Im Euroraum (ER17) nahm der Index der Auftragseingänge lt. Eurostat in der Industrie im Juli 2011 gegenüber dem Vormonat um 2,1 % ab, nach einem Rückgang von 1,2 % im Juni. In der EU27 fielen die Auftragseingänge im Juli 2011 um 0,8 %, nach einem Rückgang von ebenfalls 0,8 % im Juni.
Eurostat, Pressemitteilung vom
22.09.2011
Im Euroraum (ER17) nahm der Index der
Auftragseingänge in der Industrie im Juli 2011 gegenüber dem Vormonat um 2,1 %
ab, nach einem Rückgang von 1,2 % im Juni. In der EU27 fielen die
Auftragseingänge im Juli 2011 um 0,8 %, nach einem Rückgang von ebenfalls 0,8 %
im Juni. Werden Schiff- und Bootsbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und
Raumfahrzeugbau ausgenommen, welche tendenziell unbeständiger sind, so nahmen
die Auftragseingänge in der Industrie im Euroraum um 1,4 % und in der EU27 um
0,9 % zu.
Im Vergleich zum Juli 2010 stieg der Index der Auftragseingänge
in der Industrie im Juli 2011 im Euroraum um 8,4 % und in der EU27 um 6,8 %.
Betrachtet man die Auftragseingänge ohne Schiff- und Bootsbau,
Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrzeugbau, so betrug der Anstieg 8,2 %
bzw. 7,5 %.
Diese Schätzungen werden von Eurostat, dem statistischen Amt
der Europäischen Union, veröffentlicht.
Monatsvergleich
Im Vergleich zum Vormonat fielen die
Auftragseingänge für Investitionsgüter im Juli 2011 im Euroraum um 2,5 % und in
der EU27 um 5,8 %. Verbrauchsgüter nahmen im Euroraum um 0,1 % ab, stiegen aber
in der EU27 um 1,3 % an. Vorleistungsgüter wiesen einen Anstieg von 2,3 % bzw.
1,1 % auf. Gebrauchsgüter nahmen im Euroraum um 5,1 % und in der EU27 um 1,3 %
zu.
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten zur Verfügung stehen,
verzeichneten elf Mitgliedstaaten eine Zunahme der Auftragseingänge im
auftragsorientierten verarbeitenden Gewerbe und elf einen Rückgang. Die
stärksten Rückgänge meldeten Frankreich (-11,2 %), Finnland (-10,3 %), die
Slowakei (-7,7 %) und Dänemark (-7,5 %) und die höchsten Zuwächse waren in
Schweden (+5,8 %), Rumänien (+3,6 %), Litauen (+2,9 %) und Estland (+2,6 %) zu
beobachten.
Jahresvergleich
Im Vergleich zum Juli 2010 stiegen die
Auftragseingänge für Investitionsgüter im Juli 2011 im Euroraum um 11,4 % und in
der EU27 um 9,2 %. Vorleistungsgüter wiesen einen Anstieg von 8,0 % bzw. 6,7 %
auf. Gebrauchsgüter nahmen im Euroraum um 3,8 % zu, fielen aber in der EU27 um
2,6 %. Verbrauchsgüter stiegen um 1,8 % bzw. 1,2 %.
Von den
Mitgliedstaaten, für die Daten zur Verfügung stehen, verzeichneten sechzehn
Mitgliedstaaten eine Zunahme der Auftragseingänge im auftragsorientierten
verarbeitenden Gewerbe und sechs einen Rückgang. Die höchsten Zuwächse meldeten
Estland (+24,5 %), Litauen (+24,4 %), Bulgarien (+21,8 %) und Portugal (+19,6 %)
und die stärksten Rückgänge waren in Ungarn (-6,0 %), Spanien (-1,9 %) und der
Slowakei (-1,4 %) zu beobachten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von
Eurostat.
Quelle: Eurostat
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