DIHK stellt Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2015 vor

Die Tiefstände von Ölpreis, Euro und Zinsen sorgen dafür, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland gegenüber Herbst 2014 leicht aufhellt. Auf Grundlage seiner aktuellen Konjunkturumfrage erwartet der DIHK für 2015 ein Wachstum von 1,3 %.

 

Sonderfaktoren tragen Konjunktur

 

DIHK, Pressemitteilung vom 11.02.2015

 
Die Tiefstände von Ölpreis, Euro und Zinsen sorgen dafür, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland gegenüber Herbst 2014 leicht aufhellt. Auf Grundlage seiner aktuellen Konjunkturumfrage erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für 2015 ein Wachstum von 1,3 Prozent.

 

„Die deutsche Wirtschaft schlägt sich wacker in einem unsicheren Umfeld“, kommentierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Ergebnisse der auf rund 27.000 Unternehmensantworten basierenden Untersuchung, die er am 11.02.2015 gemeinsam mit DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann in Berlin vorstellte.

 

Dies sei drei Sonderfaktoren zu verdanken, erklärte Wansleben: „Die niedrigen Ölpreise entlasten Verbraucher und Unternehmen. Der schwache Euro treibt den Export. Die niedrigen Zinsen befördern weiterhin die Bautätigkeit.“

 

Dieses „Doping“ verschleiere auch die zunehmenden Belastungen im Inland: Aus Sicht der Unternehmen seien die Geschäftsrisiken, die aus den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, den Arbeitskosten und dem Fachkräftemangel erwachsen, höher denn je.

 

„Der DIHK rechnet für 2015 mit einem Wachstum von 1,3 Prozent“, berichtete der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Damit liege die aktuelle Prognose wegen des niedrigen Ölpreises um 0,5 Prozentpunkte über der vom vergangenen Herbst. Allerdings: „Ohne diese Entlastung wäre sogar eine weitere Verschlechterung der Geschäftserwartungen zu befürchten gewesen.“

 

Höher als in der Umfrage vom Herbst veranschlagt der DIHK nun auch die Beschäftigung: Sie soll 2015 um rund 200.000 Stellen zulegen. In den Jahren zuvor sei der Personalaufbau größer gewesen, obwohl die Wirtschaft langsamer gewachsen sei, betonte Wansleben in diesem Zusammenhang. „Die Unternehmen fahren derzeit auf Sicht.“

 

Dabei mache sich auch der Mindestlohn bemerkbar, vor allem im Osten. Insgesamt wird die Zahl der Arbeitslosen nach Einschätzung des DIHK um rund 50.000 auf durchschnittlich 2,85 Millionen sinken.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des DIHK.

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Quelle: DATEV eG