen

Erkenntnisse aus den 1930er Jahren zeigen laut einem aktuellen IfW Kiel Policy Brief, was geschehen kann, wenn Länder bei Handels- und Wechselkurspolitik im Alleingang handeln.

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 05.05.2025

Erkenntnisse aus den 1930er Jahren zeigen, was geschehen kann, wenn Länder bei Handels- und Wechselkurspolitik im Alleingang handeln. Seinerzeit führten die USA protektionistische Zölle ein. US-Handelspartner reagierten mit umfangreichen Vergeltungsmaßnahmen, und die Handelsströme brachen zusammen, was zur Verschärfung der Weltwirtschaftskrise beitrug. Darüber hinaus begannen die Länder auch, ihre Währungen als Waffe einzusetzen, was laut einem aktuellen Kiel Policy Brief einen Währungskrieg auslöste und zum weitgehenden Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems führte.

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt behauptet, dass „Handelskriege gut und leicht zu gewinnen“ sind. Die historische Perspektive legt jedoch das Gegenteil nahe: „Unsere Analysen zur, Mutter aller Handelskriege‘ – demjenigen, den die USA 1930 mit Verabschiedung des Smoot-Hawley-Tariffs anzettelten –, belegen, dass dieser nicht nur für die USA schädlich war, sondern für alle Volkswirtschaften weltweit“, sagt Kirsten Wandschneider, Kiel Institute Fellow und Mitautorin des Kiel Policy Briefs „Handels- und Währungskriege – Lehren aus der Geschichte“.

Die Analysen beruhen auf einem neuen vierteljährlichen Paneldatensatz über bilaterale Handelsströme in den Jahren 1925 bis 1938 für 99 Länder, Kolonien und Ländergruppen. Er enthält mehr als 108.000 Beobachtungen und deckt den größten Teil des damaligen Welthandels ab.

Wichtigste amerikanische Exportgüter waren am stärksten betroffen

Das US-Zollgesetz von 1930 begann mit dem Ziel, notleidenden Landwirten zu helfen, und weitete sich dann zu einer Neufassung des US-Zollrechts aus. Amerikas wichtigste Handelspartner reagierten auf die aggressiven Zölle mit eigenen Abgaben, Einfuhrbeschränkungen und Boykotten gegen amerikanische Waren.

Als Folge sanken die Ausfuhren der USA in Länder, die Vergeltungsmaßnahmen ergriffen, um bis zu 33 Prozent. Aber auch in Länder, die lediglich mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht hatten, nahmen die US-Ausfuhren um bis zu 22 Prozent ab. Der Rückgang war jeweils bei den wertmäßig wichtigsten amerikanischen Exportprodukten – etwa bei Autos und Agrarerzeugnissen – besonders ausgeprägt:

Handels- und Währungskriege gehen Hand in Hand

Viele Länder reagierten auf die Weltwirtschaftskrise, indem sie das globale Währungssystem, den internationalen Goldstandard, aufgaben. So werteten zwischen 1929 und 1936 mehr als 70 Länder ihre Währung gegenüber Gold ab. Angesichts dieses weltweiten Währungskriegs sank der internationale Handel weiter. Laut Analysen ging der Handel eines Landes nach einer Abwertung um mehr als 21 Prozent zurück.

„US-Präsident Trump hat jüngst mehrfach die Idee geäußert, den US-Dollar strategisch zu schwächen. Es wäre vorstellbar, dass auch heute Länder zu Abwertungen greifen, falls sich der Handelskrieg verschärft und die globale Wirtschaftsleistung sinkt“, sagt Kris James Mitchener, Kiel Institute Fellow und Mitautor des Kiel Policy Briefs.

Europa kann globales Führungsvakuum füllen

Mit der aktuellen Zollpolitik hat Präsident Trump die Steuerung des globalen Handelssystems aufgegeben, und die derzeitige Handelspolitik der USA signalisiert eine Abkehr von ihrer 80-jährigen Führungsrolle seit dem Zweiten Weltkrieg, so die Autoren.

