EU-Regulierungspläne für Wirtschaftsprüfer sind unverhältnismäßig

Die über die Presse bekannt gewordenen Regulierungspläne der Europäischen Kommission für Wirtschaftsprüfer stoßen bei der Wirtschaftsprüferkammer auf Unverständnis.

WPK, Pressemitteilung vom
27.09.2011

Die über die Presse bekannt gewordenen
Regulierungspläne der Europäischen Kommission für Wirtschaftsprüfer stoßen bei
der Wirtschaftsprüferkammer auf Unverständnis. Im Rahmen der Konsultation zum
Grünbuch der EU-Kommission Ende 2010 haben sich positive Diskussionsansätze zur
Steigerung der Aussagekraft von Rechnungslegung und Abschlussprüfung ergeben,
die nun offenbar nicht weiter verfolgt werden sollen.

Michael Gschrei,
Präsident der Wirtschaftsprüferkammer: „Nicht nur die im Zuge der Finanzkrise
besonders in die Kritik geratenen großen Prüfungsgesellschaften, sondern auch
mittlere bis hin zu kleinen Praxen würden einer unverhältnismäßigen Regulierung
ausgesetzt, sollten diese Pläne Wirklichkeit werden. Hier muss mit mehr Augenmaß
vorgegangen werden.

Dem Vernehmen nach sieht das Regulierungspaket auch
massive Eingriffe in die in Deutschland seit 50 Jahren bewährte berufliche
Selbstverwaltung der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer vor, indem
grundlegende Aufsichtsaufgaben der Wirtschaftsprüferkammer auf eine öffentliche
Institution verlagert werden sollen. „Solche Überlegungen sind angesichts der
seit 2005 bestehenden öffentlichen fachbezogenen Aufsicht durch die
Abschlussprüferaufsichtskommission, die in allen Aufsichtsfällen das letzte Wort
hat, nicht nachvollziehbar. Die Auswirkungen auf die Selbstverwaltung der
anderen Freien Berufe in Deutschland wären kaum absehbar“, erklärt Michael
Gschrei.“

Quelle: WPK

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