Bürokratieabbau und Bessere Rechtsetzung auf EU-Ebene endlich ernst nehmen

Zwar hat die EU-Kommission im Herbst 2023 erste Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen von Teilen ihrer Berichtspflichten vorgestellt, doch diese Pläne sind weder ausreichend noch bislang umgesetzt. Die DIHK hat der EU daher erneut mehr als 50 Vorschläge zum Bürokratieabbau unterbreitet. Zudem mahnt sie, bei neuen Vorgaben die Prinzipien der „Besseren Rechtsetzung“ zu beachten.

DIHK, Mitteilung vom 07.11.2024

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas leidet: Dies zeigt nicht nur die vor Kurzem vorgestellte DIHK-Konjunkturumfrage, sondern auch das im Frühjahr veröffentlichte IHK-Unternehmensbarometer. Kernpunkte sind insbesondere die hohen Energiekosten, der Fachkräftemangel, aber immer stärker auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Der größte Faktor dabei: die hohen Belastungen durch Bürokratie. Den Umfrageergebnissen des Unternehmensbarometers zufolge sehen 95 Prozent der Unternehmen den Bürokratieabbau als den wichtigsten Motor für mehr wirtschaftliche Dynamik, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Praxis binden bürokratische Hemmnisse wichtige Ressourcen, die nicht für Investitionen und Innovationen zur Verfügung stehen.

Im Zuge der Europawahl 2024 ist das Thema der Wettbewerbsfähigkeit richtigerweise auch auf europäischer Ebene wieder in den Vordergrund gerückt. Die Europäische Kommission hat verkündet, 25 Prozent der bestehenden Berichtspflichten abbauen zu wollen. Im Herbst des vergangenen Jahres wurden erste konkrete Vorschläge vorgelegt. Sie reichen jedoch bei Weitem nicht aus – und existieren bislang größtenteils nur auf dem Papier. Neben einer schnellen Umsetzung dieser ersten Maßnahmen braucht es weitere Ansätze, um einen spürbaren Bürokratieabbau zu erreichen.

Mehr als 50 Vorschläge vorgelegt

Als konkreten Impuls für den Abbau von Bürokratie legt die IHK-Organisation jetzt über 50 Vorschläge für die Vereinfachung von EU-Gesetzen vor. Darunter befinden sich für die Wirtschaft besonders belastende Regelungen wie die Batterieverordnung, die Produktsicherheitsverordnung, die EU-Taxonomie sowie die „Green Claims“-Verordnung, aber auch „Dauerbrenner“ wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die Mitarbeiterentsendung.

Aus Sicht der Betriebe sollten diese Bestimmungen dringend überarbeitet werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass viele Maßnahmen zusätzlich sog. Trickle-Down-Effekte verursachen: Anders als vom Gesetzgeber vorgesehen betreffen Berichtspflichten oftmals in der Folge mittelbar die ganze Breite der Wirtschaft und damit auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Ebenso wichtig ist die Bessere Rechtsetzung

Auch die Qualität der Rechtsetzung gilt es zu verbessern, damit widersprüchliche Regelungen vermieden und die praktische Umsetzbarkeit von Gesetzen gesichert werden. Je einfacher und verständlicher Gesetze sind, desto praktikabler sind sie für die Betriebe. Bisher finden die Prinzipien der Besseren Rechtsetzung aber nur bedingt Anwendung. Dies schlägt sich in praktisch kaum bis nicht umsetzbaren Gesetzen nieder. Vielfach verfehlen sie daher ihre grundsätzliche Zielsetzung. Darüber hinaus lähmen sie die europäische Wirtschaft, da Unternehmen immer stärker mit dem Monitoring und der Umsetzung von kleinteiligen Regelungen sowie dem Verfassen von Berichten beschäftigt sind. Im schlimmsten Fall entscheiden sich Betriebe dafür, an anderen Standorten zu investieren, falls dort die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorteilhafter sind.

Um einen solchen Trend zu verhindern, sollte die EU Folgenabschätzungen für alle wirtschaftsrelevanten Gesetze durchführen müssen – unter Anwendung von KMU-Tests und Wettbewerbsfähigkeits-Checks, auch unter Zeitdruck.

Schließlich wäre die Einführung eines sog. Dynamic Impact Assessment (DIA) wichtig. Dieser Ansatz würde dafür sorgen, dass Folgenabschätzungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren mit den Änderungsanträgen aktualisiert würden. Wenn sich infolge der Änderungsanträge insgesamt zu hohe bürokratische Auflagen ergäben, würde das DIA dies identifizieren und eine praxisgerechte Abänderung anstoßen – im Interesse eines positiven Umfelds für unternehmerisches Engagement in Europa.