„Um die Fehler der 1930er Jahre zu vermeiden, muss Europa das von den USA hinterlassene globale Führungsvakuum füllen“, so Mitchener. „Europa sollte signalisieren, dass der Euro stabil und ein sicherer Hafen für Investoren ist, denn auch China wirbt angesichts der durch Trump verursachten Turbulenzen auf den Weltmärkten aggressiv für den Renminbi als internationale Handels-, Kredit- und Reservewährung.“

Quelle: Institut für Weltwirtschaft Kiel

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Mehrheit der Mittelständler erwartet Pause bei Lohnerhöhungen

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland erwarten mehrheitlich keine weiter steigenden Löhne und Gehälter für ihre Mitarbeitenden im Jahr 2025. In einer Umfrage der KfW gaben 47 Prozent von ihnen an, dass sie mit etwa gleichbleibenden Lohnkosten für dieses Jahr rechnen, 9 Prozent gehen sogar von einem Rückgang aus. Immer noch 37 Prozent der KMU erwarten aber bis zu 10 Prozent höhere Lohnkosten, 7 Prozent sogar mehr als 10 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte noch eine Mehrheit der Unternehmen mit steigenden Lohn- und Gehaltskosten gerechnet.

KfW, Pressemitteilung vom 02.05.2025

  • 56 Prozent rechnen mit gleichbleibenden oder sinkenden Lohnkosten in 2025
  • Mehr Unternehmen als vor einem Jahr fühlen sich kostenseitig überfordert
  • Besonders Bau- und Dienstleistungssektor unter Druck

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland erwarten mehrheitlich keine weiter steigenden Löhne und Gehälter für ihre Mitarbeitenden im Jahr 2025. In einer Umfrage gaben 47 Prozent von ihnen an, dass sie mit etwa gleichbleibenden Lohnkosten für dieses Jahr rechnen, 9 Prozent gehen sogar von einem Rückgang aus. Immer noch 37 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen erwarten aber bis zu 10 Prozent höhere Lohnkosten, 7 Prozent sogar mehr als 10 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte noch eine Mehrheit der Unternehmen mit steigenden Lohn- und Gehaltskosten gerechnet.

Das sind Ergebnisse einer Sonderbefragung im Rahmen des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels. Dafür wurden im Januar mittelständische Unternehmen online befragt. Insgesamt nahmen 3.165 Unternehmen teil. Die Analyse der Ergebnisse führte KfW Research in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank durch.

Die Umfrage ergab weiter, dass aktuell rund 35 Prozent der Gesamtkosten im Mittelstand auf Löhne und Gehälter entfallen. Im April 2024 waren es noch 33 Prozent. Ein Zuwachs von 2 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres stellt für eine strukturelle Größe, wie die Zusammensetzung der Kostenstruktur, eine durchaus bemerkenswerte Verschiebung dar.

Im Zeitvergleich wird deutlich, dass der Anteil der Unternehmen, die ihr aktuelles Kostenniveau für finanziell vertretbar halten, seit April 2024 spürbar gesunken ist. Damals gaben 69 Prozent der Mittelständler an, dass ihre Kosten für sie tragbar sind oder finanziell kaum ins Gewicht fallen. Im Januar 2025 waren das nur noch 58 Prozent. 23 Prozent können noch nicht abschätzen, wie gut sie die Mehrbelastungen schultern können, 19 Prozent fühlen sich finanziell überfordert. Im Vorjahr sagten das nur 14 Prozent.

Besonders in den Branchen Bau und Dienstleistungen hat die wahrgenommene Kostenbelastung merklich zugenommen: Hier ist der Anteil der Unternehmen, die das aktuelle Kostenniveau für vertretbar halten gesunken, während die Zahl derjenigen, die sich finanziell überfordert fühlen gestiegen ist. Das sind auch die beiden Branchen, die besonders personalintensiv sind und bei denen die Lohnkosten mit 34 Prozent und 39 Prozent jeweils den größten Kostenblock darstellen.

„Deutlich mehr Unternehmen als noch vor einem Jahr haben bei ihren Kosten die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Insbesondere im Dienstleistungssektor, in dem es viele Kleinstunternehmen gibt, können Kostensteigerungen häufig nicht so leicht über höhere Preise an die Kunden weitergegeben werden“, sagte Dr. Elisabeth Grewenig, Mittelstandsexpertin bei KfW Research.

„Für dieses Jahr rechnen deutlich mehr Mittelständler als im Vorjahr mit gleichbleibenden Kosten. Das dürfte die Lage für viele Unternehmen stabilisieren.“

Quelle: KfW, KfW Research

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IW-Wohnindex: Kaufpreise für Immobilien steigen wieder deutlich

Die Preise für Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser sind im ersten Quartal 2025 erstmals seit über zwei Jahren wieder deutlich gestiegen. Das zeigt der neue Wohnindex des IW Köln. Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung macht Hoffnung auf mehr Wohnungen in kürzerer Zeit.

IW Köln, Pressemitteilung vom 01.05.2025

Die Preise für Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser sind im ersten Quartal 2025 erstmals seit über zwei Jahren wieder deutlich gestiegen. Das zeigt der neue Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung macht Hoffnung auf mehr Wohnungen in kürzerer Zeit.

