Nach ersten Schätzungen ergab sich für den Euroraum im August 2011 ein Defizit von 3,4 Mrd. Euro im Handel mit der übrigen Welt, gegenüber -6,3 Mrd. So berichtet Eurostat.
Defizit von 17,8 Mrd. Euro für die EU27
Eurostat, Pressemitteilung vom 14.10.2011
Nach ersten Schätzungen ergab sich für den Euroraum (ER17) im August 2011 ein Defizit von 3,4 Mrd. Euro im Handel mit der übrigen Welt, gegenüber -6,3 Mrd. im August 2010. Im Juli 2011 betrug der Saldo +2,5 Mrd. und im Juli 2010 +4,6 Mrd.. Im August 2011 nahmen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Juli 2011 um 4,7 % und die Einfuhren um 2,7 % zu.
Die EU27 wies nach ersten Schätzungen im August 2011 ein Handelsbilanzdefizit von 17,8 Mrd. Euro auf, gegenüber -19,2 Mrd. im August 2010. Im Juli 2011 wurde ein Saldo von -9,0 Mrd. und im Juli 2010 von -7,5 Mrd. verbucht. Im August 2011 nahmen die Ausfuhren (saisonbereinigt) im Vergleich zum Juli 2011 um 2,9 % und die Einfuhren um 3,2 % zu.
Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.
EU27 – detaillierte Ergebnisse für Januar bis Juli 2011
Das Defizit der EU27 nahm beim Handel mit Energie (-217,2 Mrd. Euro von Januar bis Juli 2011 gegenüber -170,3 Mrd. von Januar bis Juli 2010) deutlich zu, während der Überschuss für Industrieerzeugnisse (+137,8 Mrd. gegenüber +98,1 Mrd.) deutlich stieg.
Der Handel der EU27 mit den wichtigsten Partnerländern nahm von Januar bis Juli 2011 gegenüber Januar bis Juli 2010 zu, außer für Einfuhren aus Südkorea (-8 %). Zu den höchsten Zunahmen kam es bei den Ausfuhren nach Russland (+33 %), in die Türkei (+31 %), Indien (+24 %), China (+21 %) und Südkorea (+18/ %). Für Einfuhren wurden die höchsten Zunahmen mit Russland (+29 %), Indien (+23 %), Brasilien (+22 %), Norwegen (+20 %) und der Türkei (+18 %) verzeichnet.
Der Handelsbilanzüberschuss der EU27 stieg mit den USA (+42,5 Mrd. Euro von Januar bis Juli 2011 gegenüber +38,9 Mrd. von Januar bis Juli 2010), der Türkei (+15,2 Mrd. gegenüber +9,3 Mrd.) und der Schweiz (+14,7 Mrd. gegenüber +9,5 Mrd.). Zu einem Anstieg des Handelsdefizits der EU27 kam es mit Russland (-56,5 Mrd. gegenüber -45,1 Mrd.) und Norwegen (-27,9 Mrd. gegenüber -21,8 Mrd.). Das Defizit blieb mit China (-87,0 Mrd. gegenüber -86,8 Mrd.) fast stabil, fiel aber mit Japan (-12,2 Mrd. gegenüber -13,0 Mrd.) und Südkorea (-2,7 Mrd. gegenüber -7,2 Mrd.).
Bezüglich des Handels der einzelnen Mitgliedstaaten erzielte Deutschland den höchsten Überschuss (+88,9 Mrd. Euro von Januar bis Juli 2011), gefolgt von den Niederlanden (+26,5 Mrd.) und Irland (+25,0 Mrd.). Das Vereinigte Königreich (-66,5 Mrd.) verbuchte das größte Defizit, gefolgt von Frankreich (-51,2 Mrd.), Spanien (-26,6 Mrd.), Italien (-20,7 Mrd.), Griechenland (-10,9 Mrd.) und Portugal (-9,8 Mrd.).
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.
Quelle: Eurostat
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