Quelle: DIHK

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Erholung der Immobilienpreise bestätigt sich, Neubauwohnungen nahe Höchststand

Die Erholung am deutschen Immobilienmarkt setzt sich im dritten Quartal 2024 fort. Die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind lt. IfW Kiel gegenüber dem Vorquartal abermals gestiegen und legten sogar im Jahresvergleich zu.

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 07.11.2024

Die Erholung am deutschen Immobilienmarkt setzt sich im dritten Quartal 2024 fort. Die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind gegenüber dem Vorquartal (Q2 2024) abermals gestiegen und legten sogar im Jahresvergleich zu. Ein Vergleich nach Baujahresklassen zeigt, dass die Preise für Neubauwohnungen bereits wieder nahe an ihrem Höchststand notieren.

Dies zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX), einem Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, ECONtribute und dem IfW Kiel. Dabei werden die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten, nach aktuellen wissenschaftlichen Standards auswertet. Alle Daten für momentan 19 Städte und ihre Stadtteile sowie den Rhein-Erft-Kreis sind frei verfügbar unter www.greix.de.

„Der deutsche Immobilienmarkt bestätigt die Signale aus dem Vorquartal, wonach die Kaufpreise für privates Wohneigentum nach dem jüngsten, drastischen Absturz einen Boden erreicht haben und nun wieder anziehen“, sagt Jonas Zdrzalek, Immobilienexperte am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel). „Noch ist die Dynamik allerdings etwas verhalten und ein neuerlicher Boom zeichnet sich nicht ab.“

Verglichen mit dem Vorquartal (Q3 2024 vs. Q2 2024) sind die Preise für Eigentumswohnungen um 1,4 Prozent gestiegen. Einfamilienhäuser legten um 1,3 Prozent zu. Mehrfamilienhäuser sanken dagegen leicht um 0,4 Prozent im Wert, im Vorquartal waren die Preise allerdings sehr kräftig um 4,4 Prozent gestiegen. Speziell in diesem Segment herrscht allerdings aufgrund geringer Transaktionen eine hohe Volatilität, und die Aussagekraft ist begrenzt.

Die Preisentwicklung insgesamt lag wie auch im Vorquartal über den aktuellen Inflationsraten.

Erstmals seit dem Einbruch vor rund zwei Jahren steigen die Preise auch im Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresquartal(Q3 2024 vs. Q3 2023) wurden Eigentumswohnungen um 0,9 Prozent teurer, Einfamilienhäuser verzeichneten eine schwarze Null (+0,1 Prozent). Mehrfamilienhäusern sanken um 2,8 Prozent im Wert, das Minus geht im Vergleich zu vorherigen Quartalen aber stetig zurück, auch dies ist ein weiteres Zeichen einer Trendwende am Immobilienmarkt.

Die Anzahl an Immobilientransaktionen legte nochmals zu, befindet sich aber noch spürbar unter denen der Boom-Jahre bei rund 75 Prozent des Durchschnitts der Jahre 2019 bis 2021. Der Anteil von Neubauten hat sich dabei im Vergleich zum Durchschnitt der Boomjahren von etwa 20 Prozent auf nur noch 10 Prozent reduziert.

Top-7-Städte

In Deutschlands 7 größten Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart) zeigte sich alles in allem eine Seitwärtsbewegung gegenüber dem Vorquartal Q2 2024 mit leichten Ausschlägen nach oben und unten.

In Köln (+1,1 Prozent) und Stuttgart (+1,0 Prozent) war der stärkste Anstieg zu verzeichnen, in Hamburg der stärkste Rückgang (- 0,7 Prozent). In Düsseldorf (+0,2 Prozent) bewegten sich die Preise seitwärts, ebenso in Frankfurt (-0,4 Prozent), wo sie aber bereits im vorherigen Quartal (Q2 2024 vs. Q1 2024) deutlich gestiegen waren.

Hinweis: Für Berlin und München liegen in diesem Update des GREIX keine Daten für das 3. Quartal 2024 vor.

Neubauten nur noch 1,5 Prozent unter Höchststand

Besonders wertstabil zeigen sich Neubauwohnungen in Deutschlands Top-7-Städten. Die Preise haben bereits fast wieder das Niveau ihrer Höchststände von 2022 erreicht, im dritten Quartal 2024 lagen sie nur noch 1,5 Prozent darunter. Insgesamt fiel der Wert in der jüngsten Preiskorrektur nur um rund 6 Prozent.