Erstmals seit Mitte 2022 steigen die Preise für Wohnimmobilien wieder an: Im ersten Quartal 2025 lagen die Preise von Eigentumswohnungen 1,1 Prozent über dem Vorjahresquartal, Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten sogar 2,9 Prozent mehr. Besonders in Essen (+6,3 Prozent) und Leipzig (+5,8 Prozent) legten die Kaufpreise stark zu. Unter den zehn größten Städten der Bundesrepublik sind die Preise einzig in Köln leicht um 0,3 Prozent gesunken.

Hoher Druck im Mietmarkt

Unverändert angespannt bleibt die Situation auf dem Mietmarkt: Nach wie vor trifft insbesondere in Städten eine hohe Nachfrage nach Wohnungen auf ein kleines Angebot. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal sind die Mieten bundesweit um 4,3 Prozent gestiegen, in Leipzig zahlen die Mieter mit 7,7 Prozent am meisten drauf. Die Berliner Mieter wiederum kommen mit einem Plus von drei Prozent vergleichsweise günstig davon.

Koalitionsvertrag macht Hoffnung

Auch im weiteren Jahresverlauf dürften Kauf- und Mietpreise weiter ansteigen. Der Grund: Nach wie vor wird zu wenig gebaut, die Nachfrage wiederum bleibt hoch und wird tendenziell weiter steigen. Doch zumindest der neue Koalitionsvertrag von Union und SPD macht Hoffnung: „Langfristig wird das Sondervermögen Deutschland als Standort attraktiver machen, auch für Bauinvestoren“, sagt Studienautor und Immobilienökonom Pekka Sagner. „Und auch sonst finden sich im Koalitionsvertrag Maßnahmen, die Bürokratie abbauen und den Neubau fördern sollen – längst überfällige Schritte in die richtige Richtung.“

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2025 um 0,2 % höher als im Vorquartal

Das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2025 gegenüber dem 4. Quartal 2024 um 0,2 % gestiegen, nachdem es zum Jahresende 2024 zurückgegangen war (-0,2 % im 4. Quartal 2024 zum 3. Quartal 2024). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Investitionen höher als im Vorquartal.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.04.2025

Deutsche Wirtschaft startet mit leichtem Zuwachs ins Jahr 2025

Bruttoinlandsprodukt (BIP), 1. Quartal 2025
0,2 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
-0,4 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
-0,2 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2025 gegenüber dem 4. Quartal 2024 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,2 % gestiegen, nachdem es zum Jahresende 2024 zurückgegangen war (-0,2 % im 4. Quartal 2024 zum 3. Quartal 2024). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Investitionen höher als im Vorquartal.

Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gesunken

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2025 preisbereinigt um 0,4 % niedriger als im 1. Quartal 2024. Preis- und kalenderbereinigt war das BIP um 0,2 % niedriger als im Vorjahresquartal.

Revision der bisherigen Ergebnisse

Neben der Berechnung des 1. Quartals 2025 hat das Statistische Bundesamt wie üblich auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des Vorjahres überarbeitet und neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen der Ergebnisse einbezogen. Dabei ergaben sich für das vierteljährliche preisbereinigte BIP keine Änderungen der bisherigen Ergebnisse.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Importpreise im März 2025: +2,1 % gegenüber März 2024

Die Importpreise waren im März 2025 um 2,1 % höher als im März 2024. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im März 2025 gegenüber dem Vormonat Februar 2025 um 1,0 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.04.2025

Importpreise, März 2025
+2,1 % zum Vorjahresmonat
-1,0 % zum Vormonat

Exportpreise, März 2025
+2,0 % zum Vorjahresmonat
-0,4 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im März 2025 um 2,1 % höher als im März 2024. Im Februar 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +3,6 % gelegen, im Januar 2025 bei +3,1 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im März 2025 gegenüber dem Vormonat Februar 2025 um 1,0 %.

Die Exportpreise lagen im März 2025 um 2,0 % über dem Stand von März 2024. Im Februar 2025 hatte die Vorjahresveränderungsrate bei +2,5 % gelegen, im Januar 2025 bei +2,4 %. Gegenüber Februar 2025 fielen die Ausfuhrpreise um 0,4 %.

Konsumgüter mit größtem Einfluss auf Anstieg der Importpreise im Vorjahresvergleich

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im März 2025 hatte der Anstieg der Preise für Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) um 3,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat (-0,6 % gegenüber Februar 2025). Die Preise für importierte Verbrauchsgüter lagen dabei 4,2 % über denen von März 2024 (-0,5 % gegenüber Februar 2025), Gebrauchsgüter waren 1,0 % teurer (-1,0 % gegenüber Februar 2025).

