Laut Eurostat verzeichnete die EU28 im vierten Quartal 2014 einen saisonbereinigten Leistungsbilanzüberschuss von 38,7 Mrd. Euro.
Eurostat, Pressemitteilung vom 09.04.2015
Die EU28 verzeichnete im vierten Quartal 2014 einen saisonbereinigten Leistungsbilanzüberschuss von 38,7 Mrd. Euro (1,1% des BIP), ein Anstieg gegenüber einem Überschuss von 29,9 Mrd. (0,9% des BIP) im dritten Quartal 2014 und ein Rückgang gegenüber einem Überschuss von 43,0 Mrd. (1,3% des BIP) im vierten Quartal 2013, laut einer zweiten Schätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.
Auf Grundlage saisonbereinigter Daten erhöhten sich im vierten Quartal 2014 im Vergleich zum dritten Quartal 2014 die Überschüsse sowohl der Warenbilanz (von 10,9 Mrd. Euro auf 25,1 Mrd.) als auch der Dienstleistungsbilanz (von +35,7 Mrd. auf +37,0 Mrd.). Der Überschuss der Primäreinkommensbilanz wurde zum Defizit (von +1,3 Mrd. zu -4,1 Mrd.) und das Defizit der Sekundäreinkommensbilanz vergrößerte sich (von -18,0
Mrd. auf -19,3 Mrd.).
Kapitalbilanz
Im vierten Quartal 2014 investierten EU28 Investoren 60,5 Mrd. Euro in Direktinvestitionen im Ausland, gegenüber Investitionen von 274,5 Mrd. im vierten Quartal 2013 auf Grundlage nicht saisonbereinigter Daten. Verbindlichkeiten aus Direktinvestitionen der EU28 gegenüber der übrigen Welt stiegen um 34,9 Mrd., gegenüber einem Anstieg von 215,1 Mrd. im vierten Quartal 2013. Wertpapieranlagen verbuchten einen ausgehenden Nettostrom in Höhe von 42,6 Mrd., gegenüber einem eingehenden Nettostrom von 99,3 Mrd. im vierten Quartal 2013.
Leistungsbilanz der Mitgliedstaaten (einschließlich Intra-EU Ströme)
Im Hinblick auf den gesamten Leistungsbilanzsaldo (Intra-EU plus Extra-EU) der EU28 Mitgliedstaaten verzeichneten achtzehn Mitgliedstaaten im vierten Quartal 2014 Leistungsbilanzüberschüsse, acht verbuchten Defizite und zwei ein Gleichgewicht auf Grundlage nicht saisonbereinigter Daten. Die höchsten Überschüsse registrierten Deutschland (+67,3 Mrd. Euro), Italien (+14,4 Mrd.), die Niederlande (+12,5 Mrd.), Spanien (+7,3 Mrd.) und Schweden (+6,9 Mrd.) und die größten Defizite das Vereinigte Königreich (-27,1 Mrd.), Griechenland (-2,1 Mrd.) und Polen (-2,0 Mrd.).
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.
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Quelle: DATEV eG