Sehr viel deutlicher war der Preisrückgang mit rund 16 Prozent bei Bestandswohnungen in Deutschlands 7 größten Städten. Sowohl die Preise für klassische Altbauten mit Baujahr vor 1950 als auch für Wohnungen aus den Jahren nach dem Krieg bis heute notieren im aktuellen Update noch rund 10 Prozent unter ihren Höchstständen.

Weitere Städte

Außerhalb der Top-7-Städte ist die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen im Quartalsvergleich einheitlicher als in den Metropolen. Der Trend zeigt für fast alle Städte nach oben, insgesamt ist der Markt aber volatiler, und es sind kräftigere Preisausschläge zu beobachten, was der geringeren Anzahl an Transaktionen geschuldet sein dürfte.

Sehr deutlich war der Preisanstieg in Leipzig (+7 Prozent). Auch Duisburg (+6,3 Prozent) und Potsdam (+5,3 Prozent) legten kräftig zu, nach Rückgängen im ersten Halbjahr bestand in beiden Städten offenbar Aufholpotenzial. Ausschließlich in Dortmund sind die Preise gefallen (-2,2 Prozent).

„Insgesamt deutet die geringe Anzahl an Transaktionen darauf hin, dass viele Marktteilnehmer noch in einer abwartenden Haltung verharren“, so Zdrzalek. „Gut vorstellbar, dass nun aber zunehmend Käufer zurück in den Markt finden, niedriger waren Immobilienpreise immerhin zuletzt vor fast 4 Jahren, und die Trendwende ist eingeläutet. Äußerst begehrt sind offenbar Neubauten, bei denen das Angebot besonders knapp ist, was sich entsprechend in den Preisen widerspiegelt.“

Quelle: Institut für Weltwirtschaft Kiel

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Exporte im September 2024: -1,7 % zum August 2024

Im September 2024 sind die deutschen Exporte gegenüber August 2024 um 1,7 % gesunken und die Importe um 2,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023 um 0,2 %, die Importe stiegen um 1,3 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.11.2024

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), September 2024
128,2 Milliarden Euro
-1,7 % zum Vormonat
-0,2 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), September 2024
111,3 Milliarden Euro
+2,1 % zum Vormonat
+1,3 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), September 2024
+17,0 Milliarden Euro

Im September 2024 sind die deutschen Exporte gegenüber August 2024 kalender- und saisonbereinigt um 1,7 % gesunken und die Importe um 2,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023 um 0,2 %, die Importe stiegen um 1,3 %.

Insgesamt wurden im September 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 128,2 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 111,3 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im September 2024 mit einem Überschuss von 17,0 Milliarden Euro ab. Im August 2024 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik bei +21,4 Milliarden Euro gelegen, im September 2023 bei +18,6 Milliarden Euro.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im September 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 69,4 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 57,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber August 2024 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 1,8 %, die Importe aus diesen Staaten nahmen um 1,6 % zu. In die Staaten der Eurozone wurden im September 2024 Waren im Wert von 48,1 Milliarden Euro (-2,4 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 38,1 Milliarden Euro (+2,2 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 21,3 Milliarden Euro (-0,3 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,7 Milliarden Euro (+0,5 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im September 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,8 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 53,5 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber August 2024 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 1,6 % ab, die Importe von dort stiegen um 2,6 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im September 2024 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 4,8 % mehr Waren exportiert als im August 2024. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 14,2 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China nahmen um 3,7 % auf 7,1 Milliarden Euro ab, die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken um 4,9 % auf 6,4 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im September 2024 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro eingeführt, das waren 5,6 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 0,3 % auf 7,7 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 0,6 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im September 2024 gegenüber August 2024 kalender- und saisonbereinigt um 3,6 % auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber September 2023, als die Exporte nach Russland infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine bereits auf einem sehr niedrigen Niveau lagen, nahmen sie um 5,6 % zu. Die Importe aus Russland stiegen im September 2024 gegenüber August 2024 um 20,1 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber September 2023 gingen die Importe um 34,4 % zurück.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im September 2024 Waren im Wert von 130,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 111,6 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023 nahmen die Exporte im September 2024 damit um 0,3 % ab und die Importe um 1,3 % zu. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im September 2024 mit einem Überschuss von 18,5 Milliarden Euro ab. Im September 2023 hatte der Saldo +20,3 Milliarden Euro betragen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Produktion im September 2024: -2,5 % zum Vormonat