Bei den Verbrauchsgütern musste insbesondere für Nahrungsmittel mit +9,8 % deutlich mehr bezahlt werden als im März 2024 (+0,3 % gegenüber Februar 2025). Mehr als im März 2024 kosteten vor allem Orangensaft (+52,6 %), Süßwaren (ohne Dauerbackwaren) (+39,8 %), Apfelsaft (+37,2 %), Geflügelfleisch (+25,9 %), Rindfleisch (+24,9 %) sowie Milch und Milcherzeugnisse (+12,9 %). Bei den Süßwaren lag die Teuerung hauptsächlich an den gestiegenen Preisen für Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (+62,7 %) sowie für Schokolade und andere Süßwaren (+31,5 %).

Gestiegene Preise auch bei landwirtschaftlichen Gütern, Energie, Vorleistungs- und Investitionsgütern

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen im März 2025 um 12,3 % über denen des Vorjahresmonats (+1,6 % gegenüber Februar 2025). Insbesondere Rohkaffee war deutlich teurer als vor einem Jahr (+69,8 %), gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise hier um 3,6 %. Rohkakao war 61,0 % teurer als im März 2024 (+0,4 % gegenüber Februar 2025). Geflügel und Eier kosteten 12,2 % mehr als im Vorjahresmonat. Dagegen waren unter anderem Speisezwiebeln (-27,2 %) und lebende Schweine (-25,4 %) preiswerter als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Speisezwiebeln (+13,2 %) und lebende Schweine (+9,6 %) aber deutlich an.

Auch importierte Energie war teurer als im März 2024 (+2,4 %). Gegenüber Februar 2025 fielen die Preise hier aber deutlich um 6,6 %. Die Einfuhrpreise für elektrischen Strom waren 46,5 % höher als im März 2024 (-26,7 % gegenüber Februar 2025), für Erdgas lagen sie 34,6 % höher (-5,6 % gegenüber Februar 2025). Günstiger als im März 2024 waren dagegen importierte Steinkohle (-20,7 %), rohes Erdöl (-12,8 %) und Mineralölerzeugnisse (-12,5 %). Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich Mineralölerzeugnisse um 7,0 %, Steinkohle um 5,5 % und Erdöl um 5,2 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im März 2025 um 2,2 % höher als im März 2024. Gegenüber Februar 2025 fielen sie aber um 0,3 %. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 3,2 % über dem Stand von März 2024 und 0,8 % unter dem Stand von Februar 2025.

Die Preise für Vorleistungsgüter lagen 1,9 % über denen des Vorjahresmonats (-0,4 % gegenüber Februar 2025), für Investitionsgüter waren sie 0,2 % höher als im Vorjahresmonat (-0,4 % gegenüber Februar 2025).

Einfluss auf Entwicklung der Exportpreise im Vorjahresvergleich am größten bei Vorleistungs-, Konsum- und Investitionsgütern

Bei der Ausfuhr hatten im März 2025 die Preissteigerungen bei Vorleistungs-, Konsum- und Investitionsgütern den größten Einfluss auf die Preisentwicklung.

Ausgeführte Vorleistungsgüter verteuerten sich um 1,6 %, Investitionsgüter um 1,3 % gegenüber März 2024. Gegenüber dem Vormonat musste für Vorleistungsgüter aber im Durchschnitt 0,1 % und für Investitionsgüter 0,3 % weniger bezahlt werden.

Bei den Vorleistungsgütern lagen vor allem die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus mit +11,6 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Insbesondere Edelmetalle und Halbzeug daraus waren hier mit +32,5 % und Rohaluminium mit +17,3 % teurer als im März 2024.

Bei den Investitionsgütern beeinflussten die Entwicklung im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Preise für Maschinen (+1,7 %) sowie für Kraftwagen und Kraftwagenteile (+1,5 %).

Exportierte Konsumgüter waren 2,5 % teurer als im März 2024 (+0,1 % gegenüber Februar 2025). Während Gebrauchsgüter im Vorjahresvergleich 1,5 % teurer waren, lagen die Preise für Verbrauchsgüter 2,8 % über denen von März 2024. Insbesondere Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) wurde zu 53,1 % höheren Preisen exportiert als im März 2024. Die Preise für Butter und andere Fettstoffe aus Milch lagen 27,0 % über denen des Vorjahresmonats (-5,3 % gegenüber Februar 2025), Süßwaren ohne Dauerbackwaren waren 24,2 % teurer, darunter insbesondere Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver mit einem Preisanstieg von 29,1 %.

