Zum Start des neuen Ausbildungsjahres hatte die Wirtschaft massive Probleme bei der Besetzung von Lehrstellen. Darauf verweist der DIHK vor dem Hintergrund einer neuen Online-Umfrage.
DIHK veröffentlicht Erhebung „Ausbildung 2015“
DIHK, Pressemitteilung vom 01.09.2015
Auch zum Start des neuen Ausbildungsjahres hatte die Wirtschaft massive Probleme bei der Besetzung von Lehrstellen. Darauf verweist Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), jetzt vor dem Hintergrund einer neuen Online-Umfrage des DIHK.
Schweitzer: „Unsere aktuelle Ausbildungsumfrage zeigt: Für Unternehmen wird es immer schwerer, genügend Azubis zu finden. 2014 konnten bereits 32 Prozent der Betriebe nicht alle angebotenen Stellen besetzen – fast dreimal so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Rund 12.000 Unternehmen bekamen gar keine Bewerbungen mehr. Gründe für diese Entwicklung sind der demografische Wandel, die gute wirtschaftliche Lage und der wachsende Trend zur akademischen Ausbildung.
Die Betriebe reagieren darauf, indem sie auch ihr Angebot für leistungsschwächere Jugendliche ausweiten. Rund 75 Prozent der Betriebe haben sich bereits auf diese jungen Leute eingestellt. So organisieren inzwischen 36 Prozent der Unternehmen eigene Nachhilfeangebote, 2014 waren es nur 31 Prozent. 28 Prozent nutzen begleitende Hilfen der Bundesagentur für Arbeit.
Gleichzeitig werden die leistungsstärkeren Schulabgänger intensiv umworben. So bietet jeder fünfte Betrieb die Möglichkeit eines dualen Studiums; jeder Zehnte lockt mit Zusatzleistungen. Nicht zuletzt sind die Unternehmen stärker denn je an einer langfristigen Bindung ihrer Azubis interessiert: 68 Prozent der Betriebe wollen alle Lehrlinge übernehmen – 2014 gaben dies nur 66 Prozent zu Protokoll.
Die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz sind vor diesem Hintergrund nach wie vor sehr gut. Allein in der IHK-Lehrstellenbörse gibt es derzeit noch 8.000 freie Plätze.“
Die Umfrage „Ausbildung 2015“ finden Sie auf der Homepage des DIHK.
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Quelle: DATEV eG