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September 2024 gegenüber August 2024 um 2,5 % gesunken.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.11.2024

Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 3,3 % gesunken

Produktion im Produzierenden Gewerbe
September 2024 (real, vorläufig):
-2,5 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-4,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

August 2024 (real, revidiert):
+2,6 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-3,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2024 gegenüber August 2024 saison- und kalenderbereinigt um 2,5 % gesunken. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Juli 2024 bis September 2024 um 1,9 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Im August 2024 stieg die Produktion gegenüber Juli 2024 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 2,6 % (vorläufiger Wert: +2,9 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023 war die Produktion im September 2024 kalenderbereinigt 4,6 % niedriger.

Deutlicher Produktionsrückgang in der Automobilindustrie

In einem Großteil der Branchen des Produzierenden Gewerbes entwickelte sich die Produktion negativ. So fiel die Produktion in der Automobilindustrie im September 2024 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 % im Vergleich zum Vormonat, nachdem sie im August 2024 um 15,4 % gestiegen war. Die deutlichen Schwankungen in der Automobilindustrie beeinflussten die Gesamtentwicklung der Produktion in den vergangenen Monaten stark. Auch der Produktionsrückgang in der chemischen Industrie (-4,3 %) wirkte sich im September 2024 negativ auf das Gesamtergebnis aus. Positiv entwickelte sich hingegen die Produktion im Maschinenbau (+1,7 %).

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) nahm im September 2024 gegenüber August 2024 saison- und kalenderbereinigt um 2,7 % ab. Innerhalb der Industrie war ein Rückgang über alle drei Hauptgruppen zu verzeichnen: Die Produktion von Investitionsgütern sank um 4,0 %, die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,6 % und die Produktion von Konsumgütern um 1,4 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung im September 2024 im Vergleich zum Vormonat um 2,1 % und die Bauproduktion um 1,4 %.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023 sank die Industrieproduktion im September 2024 kalenderbereinigt um 5,2 %.

Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im September 2024 gegenüber August 2024 saison- und kalenderbereinigt um 3,3 % gesunken. Dies ist vor allem auf den Rückgang in der chemischen Industrie zurückzuführen. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Juli 2024 bis September 2024 um 2,2 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat September 2023 war die energieintensive Produktion im September 2024 kalenderbereinigt um 2,0 % niedriger. Eine Analyse zum Produktion der energieintensiven Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2024: +4,2 % zum Vormonat

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September 2024 gegenüber August 2024 um 4,2 % gestiegen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 06.11.2024

Auftragseingang ohne Großaufträge: +2,2 %

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe:
September 2024 (real, vorläufig):
+4,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+1,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

August 2024 (real, revidiert):
-5,4 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-3,4 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2024 gegenüber August 2024 saison- und kalenderbereinigt um 4,2 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung der Großaufträge war der Auftragseingang um 2,2 % höher als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 3. Quartal 2024 insgesamt um 4,2 % höher und ohne Großaufträge um 0,6 % niedriger als im 2. Quartal 2024. Für August 2024 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang des Auftragseingangs von 5,4 % gegenüber Juli 2024 (vorläufiger Wert: -5,8 %).

2024 ist insbesondere auf den deutlichen Anstieg im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen. Hier lagen die Neuaufträge aufgrund mehrerer Großaufträge mehr als doppelt so hoch (+117,1 %) wie im Vormonat. Auch die Zuwächse von Auftragseingängen in der Automobilindustrie (+2,9 %) wirkten sich positiv aus. Negativ beeinflussten das Gesamtergebnis hingegen die Rückgänge im Bereich Metallerzeugung und -bearbeitung (-10,0 %) und im Maschinenbau (-3,6 %).

Im Bereich der Vorleistungsgüter ergab sich für den Auftragseingang im September 2024 ein Rückgang von 2,4 %. Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang um 8,3 %, bei den Konsumgütern um 3,8 %.

Die Aufträge aus dem Inland stiegen um 3,6 %, die Aufträge aus dem Ausland insgesamt um 4,4 %. Dabei stiegen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 14,6 %, während die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 1,6 % zurückgingen.