Energieexporte waren 13,2 % teurer als im Vorjahresmonat, aber 7,5 % billiger als im Februar 2025. Unter anderem lagen die Erdgaspreise 49,3 % über denen des Vorjahresmonats (-3,0 % gegenüber Februar 2025). Dagegen waren Mineralölerzeugnisse 12,3 % billiger als im Vorjahr (-6,0 % gegenüber Februar 2025).

Für exportierte landwirtschaftliche Güter musste 6,4 % mehr bezahlt werden als im März 2024 (-0,7 % gegenüber Februar 2025).

Berechnung der Außenhandelspreisindizes ohne Steuern und Zölle

Berechnungsgrundlage für die Indizes der Außenhandelspreise sind ausschließlich die in Verträgen vereinbarten Preise, zu denen inländische Unternehmen Waren aus dem Ausland einkaufen beziehungsweise ins Ausland verkaufen. Steuern und Zölle fließen demnach nicht in die Berechnung der Indizes ein.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Berichtspflichten über Berichtspflichten – Betriebe entlasten

Wie versprochen schickt sich die EU-Kommission an, verschiedene Regelungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entschlacken. Wenn auch viele Betroffene eine beherzte Streichung der Berichtspflichten für richtiger hielten, ist das ein Hoffnungsschimmer. Nun müssen die Regeln zeitnah überarbeitet oder abgebaut und Obergrenzen gesenkt werden. Helfen würden lt. DIHK auch ein freiwilliger KMU-Standard und eine digitale Plattform.

DIHK, Mitteilung vom 28.04.2025

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Februar ein sogenanntes Omnibus-Verfahren angekündigt, und kurz darauf hat die Kommission auch geliefert: Mit dem Paket sollen verschiedene Regelungen, die Unternehmen zu Nachhaltigkeitsinformationen verpflichten, vereinfacht und entschlackt werden.

Das ist ein Hoffnungsschimmer für deutsche Betriebe. Denn im sogenannten Omnibus I geht es um sehr praktische Vereinfachungen: Weniger Unternehmen sollen Nachhaltigkeitsberichte erstellen müssen und weiterhin betroffene Betriebe dafür mehr Zeit erhalten. Eine echte Lösung aus Sicht vieler direkt und auch indirekt betroffener Unternehmen wäre allerdings nur eine beherzte Streichung der Berichtspflichten. Denn obwohl viele kleinere Unternehmen nach dem Wortlaut selbst nicht berichtspflichtig sind, erhalten sie doch bereits heute von ihren Geschäftspartnern, Banken, Versicherungen oder anderen Institutionen umfangreiche Fragebögen: zu Menschenrechts- oder Gleichstellungsaspekten, zu Umweltbewertungen wie CO2-Emissionen oder auch zu ihren Vergütungssystemen. Diese Daten benötigen die Geschäftspartner in der Regel, um wiederum ihre eigenen Berichtspflichten erfüllen zu können.

Europäische Richtlinien bremsen Betriebe aus

Ein großes Problem für diese mittelbar betroffenen Unternehmen ist, dass diese Anfragen sehr unterschiedlich gestaltet sind und die Bearbeitung auch deshalb viel Zeit in Anspruch nimmt. Das bindet Fachkräfte, die in der Folge ihren eigentlichen Arbeiten nicht nachkommen können. Dies trifft gerade die – eigentlich gar nicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichteten – kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) doppelt, weil sie in der Regel keine Spezialisten für diese Aufgaben vorhalten können.

Haupttreiber der Entwicklung ist die europäische Nachhaltigkeitsberichterstattungsrichtlinie (CSRD) mit ihren einheitlichen europäischen Berichtsstandards. Daneben gibt es aber noch weitere Regelungen etwa rund um Umwelt, Außenwirtschaft und Finanzen, die sich in Teilen auch überschneiden oder widersprechen.

Mehr Nachhaltigkeit in der Praxis statt auf dem Papier

Die deutsche Wirtschaft steht zu ihrer Verantwortung, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen anzustreben. Gerade deshalb sollten Unternehmen ihre Kapazitäten aber doch in die Transformation selbst oder auch in Forschung und Entwicklung, nicht aber vorrangig in die Berichterstattung von sogenannten ESG-Daten (Environment, Social, Governance) fließen lassen. Ein DIHK-Positionspapier listet konkrete Vorschläge auf, wie sowohl direkt als auch indirekt betroffene Unternehmen entlastet und gleichzeitig Nachhaltigkeitsdaten entlang der Wertschöpfungskette praxisgerechter bereitgestellt werden könnten.

