Arbeitskosten pro Stunde in den EU28-Mitgliedstaaten lagen 2013 zwischen 3,7 Euro und 40,1 Euro

Im Jahr 2013 lagen die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde lt. Eurostat in der gesamten Wirtschaft (ohne Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung) in der EU28 schätzungsweise bei 23,7 Euro und im Euroraum (ER17) bei 28,4 Euro. Diese Durchschnitte verdecken jedoch die deutlichen Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

 

Eurostat, Pressemitteilung vom 27.03.2014

 
Im Jahr 2013 lagen die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der gesamten Wirtschaft (ohne Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung) in der EU28 schätzungsweise bei 23,7 Euro und im Euroraum (ER17) bei 28,4 Euro. Diese Durchschnitte verdecken jedoch deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Die niedrigsten Arbeitskosten pro Stunde wurden in Bulgarien (3,7 Euro), Rumänien (4,6 Euro), Litauen (6,2 Euro) und Lettland (6,3 Euro) verzeichnet und die höchsten in Schweden (40,1 Euro), Dänemark (38,4 Euro), Belgien (38,0 Euro), Luxemburg (35,7 Euro) und Frankreich (34,3 Euro).

 

In der gewerblichen Wirtschaft waren die Arbeitskosten pro Stunde am höchsten in der Industrie (24,6 Euro in der EU28 und 31,0 Euro im Euroraum), gefolgt vom Dienstleistungssektor (23,9 Euro bzw. 28,0 Euro) und dem Baugewerbe (21,0 Euro bzw. 24,5 Euro). Die Arbeitskosten pro Stunde in der hauptsächlich nicht-gewerblichen Wirtschaft (ohne öffentliche Verwaltung) lagen in der EU28 bei 23,2 Euro und im Euroraum bei 27,7 Euro.

 

Arbeitskosten setzen sich zusammen aus Löhnen und Gehältern sowie Lohnnebenkosten, wie bspw. Den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber. Der Anteil der Lohnnebenkosten in der gesamten Wirtschaft betrug in der EU28 23,7 % und im Euroraum 25,9 %. In den Mitgliedstaaten lag er zwischen 8,0 % in Malta und 33,3 % in Schweden.

 

Diese vorläufigen Schätzungen für das Jahr 2013, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht werden, beziehen sich auf Unternehmen mit 10 oder mehr Beschäftigten und basieren auf der Arbeitskostenerhebung 2008 und dem Arbeitskostenindex.

 

Wachstum der Arbeitskosten

 
Zwischen 2008 und 2013 stiegen die Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft, ausgedrückt in Euro, in der EU28 um 10,2 % und im Euroraum um 10,4 %.

 

Im Euroraum wurden die höchsten Anstiege in Österreich (+18,9 %), der Slowakei (+17,0 %) und Finnland (+15,9 %) verzeichnet. Rückgänge gab es in Griechenland (-18,6 %) und Portugal (-5,1 %).

 

Für die Mitgliedstaaten außerhalb des Euroraums wurden zwischen 2008 und 2013 die höchsten Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft, ausgedrückt in Landeswährung, in Bulgarien (+44,1 %) und Rumänien (+32,8 %) verzeichnet und die geringsten in Kroatien (+0,7 %), Litauen (+5,0 %), dem Vereinigten Königreich (+6,3 %) und Lettland (+6,9 %). Beim zeitlichen Vergleich von Schätzungen der Arbeitskosten ist zu beachten, dass die Daten der Mitgliedstaaten außerhalb des Euroraums von Wechselkursschwankungen beeinflusst werden, wenn die Daten in Euro angegeben werden.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

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Quelle: DATEV eG