Die Bedeutung von langfristigen Stellenbesetzungen hat bei den Neueinstellungen auf dem Mindestlohnniveau 2015 deutlich zugenommen: Während 2014 noch 57 Prozent der Stellen mit diesem Ziel ausgeschrieben wurden, waren es 2015 81 Prozent. Das geht aus einer Studie des IAB hervor.
Personalsuche bei Mindestlohnjobs: Anforderungen der Betriebe bei Neueinstellungen gestiegen
IAB, Pressemitteilung vom 17.05.2016
Die Bedeutung von langfristigen Stellenbesetzungen hat bei den Neueinstellungen auf dem Mindestlohnniveau 2015 deutlich zugenommen: Während 2014 noch 57 Prozent der Stellen mit diesem Ziel ausgeschrieben wurden, waren es 2015 81 Prozent.
Für langfristig zu besetzende Stellen ist es aus Sicht der Betriebe besonders wichtig, möglichst gut geeignete Bewerber zu finden. Die veränderten Anforderungen der Betriebe spiegeln sich in der veranschlagten Dauer der Personalsuche wider: 2014 setzten die Betriebe noch durchschnittlich 23 Tage für die Suche bis zum gewünschten Arbeitsbeginn im Mindestlohnbereich an, 2015 lag diese Zahl bei 46 Tagen. Auch die Dauer bis zur Personalentscheidung bei Neueinstellungen im Mindestlohnbereich hat sich von 27 auf 51 Tage erhöht. Die Zahl der aus Sicht der Betriebe geeigneten Bewerber ist zurückgegangen.
Neben gestiegenen Anforderungen an das formale Qualifikationsniveau der Bewerber waren im Jahr 2015 auch bei deutlich mehr Stellen auf dem Mindestlohnniveau zusätzliche Kenntnisse und Fertigkeiten wie beispielsweise soziale Kompetenzen gefragt. 2014 wurden diese bei 10 Prozent der Stellen gefordert, 2015 lag der Anteil bei 19 Prozent.
„Die Arbeitgeber zeigen bei Besetzungsschwierigkeiten aber auch Kompromissbereitschaft“, erklären die IAB-Forscher. Vor allem in Bezug auf die geforderte Qualifikation und die Berufserfahrung machten sie Zugeständnisse.
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Die Studie finden Sie auf der Homepage des IAB.
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Quelle: DATEV eG