Das muss jetzt getan werden

Aus Sicht der gewerblichen Wirtschaft ist es wichtig, dass die EU ihre Regelungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich vereinfacht, um unverhältnismäßige und nicht praxistaugliche Regelungen abzubauen. Auch die gesetzliche Obergrenze für die entlang der Wertschöpfungskette abzufragenden Daten muss gesenkt werden.

Darüber hinaus könnten ein einheitlicher, praktikabler und freiwilliger KMU-Standard sowie eine einfach zugängliche digitale Plattform den Aufwand durch eine Vielzahl von Fragebögen eindämmen. Ein solcher Standard sollten auch die europäische und die nationalen Bankenaufsichten anerkennen. Gleichzeitig sollte er als Nachweis für Nachhaltigkeitsaktivitäten bei öffentlichen Ausschreibungen und Förderprogrammen einsetzbar sein.

Gemeinsamer Bürokratieabbau durch Unternehmen und EU

Auch die Betriebe selbst können zum Bürokratieabbau beitragen, indem sie entlang ihrer Wertschöpfungskette nur wirklich notwendige und bereits verfügbare Daten abfragen. Es ist richtig, dass die EU-Kommission mit dem Omnibus-Verfahren das Problem an der Wurzel packt. Das bedeutet, die Berichtsdaten deutlich zu verringern und die unterschiedlichen Pflichten, Standards und Regelungen auf EU-Ebene sinnvoll aufeinander abzustimmen. Hier ist jetzt die Politik gefragt, die Vorschläge – ähnlich zeitnah wie die bereits erfolgte Verschiebung der Anwendungszeiträume – auf europäischer und nationaler Ebene umzusetzen. So können Unternehmen schnell entlastet werden und sich auf konkrete Nachhaltigkeitsmaßnahmen konzentrieren.

Quelle: DIHK

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Bürokratie belastet junge Unternehmen in Deutschland stark

Das IAB/ZEW-Gründungspanel 2025 zeigt deutlich, dass junge Unternehmen in Deutschland erheblich unter Bürokratie leiden. Demnach hindern überbordende Dokumentationspflichten viele junge Unternehmen an Wachstum und Innovation.

ZEW, Pressemitteilung vom 28.04.2025

IAB/ZEW-Gründungspanel zeigt: Bürokratische Hürden hemmen Innovation und Strategien zur Fachkräftesicherung

Das IAB/ZEW-Gründungspanel 2025 zeigt deutlich, dass junge Unternehmen in Deutschland erheblich unter Bürokratie leiden. Demnach hindern überbordende Dokumentationspflichten viele junge Unternehmen an Wachstum und Innovation. Insbesondere Unternehmen, die sich auf Forschung und Entwicklung konzentrieren, berichten verstärkt von negativen Auswirkungen bürokratischer Belastungen. Gleichzeitig unterstreicht das Gründungspanel die Bedeutung von Strategien zur Sicherung von qualifizierten Mitarbeitenden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

„Die hohen bürokratischen Anforderungen reduzieren die Zeit, die Gründerinnen und Gründer sinnvoll für Innovationen nutzen können. Das hat fatale Folgen für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Startups“, erklärt Dr. Sandra Gottschalk, Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Ko-Autorin der Studie. „Die größten Schwierigkeiten erleben insbesondere Unternehmen auf Wachstumskurs. Oftmals müssen sie aufgrund bürokratischer Hürden auf Neueinstellungen verzichten – ein Umstand, der ihren Fachkräftemangel weiter verschärft.“

Bürokratie belastet Innovationsaktivitäten stark

Junge Unternehmen verbringen im Durchschnitt etwa neun Stunden pro Woche mit gesetzlich vorgegeben administrativen Aufgaben. Dabei handelt es sich um datenschutzrechtliche, arbeitsrechtliche bzw. arbeitsschutzrechtliche Vorgaben, Umweltschutznormen sowie sonstige Nachweis-, Dokumentations- und Meldepflichten. Die Unternehmen des Baugewerbes geben hier im Vergleich zu anderen Branchen eine überdurchschnittliche Bürokratiebelastung an.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, dass aufgrund der bürokratischen Anforderungen weniger Zeit für die Bearbeitung von Aufträgen bliebe und dies zu längeren Wartezeiten für Kundinnen und Kunden führe. Am zweithäufigsten wurde der Aussage zugestimmt, dass für die Erledigung der administrativen Aufgaben eine externe Person eingesetzt wird. 45 Prozent der befragten Unternehmen gaben zudem an, dass sie die Preise für ihre Produkte erhöhen mussten. 44 Prozent gaben an, weniger Zeit für Innovation und Forschung zu haben und bewerteten die Selbstständigkeit aufgrund des bürokratischen Aufwands als zunehmend unattraktiv. Etwas mehr als ein Fünftel der Unternehmen hat aufgrund der Bürokratie auf Neueinstellungen verzichtet und wiederum ein Fünftel gab an, eigens für die Bewältigung der administrativen Aufgaben Personal eingestellt zu haben.