Umsatz im September 2024 um 1,4 % niedriger als im Vormonat

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im September 2024 saison- und kalenderbereinigt 1,4 % niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023 war der Umsatz kalenderbereinigt 4,4 % geringer. Für August 2024 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 3,0 % gegenüber Juli 2024 (vorläufiger Wert: +3,2 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Wenn das Unternehmen keine KI verwendet, bringen die Beschäftigten sie mit

In rund jedem dritten Unternehmen (34 Prozent) in Deutschland nutzen Beschäftigte generative Künstliche Intelligenz wie ChatGPT & Co. mit ihrem privaten Account jenseits der Firmen-IT. 4 Prozent der Unternehmen geben lt. Bitkom an, dass dies weit verbreitet sei.

Bitkom, Pressemitteilung vom 04.11.2024

  • In jedem dritten Unternehmen werden private KI-Zugänge genutzt
  • Bisher hat nur jedes siebte Unternehmen Regeln zum Einsatz privater KI-Tools

Der KI-Chatbot als heimlicher Kollege? In rund jedem dritten Unternehmen (34 Prozent) in Deutschland nutzen Beschäftigte generative Künstliche Intelligenz wie ChatGPT & Co. mit ihrem privaten Account jenseits der Firmen-IT. 4 Prozent der Unternehmen geben an, dass dies weit verbreitet sei (2023: 1 Prozent), in 13 Prozent sind es Einzelfälle (2023: 7 Prozent) und 17 Prozent der Unternehmen wissen es gar nicht sicher, gehen aber davon aus (2023: 9 Prozent). Weitere 25 Prozent der Unternehmen wissen es nicht sicher, gehen aber nicht davon aus, dass private KI-Zugänge verwendet werden (2023: 23 Prozent) und nur 37 Prozent schließen dies sicher aus (2023: 51 Prozent). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Es gibt ein großes und steigendes Interesse der Menschen an Künstlicher Intelligenz. Wer mit KI im Privaten positive Erfahrungen macht, will die Technologie auch im Beruf einsetzen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Unternehmen müssen darauf reagieren – und zugleich darauf achten, dass sich keine Schatten-KI verbreitet, mit entsprechenden Risiken für Datensicherheit und Datenschutz.“

Im Vergleich zum Vorjahr haben deutlich mehr Unternehmen bereits Regeln für den Einsatz von generativer KI durch einzelne Beschäftigte festgelegt. In 15 Prozent der Unternehmen gibt es entsprechende Vorgaben, vor einem Jahr lag der Anteil gerade erst bei 1 Prozent. Weitere 23 Prozent haben sich fest vorgenommen, dies zu tun (2023: 16 Prozent). Nur 18 Prozent haben keine Regeln und wollen auch keine vorgeben (2023: 28 Prozent), rund ein Drittel (36 Prozent, 2023: 48 Prozent) hat sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt.

Quelle: Bitkom

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KfW Research: Geschäftsklima im Mittelstand fällt im Oktober leicht

Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer Oktober 2024 zeigt weiter sinkende Geschäftserwartungen. Allerdings fällt das Geschäftsklima nur um sehr moderate 0,5 Zähler auf nun minus 19,7 Punkte.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 31.10.2024

  • KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt weiter sinkende Geschäftserwartungen
  • Mittelständler beurteilen ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat
  • Stimmung in Großunternehmen hellt sich deutlich auf

Die Stimmung unter den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland ist im Oktober weiter abgesackt. Allerdings fällt das Geschäftsklima nur um sehr moderate 0,5 Zähler auf nun minus 19,7 Punkte.

Innerhalb des Geschäftsklimaindex sinken die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten um 1,3 Zähler auf ein Acht-Monats-Tief von nun minus 20,0 Punkten. Dagegen verbessern sich die Urteile der Mittelständler zu ihrer aktuellen Geschäftslage im Vergleich zum September um 0,4 Zähler auf jetzt minus 19,7 Punkte. Historisch betrachtet ist das weiterhin ein sehr niedriges Niveau. Negative Indikatorwerte weisen auf eine unterdurchschnittliche Konjunkturlage hin.

Für das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer wertet die KfW Ergebnisse der ifo-Konjunkturumfragen aus, unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und Hauptwirtschaftsbereichen.

Es gibt aber auch kleinere Lichtblicke. So steigt das Geschäftsklima entgegen dem allgemeinen Trend in der mittelständischen Wirtschaft sowohl im Großhandel als auch leicht im Bau. Die Stimmung im Einzelhandel stagniert zum September. Das könnte darauf hindeuten, dass die seit geraumer Zeit deutlich steigende Kaufkraft der privaten Haushalte allmählich zu einer Bodenbildung führt. Hingegen fällt das Geschäftsklima des Verarbeitenden Gewerbes auf den tiefsten Stand seit Februar. Die schwache inländische Investitionstätigkeit und eine verhaltende Exportnachfrage belasten den industriellen Mittelstand.

