Die Europäische Zentralbank veröffentlichte den Bericht mit dem Titel „Euro Money Market Survey 2011“, in dem die wichtigsten Entwicklungen am Euro-Geldmarkt im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahrszeitraum dargestellt werden.
Deutsche Bundesbank, Pressemitteilung
der EZB vom 30.09.2011
Die Europäische Zentralbank
veröffentlichte am 30.09.2011 den Bericht mit dem Titel „Euro Money Market
Survey 2011“, in dem die wichtigsten Entwicklungen am Euro-Geldmarkt im zweiten
Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahrszeitraum dargestellt
werden.
Die Ergebnisse der diesjährigen Erhebung, die auf Basis der
konstanten Teilnehmergruppe von 105 Banken (soweit nicht anders angegeben)
errechnet wurden, stellen sich wie folgt dar:
- Der Gesamtumsatz am Euro-Geldmarkt stieg um 15 %, nachdem er zuvor drei
Jahre in Folge zurückgegangen war. - Am unbesicherten Markt erhöhte sich die Geldaufnahme der teilnehmenden
Banken um 26 %, wohingegen sich ihre Ausleihungen um 5 % verringerten. Die
Geschäftstätigkeit insgesamt (d. h. Ausleihungen und Geldaufnahmen
zusammengenommen) konzentrierte sich auf Laufzeiten von einem Monat oder
weniger. - Der besicherte Markt blieb das größte Segment des Geldmarkts; sein
Gesamtumsatz erhöhte sich im zweiten Jahr in Folge (und zwar um 10 %).
Ausschlaggebend für diese Zunahme war im Wesentlichen ein Anstieg um 24 % bei
den Geschäften im Tagesgeldbereich (Overnight-Laufzeit). - Der Anteil der im zweiten Quartal 2010 über zentrale Kontrahenten
abgewickelten Transaktionen am besicherten Markt wurde auf 51 % nach oben
korrigiert. Dieser Prozentsatz blieb im zweiten Vierteljahr 2011 mit 50 %
weitgehend stabil. - Alle in der Erhebung untersuchten Derivatesegmente verzeichneten im zweiten
Quartal dieses Jahres Umsatzsteigerungen. In prozentualer Rechnung waren die
größten Zunahmen bei den Währungsswaps (Cross-Currency Swaps) mit 68 % und im
Segment der Tagesgeldsatz-Swaps (Overnight Index Swaps) mit 42 % zu beobachten.
Der Umsatz bei den Devisenswaps (Foreign Exchange Swaps) erhöhte sich nur leicht
um 1 %, nachdem dieses Derivateprodukt im zweiten Vierteljahr 2010 als einziges
keinen Rückgang gegenüber den Vorjahren aufwies.
Quelle: Deutsche Bundesbank
———————-