Fachkräftesicherung wird strategisch angegangen

Mehr als 80 Prozent der jungen Unternehmen messen attraktiven Arbeitsbedingungen eine hohe Bedeutung bei, um Fachkräfte im Unternehmen halten zu können. Eine langfristige Personalentwicklung wird von einem Großteil der jungen Unternehmen als wichtige Strategie angesehen. Auch die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Weiterbildung sind für mehr als die Hälfte der Unternehmen von großer Bedeutung, um die Arbeitnehmer/innen zufrieden zu stellen. Etwa 40 bis 45 Prozent nennen die Zahlung höherer Löhne, die eigene betriebliche Ausbildung sowie die aktive Werbung für das Unternehmen als Arbeitgeber als Strategien. Kooperationen mit Bildungsträgern, IHKs und Jobcentern werden als weniger wichtig angesehen. „Dies deutet darauf hin, dass junge Unternehmen weniger auf institutionelle Unterstützung setzen, sondern eher die Eigeninitiative ergreifen“, so Gottschalk.

Quelle: ZEW

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Mittelstand verwendet sieben Prozent der Arbeitszeit für bürokratische Prozesse

Die Beschäftigten der rund 3,8 Mio. mittelständischen Unternehmen in Deutschland verwenden im Durchschnitt rund sieben Prozent ihrer Arbeitszeit für bürokratische Prozesse. Das entspricht durchschnittlich 32 Stunden im Monat pro Unternehmen – oder 1,5 Mrd. Arbeitsstunden im Jahr. Das sind Ergebnisse des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 25.04.2025

  • Im Durchschnitt benötigen Unternehmen 32 Stunden im Monat für die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
  • Nicht inbegriffen sind „psychologische Kosten“ wie langwierige Verfahren, hohe Gebühren, schlechte Erreichbarkeit
  • Erledigung sämtlicher Vorgaben kostet Mittelstand rund 61 Milliarden Euro im Jahr

Die Beschäftigten der rund 3,8 Millionen mittelständischen Unternehmen in Deutschland verwenden im Durchschnitt rund sieben Prozent ihrer Arbeitszeit für bürokratische Prozesse. Das entspricht durchschnittlich 32 Stunden im Monat pro Unternehmen – oder 1,5 Milliarden Arbeitsstunden im Jahr.

Das sind Ergebnisse des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels. Für das Panel befragt KfW Research seit 2002 jedes Jahr kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftszweigen und Größenklassen. An der jüngsten Erhebung nahmen rund 10.000 Unternehmen teil.

Die konkrete Frage zum Thema Bürokratie im Panel lautete: „Was schätzen Sie, wie hoch ist der Aufwand für Ihr Unternehmen zur Erfüllung aller gesetzlicher Vorgaben? (in Arbeitsstunden pro Monat)“. Dabei geht es neben Dokumentations- und Informationspflichten, etwa dem Ausfüllen von Formularen an Steuer- und Sozialversicherungsbehörden auch um die Zeit, die Unternehmen für die Befolgung von Gesetzen und Regeln zum Beispiel beim Datenschutz, im Arbeitsrecht, im Umweltschutz oder bei technischen Mindeststandards benötigen.

Nicht inbegriffen sind Belastungen, die sich nicht oder kaum in Arbeitszeit erfassen lassen – etwa langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, schlechte Behördenerreichbarkeit oder die strittige Auslegung von Vorschriften.

„Speziell diese psychologischen Kosten im Umgang mit Bürokratie nehmen bei vielen Unternehmen aber eine tragende Rolle ein. Diese sind allerdings nicht messbar. Klar ist: Aus Sicht der mittelständischen Unternehmen ist der Faktor Bürokratie das mit Abstand größte Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit und den Standort Deutschland“, sagt KfW-Mittelstandsexperte Dr. Michael Schwartz.

Die Befragung der Unternehmen ergab, dass Solo-Selbstständige den größten bürokratischen Aufwand haben. Sie verwenden im Durchschnitt 8,7 Prozent ihrer Arbeitszeit für die Erledigung dieser Aufgaben. Mit steigender Unternehmensgröße sinkt die relative Bürokratiebelastung. Eine Branche, die besonders viel Arbeitszeit – nämlich 8,1 Prozent – auf bürokratische Prozesse verwendet, ist das Baugewerbe.

