Das BMF hat bestimmt, auf welche Regelungen die Grundsätze des BFH-Urteils I R 79/13 zur Besteuerung von Abfindungszahlungen aus Anlass der Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei Bestehen einer Konsultationsvereinbarung mit einem anderen DBA-Staat anzuwenden sind (Az. IV B 2 – S-1304 / 09 / 10004).
Besteuerung von Abfindungszahlungen aus Anlass der Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei Bestehen einer Konsultationsvereinbarung mit einem anderen DBA-Staat
BFH-Urteil vom 10. Juni 2015 (BStBl II 2016 S. 326)
BMF, Schreiben (koordinierter Ländererlass) IV B 2 – S-1304 / 09 / 10004 vom 31.03.2016
Unter Bezug auf die Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt hierzu Folgendes:
Die Grundsätze des BFH-Urteils sind außer auf § 24 Abs. 1 Satz 2 KonsVerCHEV vom 20. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2187) auch in Bezug auf die Regelungen in
- § 2 Abs. 3 Nr. 2 KonsVerBELV vom 20. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2137) geändert durch Art. 8 der VO vom 11. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2641),
- § 2 Abs. 3 Nr. 2 KonsVerGBRV vom 9. Juli 2012 (BGBl. I S. 1483),
- § 10 Abs. 2 Nr. 2 KonsVerLUXV vom 9. Juli 2012 (BGBl. I S. 1484),
- § 6 Abs. 1 KonsVerAUTV vom 20. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2185) und
- § 7 Abs. 1 KonsVerNLDV vom 20. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2183)
anzuwenden, soweit nach diesen für Abfindungszahlungen aus Anlass der Auflösung des Arbeitsverhältnisses die Bundesrepublik Deutschland als ehemaliger Tätigkeitsstaat das Besteuerungsrecht haben soll. Im Übrigen sind die Rechtsverordnungen weiter anzuwenden. Für die KonsVerNLDV gilt dies in Bezug auf das deutsch-niederländische Doppelbesteuerungsabkommen vom 16. Juni 1959 (BGBl. II 1960 S. 1781) in der Fassung des Dritten Zusatzprotokolls vom 4. Juni 2004 (BGBl. II S. 1653).
Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.
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Quelle: DATEV eG