In 2014 lagen nach Angaben von Eurostat die geschätzten durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der gesamten Wirtschaft (ohne Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung) in der Europäischen Union schätzungsweise bei 24,60 Euro und im Euroraum bei 29,20 Euro.
Niedrigste Arbeitskosten in Bulgarien, höchste in Dänemark
Eurostat, Pressemitteilung vom 30.03.2015
Im Jahr 2014 lagen die geschätzten durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der gesamten Wirtschaft (ohne Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung) in der Europäischen Union (EU) schätzungsweise bei 24,60 Euro und im Euroraum (ER18) bei 29,20 Euro. Diese Durchschnittswerte verdecken jedoch deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Die niedrigsten Arbeitskosten pro Stunde wurden in Bulgarien (3,80 Euro), Rumänien (4,60 Euro), Litauen (6,50 Euro) und Lettland (6,60 Euro) verzeichnet und die höchsten in Dänemark (40,30 Euro), Belgien (39,10 Euro), Schweden (37,40 Euro) und Luxemburg (35,90 Euro).
In der gewerblichen Wirtschaft waren die Arbeitskosten pro Stunde am höchsten in der Industrie (25,50 Euro in der EU und 32 Euro im Euroraum), gefolgt vom Dienstleistungssektor (24,30 Euro bzw. 28,20 Euro) und dem Baugewerbe (22 Euro bzw. 25,80 Euro). In der hauptsächlich nicht-gewerblichen Wirtschaft (ohne öffentliche Verwaltung) lagen die Arbeitskosten pro Stunde im Jahr 2014 in der EU bei 24,70 Euro und im Euroraum bei 29,10 Euro.
Arbeitskosten setzen sich aus Löhnen und Gehältern sowie Lohnnebenkosten, wie bspw. den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber, zusammen. Der Anteil der Lohnnebenkosten in der gesamten Wirtschaft betrug in der EU 24,4 % und im Euroraum 26,1 %. Die niedrigsten Anteile registrierten Malta (6,9 %) und Dänemark (13,1 %) und die höchsten Schweden (31,6 %) und Frankreich (33,1 %).
Diese Schätzungen für das Jahr 2014 sind einer Veröffentlichung entnommen, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, herausgegeben wurde. Die Daten beziehen sich auf Unternehmen mit 10 oder mehr Beschäftigten und basieren auf der Arbeitskostenerhebung 2012 und dem Arbeitskostenindex.
Rückgang der Arbeitskosten pro Stunde in Zypern, Portugal, Kroatien und Irland
Zwischen 2013 und 2014 stiegen die Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft, ausgedrückt in Euro, in der EU um 1,4 % und im Euroraum um 1,1 %.
Im Euroraum wurden die höchsten Anstiege in Estland (+6,6 %), Lettland (+6,0 %) und der Slowakei (+5,2 %) verzeichnet. Rückgänge wurden in Zypern (-2,8 %), Portugal (-0,8 %) und Irland (-0,2 %) registriert.
Für die Mitgliedstaaten, die im Jahr 2014 nicht zum Euroraum gehörten, wurden zwischen 2013 und 2014 die höchsten Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft, ausgedrückt in Landeswährung, in Rumänien (+6,0 %), Litauen und Polen (je +3,5 %) sowie in Ungarn (+3,3 %) registriert und die niedrigsten in Dänemark (+0,9 %) und dem Vereinigten Königreich (+1,3 %). Kroatien verzeichnete einen Rückgang (-0,8 %). Beim zeitlichen Vergleich von Schätzungen der Arbeitskosten ist zu beachten, dass die Daten der Mitgliedstaaten außerhalb des Euroraums von Wechselkursschwankungen5 beeinflusst werden, wenn die Daten in Euro angegeben werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.
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Quelle: DATEV eG