Im Median verbringen Mittelständler drei Prozent der Arbeitszeit – maximal 15 Stunden im Monat – mit der Erledigung bürokratischer Anforderungen. Das heißt: die Hälfte von ihnen benötigt mehr, die andere Hälfte weniger Zeit. Die meiste Arbeit bereitet den Unternehmen dabei die Erledigung von Steuerangelegenheiten – 70 Prozent der befragten Mittelständler benennen dieses Thema. Auf Rang zwei folgen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten, dann Anforderungen im Rechnungswesen.

Im Jahr 2023 betrugen die durchschnittlichen Kosten einer Arbeitsstunde in Deutschland laut Angaben des Statistischen Bundesamts 41,30 Euro. Gemessen an diesem Wert gaben die mittelständischen Unternehmen im zurückliegenden Jahr für die Erfüllung sämtlicher gesetzlicher Vorgaben rund 61 Milliarden Euro aus. Der entsprechende Arbeitsaufwand entspricht einem Anteil von rund 3,9 Prozent der jährlichen Personalkosten mittelständischer Unternehmen.

„Der Begriff Bürokratie ist sehr negativ besetzt. Dabei ist Bürokratie grundsätzlich eine wesentliche Grundlage unseres Wirtschaftssystems. Standardisierte und formalisierte Verfahren sind Voraussetzung für regelgebundenes Handeln, das Rechtssicherheit und einen fairen Wettbewerb ermöglicht“, sagt Dr. Michael Schwartz.

„Mit zunehmender Bürokratie steigt jedoch das Risiko, dass die Kosten den Nutzen übersteigen. Der Abbau von Bürokratie ist daher aus Sicht des Mittelstands derzeit das drängendste wirtschaftspolitische Thema.“

Quelle: KfW

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Stellenabbau verlangsamt sich etwas (April 2025)

Die Unternehmen in Deutschland bauen weiter Stellen ab, allerdings weniger stark als noch im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im April 2025 auf 93,9 Punkte, nach 92,8 Punkten im März 2025.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 28.04.2025

Die Unternehmen in Deutschland bauen weiter Stellen ab, allerdings weniger stark als noch im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im April auf 93,9 Punkte, nach 92,8 Punkten im März. „Es ist noch zu früh, um von einer Trendwende auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Wir sehen einen starken Anstieg der Unsicherheit, dies könnte die Situation wieder verschärfen.“

Insbesondere in der Industrie hat das Barometer zwar zugelegt, dennoch werden weiterhin Stellen abgebaut. Es gibt keine Industriebranche, in der die Mitarbeiterzahl steigen soll. Bei den Dienstleistern halten sich die positiven und negativen Antworten im April die Waage. Dabei suchen vor allem IT-Dienstleister weiterhin neue Mitarbeiter. Im Handel ist das ifo Barometer zwar gestiegen, dennoch stehen die Zeichen auf Personalabbau. Auch im Baugewerbe gibt es eine leichte Tendenz, mit weniger Personal auszukommen.

Quelle: ifo Institut

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ifo Exporterwartungen abgestürzt (April 2025)

Die ifo Exporterwartungen haben sich deutlich verschlechtert. Sie sind im April auf -9,8 Punkte von -2,3 Punkten im März gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2020.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 25.04.2025

Die ifo Exporterwartungen haben sich deutlich verschlechtert. Sie sind im April auf -9,8 Punkte von -2,3 Punkten im März gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2020. „Der Zollkonflikt mit den USA hat die Hoffnung auf eine Erholung der Exportwirtschaft unterbrochen.“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die hohe Unsicherheit, wie sich die Zölle tatsächlich entwickeln, wird die Lage vermutlich weiter verschlechtern.“

In einem Großteil der Branchen sind die Exporterwartungen deutlich zurückgegangen. So hat sich die Hoffnung der Automobilhersteller auf eine Erholung zerstreut. Nun werden rückläufige Exporte erwartet. Ähnliches gilt für die chemische Industrie, den Maschinenbau oder die Möbelindustrie. Im Metallbereich waren die Aussichten bereits trüb und konnten sich diesen Monat nicht verbessern. Die Drucker, die Papierindustrie sowie die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen gehen von einem unveränderten Exportgeschäft aus. Einzig die Getränkehersteller erwarten deutliche Zuwächse bei den Auslandsumsätzen.

Quelle: ifo Institut

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