Deutlich positiver als im Mittelstand entwickelt sich die Stimmung in den Großunternehmen. Deren Geschäftsklima ist mit minus 23,8 Punkten zwar weiterhin schlechter als bei kleinen und mittleren Unternehmen, hat aber im Oktober um 5,6 Zähler zugelegt – und damit um fast das Zweifache einer üblichen Vormonatsveränderung.

„Die deutsche Wirtschaft als Ganze sendet im Oktober ein willkommenes Lebenszeichen, das dieses Mal vor allem von den Großunternehmen ausgeht“, sagte Dr. Klaus Borger, Konjunkturexperte von KfW Research.

„Mit der spürbar steigenden Kaufkraft der privaten Haushalte und dem global begonnenen Zinssenkungszyklus ist für 2025 eine Erholung der Wirtschaft angelegt. Sollte sich allerdings der Arbeitsmarkt unerwartet deutlich eintrüben oder sollten die US-Zölle auf importierte Industriegüter nach der dortigen Präsidentschaftswahl deutlich angehoben werden, könnte dies die Konjunkturerholung gefährden.“

Quelle: KfW

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ifo Beschäftigungsbarometer weiter gefallen (Oktober 2024)

Die Unternehmen sind zurückhaltender bei der Personalplanung. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Oktober auf 93,7 Punkte, nach 94,0 Punkten im September. Das ist der niedrigste Wert seit Juli 2020.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.11.2024

Die Unternehmen sind zurückhaltender bei der Personalplanung. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Oktober auf 93,7 Punkte, nach 94,0 Punkten im September. Das ist der niedrigste Wert seit Juli 2020. „Die Situation am Arbeitsmarkt entwickelt sich seit Monaten negativ, nicht stark, aber kontinuierlich“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die Unternehmen besetzen eher Stellen nicht neu, als dass sie Mitarbeiter entlassen.“

In der Industrie ist das Barometer erneut rückläufig. Aufgrund der schwierigen Auftragslage werden weniger Mitarbeiter benötigt. Ähnliches gilt für den Handel, obwohl dort der Indikator leicht gestiegen ist. Bei den Dienstleistern gleichen sich positive und negative Antworten gegenwärtig nahezu aus. Hier ist von einer konstanten Entwicklung der Mitarbeiterzahlen auszugehen. Gleiches gilt auch für das Bauhauptgewerbe. Mitarbeiter werden weiterhin im Tourismus und der IT-Branche gesucht.

Quelle: ifo Institut

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Die deutsche Wirtschaft steckt fest

Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2024 macht überdeutlich: Ohne spürbare Entlastungen droht die deutsche Wirtschaft europaweit und international den Anschluss zu verlieren. Daher setzt sich die DIHK für ein deutliches Aufbruchssignal ein und fordert u. a. eine Unternehmenssteuerreform, die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlages und konsequenten Bürokratieabbau.

DIHK, Mitteilung vom 31.10.2024

Zu hohe Energie- und Arbeitskosten, die im internationalen Vergleich hohe Steuerbelastung und eine ausufernde Bürokratie bremsen die deutsche Wirtschaft. In der Folge bleiben Investitionen aus, und die Nachfrage nach deutschen Produkten lahmt im In- und Ausland: Die Ergebnisse der Befragung von rund 25.000 Betrieben im Rahmen der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2024 zeichnen ein düsteres Bild der Geschäftslage und -erwartungen deutscher Unternehmen. Zwar bieten Maßnahmen wie die Wachstumsinitiative der Bundesregierung einige gute Ansätze, doch diese reicht angesichts der Lage bei Weitem nicht aus, um das Wachstumsruder herumzureißen. Die Unternehmen brauchen nun ein deutliches Signal, um den Negativtrend zu stoppen und die Konjunktur zurück auf Kurs zu bringen.

Industrie und Kraftfahrzeugbau besonders stark betroffen

Der DIHK-Umfrage zufolge bewerten nur noch 26 Prozent (nach 28 Prozent im Frühsommer) der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“. Fast gleich hoch ist der Anteil, der seine Lage als „schlecht“ bezeichnet (25 Prozent nach zuvor 23 Prozent). Insbesondere in der Industrie zeigt sich ein starker Negativtrend: Nur noch 19 Prozent der Betriebe schätzen ihre aktuelle Situation als „gut“ ein – ganze 35 Prozent hingegen bewerten sie mit „schlecht“. Der Saldo sinkt deutlich um 11 auf minus 16 Punkte und liegt damit sehr weit unter dem langjährigen Durchschnitt von plus 21 Punkten.

