Nach monatelangem Streit hat sich die Regierungskoalition nun endlich auf eine Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Das Ergebnis bedeute gegenüber dem Stand von Anfang Februar jedoch eine Verschlechterung, bedauert Eric Schweitzer, Präsident des DIHK.
Einigung bei der Erbschaftsteuer bringt teure Sicherheit
DIHK sieht Ziele des Koalitionsvertrags konterkariert
DIHK, Pressemitteilung vom 20.06.2016
Schweitzer: „Die Unternehmen zahlen die Rechtssicherheit mit höheren Belastungen. Denn in einem wichtigen Punkt bedeutet die Einigung eine Verschlechterung gegenüber dem CDU-SPD-Kompromiss von Anfang Februar.
Die selbstverständlich für einen Betrieb notwendigen Finanzmittel wie Forderungen, Barmittel und Bankguthaben werden in geringerem Umfang verschont. Ursprünglich wurden 20 Prozent dieser Mittel zum begünstigten Vermögen gerechnet, jetzt sollen es nur noch 15 Prozent sein.
Damit wird die ohnehin schon vorgesehene steuerliche Belastung bei Übertragungen von Familienunternehmen nochmals erhöht. Genau das wollte die Regierung laut Koalitionsvertrag vermeiden.
Gefragt sein wird zukünftig insbesondere die Finanzverwaltung. Sie muss die richtigerweise vorgesehene Berücksichtigung der typischen Verfügungsbeschränkungen bei der Bewertung eines Familienbetriebes auch in der Praxis umsetzen.
Für manchen kleinen Betrieb bringt die Erhöhung des Schwellenwertes bei der Lohnsumme eine Bürokratieentlastung mit sich.“
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Quelle: DATEV eG