Dramatische Einbrüche bei der Geschäftslage verzeichnet der Kraftfahrzeugbau, wo der Saldo um 27 auf minus 31 Punkte abstürzt. In der Branche treffen gleich mehrere strukturelle Herausforderungen aufeinander: Hohe Produktionskosten, die Transformation zur E-Mobilität, der Trend hin zur „local for local“-Produktion sowie eine wachsende und ernst zu nehmende Konkurrenz auf den Weltmärkten belasten die Geschäftserwartungen. Branchenübergreifend erwarten 31 Prozent der Unternehmen für das kommende Jahr schlechtere Geschäfte (zuvor 26 Prozent), während nur noch 13 Prozent mit einer Verbesserung rechnen (zuvor 16 Prozent).

Eigentlich massiver Investitionsbedarf – aber Investitionsneigung sinkt weiter

Die Bruttoanlageinvestitionen liegen noch immer deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Angesichts des wirtschaftlichen Ausblicks fährt ein Drittel der Unternehmen seine Investitionen am heimischen Standort zurück. In der Industrie sind es sogar fast 40 Prozent. Die schwache Investitionsneigung zeigt, wie sehr die industrielle Wertschöpfungsbasis derzeit ins Rutschen gerät. Zudem spiegeln sich die abnehmenden Investitionsabsichten der Unternehmen auch in den Beschäftigungsplänen wider: Ein Viertel aller Betriebe sieht sich gezwungen, die Anzahl der Beschäftigten zu senken. Mit einem Personalaufbau rechnet hingegen nur noch gut ein Zehntel.

Standortbedingungen belasten Wettbewerbsfähigkeit

Trotz eines robusten Wachstums der Weltwirtschaft erwartet auch die Exportindustrie für die nächsten zwölf Monate keine Besserung: Nur jeder fünfte Betrieb rechnet mit steigenden Ausfuhren, knapp ein Drittel geht von einem Rückgang aus. Dabei werden in der Umfrage insbesondere die Standortbedingungen als betriebliche Geschäftsrisiken bewertet: Unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (57 Prozent), steigende Arbeitskosten (54 Prozent), der Fachkräftemangel (51 Prozent) sowie zu hohe Energie- und Rohstoffpreise (49 Prozent) sind demzufolge zentrale Risikofaktoren der Betriebe jenseits geopolitischer Spannungen und Krisen.

Schnelle und zielgerichtete Maßnahmen dringend nötig

Die Politik ist gefragt, jetzt konkret gegenzusteuern und ein deutliches Aufbruchssignal zu setzen. Andernfalls droht die deutsche Wirtschaft in Europa und international den Anschluss zu verlieren. Spürbare Entlastungen müssen endlich in den Betrieben ankommen. Eine investitionsfreundliche Unternehmenssteuerreform, die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlages und ein konsequenter Bürokratieabbau sind dringend notwendige Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen effektiv zu verbessern. Unternehmen brauchen zudem eine Entlastung bei den Energiekosten. Das wären erste konkrete Schritte, denen aber noch viele weitere folgen müssten, um wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad gelangen zu können.

Quelle: DIHK

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Importpreise im September 2024: -1,3 % gegenüber September 2023

Die Importpreise waren im September 2024 um 1,3 % niedriger als im September 2023. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Einfuhrpreise im September 2024 gegenüber dem Vormonat August 2024 um 0,4 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 31.10.2024

Importpreise, September 2024
-1,3 % zum Vorjahresmonat
-0,4 % zum Vormonat

Exportpreise, September 2024
+0,4 % zum Vorjahresmonat
-0,1 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im September 2024 um 1,3 % niedriger als im September 2023. Im August 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +0,2 % gelegen, im Juli 2024 bei +0,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Einfuhrpreise im September 2024 gegenüber dem Vormonat August 2024 um 0,4 %.

Die Exportpreise lagen im September 2024 um 0,4 % über dem Stand von September 2023. Im August und Juli 2024 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils bei +0,8 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat August 2024 sanken die Exportpreise um 0,1 %.

Rückgang der Importpreise im Vergleich zu September 2023 durch niedrigere Energiepreise

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im September 2024 hatte der Rückgang der Energiepreise um 16,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einfuhr von Erdöl war 19,9 % günstiger als im Vorjahresmonat (-8,7 % gegenüber August 2024). Diesel war im Vorjahresvergleich 34,2 % günstiger (-8,8 % gegenüber August 2024) und die Importpreise für Motorenbenzin sanken um 30,9 % (-9,9 % gegenüber August 2024). Die Einfuhrpreise von Erdgas sanken gegenüber September 2023 um 5,6 %, gegenüber August 2024 stiegen sie allerdings um 2,4 %. Elektrischer Strom war 22,2 % günstiger als im Vorjahresmonat und 4,0 % günstiger als im August 2024.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im September 2024 um 0,6 % höher als im September 2023. Gegenüber August 2024 blieben sie unverändert. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, stieg der Importpreisindex um 0,2 % gegenüber dem Stand des Vorjahres (unverändert gegenüber August 2024).

Gestiegene Preise bei Konsumgütern

Die Importpreise für Konsumgüter stiegen im September 2024 um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat (+0,1 % gegenüber August 2024). Gebrauchsgüter verteuerten sich gegenüber September 2023 leicht um 0,4 % (-0,3 % gegenüber August 2024), der Import von Verbrauchsgütern war 2,4 % teurer als im September 2023 (+0,1 % gegenüber August 2024).

Bei den Verbrauchsgütern musste insbesondere für Nahrungsmittel mit +6,5 % mehr bezahlt werden als im September 2023. Geflügelfleisch war im Import 8,4 % teurer als im Vorjahresmonat, Rindfleisch verteuerte sich um 5,7 %.

Gestiegene Preise auch bei landwirtschaftlichen Gütern

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter verteuerten sich zum Vorjahr um 7,3 %. Insbesondere Rohkakao (+107,8 %) war deutlich teurer als vor einem Jahr, gegenüber dem Vormonat sanken die Preise für Rohkakao jedoch um 5,0 %. Die Preise für Rohkaffee waren um 37,3 % höher als im September 2023 und stiegen auch im Vormonatsvergleich (+2,2 %). Avocados waren 35,9 % teurer als im September 2023. Dagegen waren unter anderem Zwiebeln (-41,6 %) und lebende Schweine (-13,7 %) preiswerter als vor einem Jahr.

Leicht gesunkene Preise für Vorleistungsgüter und Investitionsgüter

Die Preise für Vorleistungsgüter sanken im Vorjahresvergleich um 0,4 %. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise um 0,3 %. Die Preise für Investitionsgüter sanken gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % und gegenüber dem Vormonat August 2024 um 0,1 %.

Bei den Vorleistungsgütern waren unter anderem Akkus und Batterien (-5,2 %) sowie Eisen, Stahl und Ferrolegierungen (-3,6 %) preiswerter als ein Jahr zuvor, während beispielsweise Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug (+6,5 %) teurer waren.

Bei den Investitionsgütern waren insbesondere Kraftwagen und Kraftwagenmotoren um 2,5 % teurer, während Elektronische Bauelemente im Vorjahresvergleich um 6,3 % billiger importiert wurden.

Preissteigerungen bei Exporten von Investitions- und Konsumgütern

Bei der Ausfuhr hatten im September 2024 die Preissteigerungen bei Investitionsgütern den größten Einfluss auf die Preisentwicklung. Diese verteuerten sich gegenüber September 2023 um 1,5 % (+0,1 % gegenüber August 2024). Einen wesentlichen Einfluss hatten hier die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile (+2,0 %) sowie für Maschinen (+1,8 %).

Exportierte Konsumgüter wurden im Vergleich zu September 2023 um 2,5 % teurer. Während Gebrauchsgüter im Vorjahresvergleich nur um 1,0 % teurer waren, lagen die Preise für Verbrauchsgüter 2,8 % über denen von September 2023.

Energieexporte waren 21,3 % billiger als im Vorjahresmonat (-2,0 % gegenüber August 2024). Erheblich günstiger im Vorjahresvergleich waren Mineralölerzeugnisse (-23,7 %) und Erdgas (-18,7 %). Während gegenüber dem Vormonat August 2024 die Preise für Mineralölerzeugnisse sanken (-5,6 %), wurde Erdgas teurer exportiert (+3,1 %).

Auch der Export landwirtschaftlicher Güter war im Vergleich preiswerter (-2,2 % gegenüber September 2023 und -2,9 % gegenüber August 2024).

Die Preise für exportierte Vorleistungsgüter blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Gegenüber dem Vormonat sanken sie leicht um 0,2 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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